Presseartikel 2019

Serie „Wanderwochen“: Von Bach zu Goethe

Ein Qualitätsweg mit traumhaften Aussichten führt von Arnstadt nach Ilmenau – oder umgekehrt. Er erinnert an zwei große Künstler, die einen Teil ihres Lebens in der Region verbrachten.

01. Mai 2019 / 07:20 Uhr
Schöne Ausblicke – hier auf Kleinbreitenbach und Plaue – gibt es auf der Tour zu genießen. Foto: Antje Köhler

Schöne Ausblicke – hier auf Kleinbreitenbach und Plaue – gibt es auf der Tour zu genießen. Foto: Antje Köhler

Ilm-Kreis. Gleich so ein langer Kanten zu Beginn der Wandersaison ist schon eine Herausforderung. Die angesagten 25 Kilometer für den Wanderweg „Von Bach zu Goethe“ scheinen schaffbar. Am Ende, mit müden Beinen und drei Blasen am Fuß, sind es mit Blick auf die Handy-App sogar zwei mehr.

Warum, kann Reinhard Maskos erklären. Er war bis 2015 bei der Stadtmarketinggesellschaft Arnstadt für die überregionalen Wanderwege zuständig und kümmert sich als Rentner weiter darum. Für den zertifizierten Qualitätsweg zählen erst die Kilometer ab Südbahnhof, sagt der 71-Jährige. Ab hier wird vor allem auf Forst- und Waldwegen gelaufen, das mögen Wanderer.

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Doch wer wirklich von Bach zu Goethe will, der startet auf dem Arnstädter Markt und sagt dem jungen Musiker, der dort auf dem bronzenen Denkmal lümmelt, guten Morgen. Der Wanderweg führt dann am Neideckturm mit den Modellen bekannter Bauwerke vorbei.

Die Tour ist bestens ausgeschildert

  • Reinhard Maskos kümmert sich auch als Rentner um den Wanderweg. Keiner kennt ihn so gut wie er. Foto: Antje Köhler

Am erwähnten Südbahnhof gibt eine Karte einen guten Überblick über die bevorstehende Strecke, von hier aus kann man sich nicht mehr verlaufen. An allen Gabelungen stehen Wegweiser, an vielen Bäumen findet sich der blaue Strich auf weißem Grund.

Von der Kirschallee geht es Meter für Meter den Reinsfelder Marktweg hinauf, den auch Mountainbiker gern nutzen. Ein freundliches Trio mit Nordic-Walking-Stöcken ist gerade unterwegs nach Arnstadt . An diesem Apriltag warten am Wegesrand Stämme auf den Abtransport, hier und da sieht man Spuren der Forstwirtschaft. Leberblümchen und Waldveilchen sorgen für Farbtupfer.

In Stadtnähe bis hinauf zur Gerhard- Pfeiffer -Hütte erklären mehrere Schautafeln Interessantes zu Flora und Fauna, das gefällt auch Kindern. Die Hütte wiederum erinnert an den Arnstädter Heimatfreund Gerhard Pfeiffer , der sich einst für den Themenwanderweg stark gemacht hat.

Der Qualitätsweg wurde Ende 2007 erstmals zertifiziert und konnte diese Auszeichnung seitdem alle drei Jahre verteidigen. Gerade wird die erneute Zertifizierung vorbereitet. Reinhard Maskos kontrolliert gemeinsam mit Friedrich Schneeberger den Arnstädter Abschnitt, schaut nach Wegweisern, Bänken, Sitzgruppen. 15.000 Euro an Fördermitteln habe man für den Ausbau zur Verfügung gehabt, erinnert sich Maskos .

Markante Punkte der abwechslungsreichen Tour durch Buchen- und Mischwälder sind die Haselkoppe, die Mauer- und Wallreste der Reinsburg sowie die Halskappe, mit 605 Metern der höchste Punkt. Dazwischen bieten sich traumhafte Aussichten in Täler, auf Felder und Dörfer, es gibt alte Grenzsteine – und oberhalb von Kleinbreitenbach moderne Kunst.

  • Christel Bäsecke aus Dannheim (links) mit Bärbel und Rolf Schmidt aus Plaue auf dem Weg nach Arnstadt. Foto: Antje Köhler

Der Weg ist gut in Schuss, nur hier und da liegen ein paar Äste vom letzten Sturm. „Wir haben auch kein Müllproblem. Da muss ich die Wanderer loben“, betont Reinhard Maskos .

Nach vielen Kilometern auf schmalen Pfaden geht es den Veronikaberg hinunter. Einige Passagen sind steil, Stöcke von Vorteil – obwohl der ausgeschilderte Weg verlegt und damit etwas entschärft wurde. Nach etwa 20 Kilometern besteht in Martinroda die erste Einkehrmöglichkeit.

Annett Prokoph serviert in der Gaststätte „Zum Veronikaberg“ Kaffee und Apfelstrudel, die machen munter für die letzte Etappe, die unter der Autobahn A71 hindurch und an Teichen vorbeiführt, auf denen Enten quaken.

Stille dagegen auf dem Ilmenauer Friedhof mit seinen Grabmalen, dann ist es fast geschafft. Zwei nette Damen, die auf der Bank neben Goethe gerade Eis gelöffelt haben, machen Platz. Mehr als sieben Stunden sind es zu Fuß von Arnstadt nach Ilmenau , aber sie lohnen sich.

Eckdaten zum Arnstadt-Ilmenau-Klassiker: Von Bach zu Goethe

  • Start: in Arnstadt
  • Ziel: in Ilmenau . Genauso gut kann man „Von Goethe zu Bach“ laufen.
  • Länge: etwa 27 Kilometer
  • Höhenunterschied: Etwa 780 Höhenmeter sind zu bewältigen, etwa 570 Meter geht es bergab.
  • Schwierigkeitsgrad: Wegen der Länge und einiger steiler Passagen ist die Tour als mittelschwer eingestuft.
  • Wegbeschaffenheit: Wechselt zwischen Forstwegen und schmalen Pfaden.
  • Ausschilderung: Diese ist hervorragend. Es gibt viele Wegweiser und eine Kennzeichnung mit blauem Strich auf weißem Grund.
  • Anbindung: Arnstadt wie auch Ilmenau sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
  • Sehenswertes an der Strecke: wunderschöne Blicke in die Landschaft, Steinkreuz, Reste der Reinsburg.
  • Möglichkeiten zur Einkehr: aus dem Rucksack, Gasthaus in Martinroda .
  • Kinder: Für Kinder dürfte der Weg zu anstrengend sein. Wer die Tour variieren möchte, kann nach Kleinbreitenbach zum Kunstwanderweg absteigen.

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Serie-Wanderwochen-Von-Bach-zu-Goethe-265443482/Antje Köhler / 01.05.19

Ilmenauer Starter vorn dabei

Zweiter Ranglistenlauf im Orientierungslauf

15. April 2019 / 02:01 Uhr

Heyda. Bei sonnigem Frühlingswetter trafen sich am vorletzten Sonntag über 90 Orientierungsläufer aus ganz Thüringen und einige Gäste aus Bayern zum zweiten Ranglistenlauf der Saison, ausgerichtet von der Sektion Orientierungslauf des SV TU Ilmenau . Im Wald zwischen Heyda und Martinroda warteten 40 Kontrollposten (rot-weißer Wimpel mit kleiner elektronischer Kontrollstation) darauf, möglichst schnell von den Läufern „aufgespürt“ zu werden.

Entsprechend der verschiedenen Altersklassen gab es neun verschiedene „Bahnen“ von 2 bis 8 km Luftlinie und mit 35 bis 165 Höhenmetern gespickt. Die erreichten Laufzeiten variierten dabei von einer halben bis zu zwei Stunden. Es war beim Laufen nicht einfach, bei der häufig wechselnden Vegetationsdichte und bei ähnlichen Waldabschnitten mit parallelen Wegen und Schneisen den Überblick zu behalten und genau die richtige Grabengabel, Kulturgrenze oder Mulde zu finden, zumal es davon mehrere gab. Für die Jüngsten war wieder ein Kinder-Orientierungslauf rund ums ehemalige Waldbad im Angebot, diesmal mit Ostereierposten in verschiedenen Farben. Zur Siegerehrung durften alle Knirpse nach vorn und präsentierten sich stolz.

Den Hauptlauf dominierten erwartungsgemäß die Jenaer, aber auch die Veranstalter selbst waren zufrieden mit den Leistungen ihrer Aktiven. Im Hauptlauf der Männer über 8,2 km Luftlinie mit 165 Höhenmetern und 21 Posten ging es naturgemäß besonders flott und zeitlich extrem eng zu. Sebastian Bergmann belegte hier hinter den starken Jenaern Joris Hochstetter und Sören Lösch Platz drei in 56:19 Minuten. Bei den Frauen liefen die Hauptklasse und D35 über die gleiche Distanz von 6,0 km Luftlinie mit 90 Höhenmetern und 18 Posten. Hier dominierten die Ilmenauerinnen Andrea Tröße (D35) und Sabine Jackisch das Feld. Weitere Siege für den SV TU erkämpften Yves Laske (H35) und Moritz Tröße (H12), Dietmar Laske wurde Zweiter in der H55. Abschließend geht ein Dankeschön an alle, die diesen Wettkampf unterstützt haben: das Fortsamt Frauenwald , die Untere Naturschutzbehörde, das Sport-und Betriebsamt Ilmenau , und die fleißigen Helfer vor Ort.(vi)

Quelle: https://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/arnstadt/startseite/detail/-/specific/Ilmenauer-Starter-vorn-dabei-16340911TA / 15.04.19

 

Geraberger Musikanten begeistern mit böhmischen Melodien

Gleich zweimal füllen sie am Wochenende den großen Saal in Martinroda.

08. April 2019 / 02:09 Uhr
Die böhmischen Konzerte der Geraberger Musikanten haben eine lange Tradition. Foto: Andreas Heckel]

Die böhmischen Konzerte der Geraberger Musikanten haben eine lange Tradition. Foto: Andreas Heckel

Martinroda. Es ist der Höhepunkt im Konzertkalender der Geraberger Musikanten. Zum neunten Mal hieß es im großen Saal in Martinroda am Wochenende „Böhmisch in den Frühling“. Am beiden Tagen bekamen insgesamt etwa 200 Fans der Blasmusik von der Polka bis zum Marsch und Lieder sowohl von ungekannten Komponisten als auch von Martin Scharnagel , Karel Vacek , Siegfried Rudel oder Josef Poncar zu hören.

Ganz oben auf der Hitliste stand der allseits beliebte Ernst Mosch mit Liedern wie „Wir sind Kinder von der Eger“ und „Böhmischer Wind“.

Als Dirigentin Nicole Göpfert ihre Musiker als „Leute im gesetzten Alter“ vorstellte, gab es Protest aus dem Ensemble. Sie relativiert mit einem Augenzwinkern: „Na gut, manchmal seid ihr schlimmer als der Kindergarten.“ Das tiefe Blech habe sich bei ihr beschwert. Immer das gleiche „Rum Tata“ müssten sie spielen. Dafür bräuchten sie schon gar keine Noten mehr! Ihr Genörgel wurde mit dem Solo der Posaunisten „Im tiefen Keller“ belohnt.

Katrin Gottschall und Ingo Steinmann wollten auch nicht immer nur in ihre Klarinetten blasen. Nun durften sie auch einmal singen und tanzen. Das Lied „Böhmische Liebe“ hatten sie sich dazu selbst ausgesucht.

In der Pause reichte Moderator Uwe Sänglaub dann Fragebögen im Publikum aus. Im nächsten Jahr wird es anlässlich des 35. Jubiläums des Musikantentruppe ein Wunschkonzert geben. „Damit wollen wir uns dann noch einmal ganz besonders bei unseren Fans bedanken. Denn es wird ein Abschied sein“, sagte er. Danach löst sich die Gruppe in ihrer jetzigen Formation voraussichtlich auf.

Die Blasinstrumente im Geratal werden allerdings nicht eingemottet. Schon jetzt spielen einige der Musiker im Musikverein Geraberg mit. Für künstlerischen Nachwuchs sorgt das Kinderorchester.

Und noch sind die Geraberger Musikanten ja aktiv. Ihren nächsten Auftritte haben sie am 14. April auf dem Ostermarkt in Langewiesen und beim Maibaumsetzen in Angelroda .

Quelle: https://www.geratal.de/martinroda/administrator/index.php?option=com_content&view=articlesAndreas Heckel / 08.04.19

Waldstück brennt bei Plaue

Fünf Feuerwehren waren im Einsatz

03. April 2019 / 02:01 Uhr

Beim Waldbrand kämpften 45 Einsatzkräfte gegen das Feuer. Foto: Feuerwehr Arnstadt Beim Waldbrand kämpften 45 Einsatzkräfte gegen das Feuer. Foto: Feuerwehr Arnstadt

Plaue. Nach dem Einsatz am Montagvormittag, als bei einem Wohnhausbrand in Kleinbreitenbach ein 80-jähriger Rollstuhlfahrer noch rechtzeitig gerettet werden konnte (unsere Zeitung berichtete), mussten freiwillige Feuerwehren der Region am frühen Abend erneut ausrücken. Zwischen Plaue und Martinroda brannte ein Waldgebiet von schätzungsweise 1000 Quadratmetern Fläche.

Beim Eintreffen standen mehrere Bäume in Flammen, in unmittelbarer Nähe befand sich zudem ein Gartenhaus. Die Feuerwehrleute mussten eine längere Strecke mit dem Schlauch überbrücken. „Es war sehr personalintensiv, am Hang unter Atemschutz zu arbeiten“, schildert Steffen Hoppe von der Feuerwehr Arnstadt das Geschehen. Hoppe war gemeinsam mit Michael Beck aus Plaue Einsatzleiter für die insgesamt 45 Einsatzkräfte aus Arnstadt , Plaue , Neusiß , Rippersroda und Rudisleben .

Sie konnten die Gartenhütte vor dem Feuer schützen. Nach den Löscharbeiten und einer Kontrolle wurde das Waldstück an den Forst übergeben. Auch die Polizei war vor Ort. Zur Ursache für den Brand gab es noch keine Angaben. Der Einsatz dauerte fast zweieinhalb Stunden.

Quelle: https://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/arnstadt/startseite/detail/-/specific/Waldstueck-brennt-bei-Plaue-1717285000Antje Köhler / 03.04.19

Elf Beschlüsse für Geratal/Plaue einstimmig gefasst

04. April 2019 / 02:01 Uhr

Ilm-Kreis. Die erste Versammlung der Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung der neu gebildeten „Verwaltungsgemeinschaft Geratal/Plaue“ in Plaue am Dienstagabend war gleichsam eine Referenz an die Stadt. VG-Vorsitzender Frank Geißler (CDU) hatte in Abstimmung mit Bürgermeister Jörg Thamm (CDU) diesen Versammlungsort im Feuerwehrgerätehaus Plaue für die Beratung der 12 Gemeinschaftsmitglieder aus Elgersburg , Martinroda , Neusiß und Plaue gewählt.

Geißler stellte der Beratung von 15 Tagesordnungspunkten ein Begrüßungswort voran, welches auch an die Gäste aus der Verwaltung und die Stadt-, Ortschafts- und Gemeinderäte gerichtet war. Er würdigte die angenehme und konstruktive Atmosphäre gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Zugang von Plaue in die Verwaltungsgemeinschaft und dem Abgang Gerabergs aus der einstmaligen Verwaltungsgemeinschaft Geratal.

„Wir haben uns gut zusammengefunden, zügig an unseren nicht wenigen Aufgaben gearbeitet. Streit und Missgunst untereinander gibt es seit dem 1. Januar 2019 nicht mehr“, resümierte er.

In einer Präsentation stellte Geißler dann der Versammlung die wichtigsten Arbeitsdokumente der VG vor, lud zur Diskussion ein und ließ über die Beschlüsse der Haushaltsdokumente 2019, Hauptsatzung, Zweckvereinbarungen, Benutzungs- und Gebührenordnungen abstimmen. Der neue Gemeinschaftsgeist von einträchtiger Zusammenarbeit zeigte sich in der Einstimmigkeit aller elf gefassten Beschlüsse, die fortan das Verwaltungsgeschehen in der VG regeln.

Die 4593 Einwohner zählende VG „Geratal/ Plaue“ hat für dieses Jahr im Verwaltungshaushalt 3.142.000 Euro und im Vermögenshaushalt 71.050 Euro zur Verfügung. Die VG-Umlage für die Mitgliedsgemeinden beträgt 120 Euro pro Einwohner. Das entspricht nahezu dem Betrag, der 2017 gezahlt wurde (119,32 Euro). Die Personalkosten für elf Verwaltungsangestellte plus Jugendpfleger, das ist eine Person weniger als bisher bei gleicher Aufgabenfülle, betragen 655.400 Euro. Für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand stehen 142.100 Euro zur Verfügung.

Insgesamt arbeite die Verwaltung durch den Zusammenschluss mit Plaue kostengünstiger als bisher. Die Einsparungen durch die Zweckvereinbarungen der Mitgliedsgemeinden zum Bauhof und zu den Kindergärten betragen 23.641 Euro. In gemeinsamer Beratung mit den Elternbeiräten aller Kindergärten und der 35 Erzieherinnen wurden die Kindergartenbeiträge festgelegt. Für das erste Kind werden 114 Euro gezahlt, für das 2. Geschwisterkind 86 Euro und das 3. Kind 57 Euro. Die Beiträge decken 42 Prozent der Gesamtkosten von 1.632.500 Euro. Alle in der eine gute Stunde dauernden Versammlung beschlossenen Dokumente werden nach Genehmigung im Amtsblatt veröffentlicht.

Quelle: https://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/arnstadt/startseite/detail/-/specific/Elf-Beschluesse-fuer-Geratal-Plaue-einstimmig-gefasst-798096214/Karl-Heinz Veit / 04.04.19

Ehrung für Agrarunternehmen in Bucha und Dröbischau

21. März 2019 / 02:54 Uhr

Die Vertreter der fünf ausgezeichneten Lehrbetriebe nahmen die Urkunden vor den versammelten Kollegen entgegen. Foto: Jens Voigt Die Vertreter der fünf ausgezeichneten Lehrbetriebe nahmen die Urkunden vor den versammelten Kollegen entgegen. Foto: Jens Voigt

Bad Blankenburg. Zum Auftakt einer Informationsveranstaltung des Landesamts für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) für Unternehmen in der Region wurden gestern die besten Ausbildungsbetriebe des Jahres ausgezeichnet.

Aus dem hiesigen Landkreis wurden im Bereich Pferdewirt der Zucht- und Ausbildungsstall Strümpfel in Bucha (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) und für ihre Ausbildung von Landwirten die Dröbischauer Agrargesellschaft geehrt. Aus dem Ilmkreis wurden die Agrargenossenschaften Martinroda und Kirchheim (Landwirte) ausgezeichnet, zudem die Landwirtschaftliche Erzeugergesellschaft Branchewinda (Tierwirt/Rinder) und die Thüringer Qualitätsfleisch GmbH Witzleben (Tierwirt/Schweine).

Vor der Erläuterung neuer Förderansätze unter anderem für die Erweiterung von Gülle-Lagern bilanzierte Bärbel Kanold von der Thüringer Aufbaubank die ausgezahlten Dürrehilfen für das vorige Jahr. Demnach hatten aus dem Landkreis 13 landwirtschaftliche Unternehmen Anträge auf Nothilfen gestellt, die in Summe rund 1,75 Millionen Euro Schaden vor allem durch Ernteausfälle zu beklagen hatten. Ihnen wurden vom Land etwa 850.000 Euro ausgezahlt. Damit blieb die Region vergleichsweise wenig betroffen. So waren im Landkreis Sömmerda 22 Anträge gestellt worden, im Ilmkreis hingegen nur einer. Thüringenweit hatten knapp 190 Unternehmen Gesamtschäden von über 27 Millionen Euro geltend gemacht, von denen etwa 13 Millionen beglichen wurden. (jv)

Quelle: https://saalfeld.otz.de/web/saalfeld/startseite/detail/-/specific/Lehrbetriebe-im-Landkreis-Saalfeld-Rudolstadt-gewuerdigt-1970406204OTZ / 21.03.19

Michael Beck ist der neue Mann an der Spitze der Feuerwehr in Plaue

Der ehemalige Jugendwart löst Stephan Jäger ab, der sich auf seine Aufgaben als stellvertretender Stadtbrandmeister konzentriert.

11. März 2019 / 02:33 Uhr
Als Ausgezeichnete und Beförderte stellen sich Bernd Schröter (von links), Jörg Ahke, Sebastian Arnold, Michael Beck, Marco Wenzel, Martin Kirst, Birgit Förster, Bürgermeister Jörg Thamm, Sven Elle, Christian Janik und Stephan Jäger zum Gruppenbild. Foto: Berit Richter

Als Ausgezeichnete und Beförderte stellen sich Bernd Schröter (von links), Jörg Ahke, Sebastian Arnold, Michael Beck, Marco Wenzel, Martin Kirst, Birgit Förster, Bürgermeister Jörg Thamm, Sven Elle, Christian Janik und Stephan Jäger zum Gruppenbild. Foto: Berit Richter

Plaue. Vom Bürgermeister gab es ein Wehrführer-Schild, von den Feuerwehrleuten per geheimer Wahl das Vertrauen, damit steht Michael Beck an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Plaue . Wirklich neu ist er aber nicht. „Ich war zehn Jahre Jugendwart, bin seit 26 Jahren in der Feuerwehr“, sagte er.

Beck löst Stephan Jäger ab, „der die Feuerwehr in schwieriger Zeit übernahm und wieder sehr gut aufgestellt hat“, wie Bürgermeister Jörg Thamm (CDU) dankte. Nun trat er ein Jahr vorfristig auf eigenen Wunsch vom Amt zurück, „weil meine Aufgaben als stellvertretender Stadtbrandmeister mit der Eingemeindung der Wipfratalgemeinde größer geworden sind.“ Das sei mit dem Amt des Wehrführers nur noch schwer vereinbar. Mit Jäger ging auch sein stellvertretender Michael Schwabe . Für ihn wurde Martin Kirst gewählt.

„Es erfüllt mich mit Stolz, einer von euch zu sein“, sagte Stephan Jäger . Er übergäbe „eine gute Wehr, die natürlich auch noch Potenzial nach oben hat, welches an euch liegt, es zu fördern.“ Zuvor hatte Stephan Jäger die Bilanz des Vorjahres gezogen. Zu 31 Einsätzen mussten die Einsatzkräfte ausrücken. „Es war fast alles dabei. So hatten wir vier Brandeinsätze, davon ein Großbrand in Angelhausen , fünf Ölspuren, sieben Hilfeleistungen und 15-mal wurde der Messwagen zu Einsätzen im Kreisgebiet angefordert.“ Besonders zu schaffen machte den Einsatzkräften ein Suizid, den sie nicht verhindern konnten.

„Das sind Einsätze, an denen man für die Bewältigung der Erlebnisse die Unterstützung der Familie benötigt“, dankte Stephan Jäger und wünschte sich in Richtung der anwesenden Stadträte, dies mit freien Badeintritt nicht nur für die Einsatzkräfte sondern auch für ihre Partnerinnen, Partner und minderjährigen Kinder zu honorieren. Jörg Thamm versprach, den Vorschlag in den Stadtrat mitzunehmen.

Die Zusammenarbeit mit diesem sei gut, betonte Stephan Jäger . So konnte man 2018 fast alle Einsatzkräfte mit neuer Kleidung ausstatten. „Wir haben in unserer Feuerwehr einen hohen Ausbildungsstand, auf dem man sich aber nicht ausruhen kann“, so Jäger weiter. 140 Stunden Ausbildung wurden deshalb im letzten Jahr von den fünf Frauen und 30 Männern der Einsatzabteilung geleistet. Hinzu kamen 15 Brandsicherheitswachen im Arnstädter Theater.

Das Gebiet für Einsätze wächst mit Reform

Neue Herausforderungen bringt auch die Gebietsreform mit sich. Während die Freiwillige Feuerwehr Plaue weiter mit Arnstadt kooperieren wird, ist man nun auch in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Geratal/Plaue gefragt. „Wenn in Angelroda , Neusiß und Martinroda etwas passiert, werdet ihr mit alarmiert“, kündigte Kreisbrandmeister Matthias Amling an. Auch in der alten VG wird man weiter aktiv bleiben. „Da wir nicht wissen, wer wegen der Baustelle schnellere Zufahrt hat, werden bei Ereignissen in Liebenstein sowohl Plaue wie auch Gräfenroda alarmiert.“

Eine erfolgreiche Bilanz konnten auch die Jugendfeuerwehr und der Feuerwehrverein ziehen. Jugendfeuerwehrwart Marco Wenzel und seine vier Betreuer haben fünf Mädchen und 15 Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren unter ihren Fittichen, die 120 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 71 Stunden allgemeine Jugendarbeit erlebten und an zahlreichen Veranstaltungen erfolgreich teilnahmen.

Der Verein war aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt nicht wegzudenken. Sei es beim Weihnachtsbaumverbrennen oder dem Sonnenwendfeuer.

Stephan Jäger wurde mit der Ehrenmedaille des Thüringer Feuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet, Berit Förster , und Sven Elle erhielten das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre Dienstzeit, Bernd Schröter das Goldenes Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre Dienstzeit. Zum Brandmeister befördert wurden Martin Kirst , Sebastian Arnold , Jörg Ahke, zum Kreisausbilder ernannt wurden Marco Wenzel und Christian Janik .

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Michael-Beck-ist-der-neue-Mann-an-der-Spitze-der-Feuerwehr-in-Plaue-73794841Berit Richter / 11.03.19

Martinroda: Ein Fernsehabend mit Mertrude-TV

Karnevalsverein im Ilm-Kreis lädt zum Büttenabend ein. Die Aktiven warten mit einem bunten und kurzweiligen Programm auf.

19. Februar 2019 / 02:22 Uhr
Nur fliegen ist schöner: Bei der Tanzgruppe „Farinis“ wurden die Frauen auf Händen getragen. Foto: Karl-Heinz Veit

Nur fliegen ist schöner: Bei der Tanzgruppe „Farinis“ wurden die Frauen auf Händen getragen. Foto: Karl-Heinz Veit

Martinroda. Beim Samstagabend-Fernsehprogramm hatten überaus viele Martinrodaer und Gäste ihren Sessel- oder Couchplatz in der häuslichen Stube verlassen. Warum zu Hause und allein hocken bleiben, wenn im Kulturhaussaal der Karnevalsverein Martinroda , gemäß dem Saisonmotto „Mertrude im TV – das ganze Dorf schreit Helau!“ die große Fernsehshow bietet.

Der Saal war rammelvoll. Das Publikum bestens gelaunt und die Karnevalisten hoch motiviert und bestrebt, ihr Bestes zu geben, was ihnen in gut zwei Stunden auch gelang.

Was vor Monaten ausgedacht, dann ebenso lange schweißtreibend geprobt und perfektioniert wurde, lief als große, schöne Show ab wie am Schnürchen. „Marie und Emma“, die Moderatorinnen des Abends, waren wunderschön anzuschauen. Es machte dem Publikum einfach Freude, sich von den beiden führen und immer wieder anheizen zu lassen, wenn ein Hauch von Müdigkeit aufzukommen drohte. Beide brachten den Humorpegel immer wieder auf Höchststand und hatten dabei dank der vielen und unterschiedlichsten Akteure ein leichtes Spiel.

Der Verein setzte in 18 Programmpunkten vor allem auf die Wirkung der schönen Tanz-Bilder und die passende Begleitmusik. „Tanzmariechen“, Zappelmäuse“, „Tanzmäuse“, „Jugendgarde“, „Heike und Volkmar mit dem XXL-Ballett“, „Gardeballett“, „Schönes Männerballett“ und „Junges Männerballett“ zeigten in wechselnden Szenen und bewegten Tanzbildern ihr Können. Keine Gruppe durfte ohne Zugabe die Bühne verlassen. Im „Schönen Männerballett“ galt mit dem Ruf „Wir wollen Patrick sehn‘!“ dem vermutlich Schönsten die größte Sympathie.

Herausragend präsentierte sich die Tanzgruppe „Farinis“. Sie tanzte eine Zeitreise zurück in die Rock’n Roll-Zeit, als die Männer ihre Mädchen auf Händen trugen und der Petticoat das ultimative Kleidungsstück war.

Lisa in der Bütt gelang es im Rückblick aufs vergangene Jahr, all das aufzuspießen, was im Dorf die Gemüter bewegte. Sie nahm unter anderem die Gebietsreform aufs Korn: „Im Gemeinderat wusste man es bald genau – Mertrude geht nach Ilmenau !“ Leider fehlte Herrn Seeber zur Hochzeit der Mut, dann nahm er auch noch seinen Hut. Für Mertrude war das nicht so gut. Lisa formulierte den Bürgerwunsch, der nicht vergessen ist: „Wenn Ilmenau sich traut, Mertrude wäre eine schöne Braut. Herr Schultheiß, sag‘ doch einfach, ja. Mertrude wäre sofort da!“

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Martinroda-Ein-Fernsehabend-mit-Mertrude-TV-390659123Karl-Heinz Veit / 19.02.19

Landwirtschaftsweg unterliegt Zweckbindung bis 2025

Landgemeinde Geratal möchte Weg von Geschwenda nach Angelroda schon früher für öffentlichen Verkehr freigeben.

15. Februar 2019 / 02:35 Uhr
Der bislang nur für die Landwirtschaft freigegebene Weg zwischen Angelroda und Geschwenda soll für den öffentlichen Verkehr frei werden. Foto: Hans-Peter Stadermann

Der bislang nur für die Landwirtschaft freigegebene Weg zwischen Angelroda und Geschwenda soll für den öffentlichen Verkehr frei werden. Foto: Hans-Peter Stadermann

Ilm-Kreis. Zwischen Geschwenda (Landgemeinde Geratal ) und Angelroda (VG Geratal) befindet sich ein mit Bitumen befestigter landwirtschaftlicher Weg, der derzeit für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist (Thüringer Allgemeine vom 3. Januar). Das war nach einer Bürgeranfrage auch Thema in der Gemeinderatssitzung der damals noch selbstständigen Gemeinde Geschwenda . Der Bürger forderte, den nicht hinnehmbaren Zustand möglichst schnell zu beenden, das Verbotsschild zu entfernen und die Straße wieder freizugeben.

Der Bürger argumentierte, dass diese Straße in offiziellen Straßenkarten und Navi-Systemen als Ortsverbindungsstraße ausgewiesen sei. Somit seien die aufgestellten Verbotsschilder illegal und müssten abgeräumt werden. Verärgert über den jetzigen Zustand nannte er als Beispiel für die Nichtbenutzbarkeit der Straße die viel längere Wegstrecke nach Geschwenda über Geraberg , welche Zeit und Spritgeld kostet, aber auch die Umwelt belastet. Ein Gemeinderat schloss sich der Bürgerforderung an und erzählte, wie er sich erfolgreich gewehrt habe, als ein „Unbefugter in grüner Kleidung“ von ihm Personenangaben forderte und ihm das Weiterfahren auf der Verbindungsstraße verbieten wollte.

In einigen Straßenkarten und Navigationssystemen ist dieser Weg als öffentliche Ortsverbindungsstraße ausgewiesen. Die Befestigung des Weges soll durch das Land finanziell gefördert worden sein.

Landwirtschaftsweg ist in Navi-Systemen zu finden

Eine Voraussetzung für die Förderung war nach Meinung des Landtagsabgeordneten Frank Kuschel (Linke) die Entwidmung als öffentliche Straße. Er fragte bei der Landesregierung nach und bekam Antworten von Staatssekretär Klaus Sühl (Linke) aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Der betreffende Weg wurde demnach im Jahr 2013 auf einer Länge von 1,2 Kilometern vom Ortsrand Angelroda bis zur Gemarkungsgrenze zu Geschwenda mit einer Asphalttragdeck-schicht ausgebaut. Dieser Ausbau sei gemäß der Richtlinie „Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung“ mit Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Thüringen mit einem Zuschuss von 100.602,35 Euro gefördert worden. Fördervoraussetzungen seien gewesen: Der Zuwendungsempfänger ist Eigentümer der beanspruchten Flächen; Art und Umfang des Projekts entsprechen der Richtlinie für den ländlichen Wegebau. Gemäß dem Verwendungszweck unterliegt der Weg damit nicht den Bestimmungen des Thüringer Straßengesetzes, somit handelt es sich nicht um einen öffentlichen Weg im Sinne dieses Gesetzes, führte Sühl aus. Die Zweckbindungsfrist beträgt zwölf Jahre und endet 2025.

Nach den Ausbaukriterien entsprechend der Richtlinie für den ländlichen Wegebau werden diese Wege nicht frostsicher hergestellt und sind in ihrer Beanspruchung für regelmäßigen Pkw- und Lkw-Verkehr nicht geeignet. Die Gemeinde ist als Eigentümer des Weges unterhaltspflichtig. Nach Ablauf der Zweckbindungsfrist obliegt der Gemeinde die Entscheidung, ob sie diesen Weg für eine öffentliche Nutzung freigibt.

Laut Kuschel zieht die Landgemeinde Geratal inzwischen in Erwägung, unter Verwendung der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel infolge der Gebietsreform möglicherweise den Weg wieder öffentlich zu widmen und dabei gegebenenfalls eine Fördermittelrückzahlung anteilig in Kauf zu nehmen. Mit diesem Anliegen solle sich die Gemeinde an die zuständige Straßenbaubehörde oder auch an das Ministerium wenden, sagte Sühl. Dann könne man diskutieren, ob es prinzipiell möglich ist und welche Kosten damit für die Gemeinde verbunden sind.

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Landwirtschaftsweg-unterliegt-Zweckbindung-bis-2025-1924242586André Heß / 15.02.19

In nicht einmal sechs Minuten rückt die Feuerwehr Martinroda aus

Nachwuchskräfte sind zum Feuerwehrmann-Anwärter befördert worden. Dienstsport gehört bei den Jugendlichen zur Ausbildung.

14. Januar 2019 / 02:44 Uhr
Befördert wurden in Martinroda in Martinroda Maximilian Wolff, Florian Thönnissen, Frank Elle, Martin Kapp und Andreas Rexroth, (von links). Foto: Karl-Heinz Veit

Befördert wurden in Martinroda in Martinroda Maximilian Wolff, Florian Thönnissen, Frank Elle, Martin Kapp und Andreas Rexroth, (von links). Foto: Karl-Heinz Veit

Martinroda. Ein paar Tage alt ist das neue Jahr und schon absolvierte die freiwillige Feuerwehr Martinroda am Freitagabend ihre Jahreshauptversammlung. Zugegen waren fast vollzählig alle Feuerwehrleute der drei Abteilungen. Im Bericht des Wehrführers Andreas Fliedner wurden, wie an einer Perlenkette aufgereiht, die Fakten der Tätigkeit der Einsatzgruppe im Jahr 2018 aufgelistet. Sieben Mal wurde die Wehr alarmiert. Davon fanden zwei Einsätze in Martinroda statt. Bei einem Verkehrsunfall am Ortsausgang des Dorfes, wo eine eingeklemmte Person befreit werden musste, waren die Kameraden im Einsatz. Bei einem weiteren Einsatz wurde auf der Durchgangsstraße die durch einen LKW hinterlassene Ölspur beseitigt. Die anderen Einsätze betrafen Hilfeleistungen bei einem Brand in Geraberg, beim Beräumen der Bahnstrecke durch einen umgestürzten Baum und weitere technische Hilfeleistungen in den Nachbargemeinden des Geratals. Von allen Einsätzen kamen die Einsatzkräfte unbeschadet zurück. Das wünschten für die Zukunft auch die Gastredner in ihren Grußworten den Feuerwehrleuten.

Die Feuerwehr gliedert sich mit 34 Mitgliedern in die Einsatzabteilung (12), in die Jugendfeuerwehr (14) und in die Alters- und Ehrenabteilung (8). Die durchschnittliche Ausrückzeit der Einsatzgruppe beträgt weniger als sechs Minuten. Mit drei bis vier Einsatzkräften, die im Ort arbeiten, ist die FFW Martinroda mit einem Trupp jederzeit einsatzbereit.

Insgesamt 1858 Stunden Freizeit wendeten die Feuerwehrleute auf, um in ihrer Freizeit alle Aufgaben der Wehr, vom Alarmeinsatz, über die Ausbildung und Technikpflege bis hin zur Fest- und Feiergestaltung, zu bewältigen. Was in Martinroda vorbildlich bewerkstelligt wird, ist die Arbeit für und mit dem Nachwuchs, der sich in der Jugendfeuerwehr zusammenfindet. Dass zur Jahresversammlung Martin Kapp, Andreas Rexroth und Florian Thönnissen als Nachwuchskräfte zum Feuerwehrmann-Anwärter befördert wurden, spricht für eine intensive und motivierende Jugendarbeit. In Bericht wurde darauf dezidiert eingegangen.

Die Feuerwehr Martinroda hat als vermutlich weit und breit existierendes Alleinstellungsmerkmal den Dienstsport in ihr Ausbildungs- und Übungsprogramm aufgenommen, der für eine ausdauernde Fitness der Kameraden sorgt. VG-Chef Geißler ging auf die neue Verwaltungsstruktur im Vollzug der Gebietsreform ein und erläuterte das neu organisierte Alarmierungssystem unter Ausschluss der Geraberger Wehr.

Kreisbrandmeister Matthias Amling sprach neben Themen zur Ausbildung und zu gemeinsamen Übungen über den Weggang der Feuerwehr Geraberg aus dem Verband der Wehren im Geratal und den Neuzugang der Feuerwehr Plaue, die vorerst in der gewachsenen Struktur mit Arnstadt verbleiben wird.

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/In-nicht-einmal-sechs-Minuten-rueckt-die-Feuerwehr-Martinroda-aus-180174361Karl-Heinz Veit / 14.01.19