Presseartikel 2019

Martinroda: Ein Fernsehabend mit Mertrude-TV

Karnevalsverein im Ilm-Kreis lädt zum Büttenabend ein. Die Aktiven warten mit einem bunten und kurzweiligen Programm auf.

19. Februar 2019 / 02:22 Uhr
Nur fliegen ist schöner: Bei der Tanzgruppe „Farinis“ wurden die Frauen auf Händen getragen. Foto: Karl-Heinz Veit

Nur fliegen ist schöner: Bei der Tanzgruppe „Farinis“ wurden die Frauen auf Händen getragen. Foto: Karl-Heinz Veit

Martinroda. Beim Samstagabend-Fernsehprogramm hatten überaus viele Martinrodaer und Gäste ihren Sessel- oder Couchplatz in der häuslichen Stube verlassen. Warum zu Hause und allein hocken bleiben, wenn im Kulturhaussaal der Karnevalsverein Martinroda , gemäß dem Saisonmotto „Mertrude im TV – das ganze Dorf schreit Helau!“ die große Fernsehshow bietet.

Der Saal war rammelvoll. Das Publikum bestens gelaunt und die Karnevalisten hoch motiviert und bestrebt, ihr Bestes zu geben, was ihnen in gut zwei Stunden auch gelang.

Was vor Monaten ausgedacht, dann ebenso lange schweißtreibend geprobt und perfektioniert wurde, lief als große, schöne Show ab wie am Schnürchen. „Marie und Emma“, die Moderatorinnen des Abends, waren wunderschön anzuschauen. Es machte dem Publikum einfach Freude, sich von den beiden führen und immer wieder anheizen zu lassen, wenn ein Hauch von Müdigkeit aufzukommen drohte. Beide brachten den Humorpegel immer wieder auf Höchststand und hatten dabei dank der vielen und unterschiedlichsten Akteure ein leichtes Spiel.

Der Verein setzte in 18 Programmpunkten vor allem auf die Wirkung der schönen Tanz-Bilder und die passende Begleitmusik. „Tanzmariechen“, Zappelmäuse“, „Tanzmäuse“, „Jugendgarde“, „Heike und Volkmar mit dem XXL-Ballett“, „Gardeballett“, „Schönes Männerballett“ und „Junges Männerballett“ zeigten in wechselnden Szenen und bewegten Tanzbildern ihr Können. Keine Gruppe durfte ohne Zugabe die Bühne verlassen. Im „Schönen Männerballett“ galt mit dem Ruf „Wir wollen Patrick sehn‘!“ dem vermutlich Schönsten die größte Sympathie.

Herausragend präsentierte sich die Tanzgruppe „Farinis“. Sie tanzte eine Zeitreise zurück in die Rock’n Roll-Zeit, als die Männer ihre Mädchen auf Händen trugen und der Petticoat das ultimative Kleidungsstück war.

Lisa in der Bütt gelang es im Rückblick aufs vergangene Jahr, all das aufzuspießen, was im Dorf die Gemüter bewegte. Sie nahm unter anderem die Gebietsreform aufs Korn: „Im Gemeinderat wusste man es bald genau – Mertrude geht nach Ilmenau !“ Leider fehlte Herrn Seeber zur Hochzeit der Mut, dann nahm er auch noch seinen Hut. Für Mertrude war das nicht so gut. Lisa formulierte den Bürgerwunsch, der nicht vergessen ist: „Wenn Ilmenau sich traut, Mertrude wäre eine schöne Braut. Herr Schultheiß, sag‘ doch einfach, ja. Mertrude wäre sofort da!“

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Martinroda-Ein-Fernsehabend-mit-Mertrude-TV-390659123Karl-Heinz Veit / 19.02.19

Landwirtschaftsweg unterliegt Zweckbindung bis 2025

Landgemeinde Geratal möchte Weg von Geschwenda nach Angelroda schon früher für öffentlichen Verkehr freigeben.

15. Februar 2019 / 02:35 Uhr
Der bislang nur für die Landwirtschaft freigegebene Weg zwischen Angelroda und Geschwenda soll für den öffentlichen Verkehr frei werden. Foto: Hans-Peter Stadermann

Der bislang nur für die Landwirtschaft freigegebene Weg zwischen Angelroda und Geschwenda soll für den öffentlichen Verkehr frei werden. Foto: Hans-Peter Stadermann

Ilm-Kreis. Zwischen Geschwenda (Landgemeinde Geratal ) und Angelroda (VG Geratal) befindet sich ein mit Bitumen befestigter landwirtschaftlicher Weg, der derzeit für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist (Thüringer Allgemeine vom 3. Januar). Das war nach einer Bürgeranfrage auch Thema in der Gemeinderatssitzung der damals noch selbstständigen Gemeinde Geschwenda . Der Bürger forderte, den nicht hinnehmbaren Zustand möglichst schnell zu beenden, das Verbotsschild zu entfernen und die Straße wieder freizugeben.

Der Bürger argumentierte, dass diese Straße in offiziellen Straßenkarten und Navi-Systemen als Ortsverbindungsstraße ausgewiesen sei. Somit seien die aufgestellten Verbotsschilder illegal und müssten abgeräumt werden. Verärgert über den jetzigen Zustand nannte er als Beispiel für die Nichtbenutzbarkeit der Straße die viel längere Wegstrecke nach Geschwenda über Geraberg , welche Zeit und Spritgeld kostet, aber auch die Umwelt belastet. Ein Gemeinderat schloss sich der Bürgerforderung an und erzählte, wie er sich erfolgreich gewehrt habe, als ein „Unbefugter in grüner Kleidung“ von ihm Personenangaben forderte und ihm das Weiterfahren auf der Verbindungsstraße verbieten wollte.

In einigen Straßenkarten und Navigationssystemen ist dieser Weg als öffentliche Ortsverbindungsstraße ausgewiesen. Die Befestigung des Weges soll durch das Land finanziell gefördert worden sein.

Landwirtschaftsweg ist in Navi-Systemen zu finden

Eine Voraussetzung für die Förderung war nach Meinung des Landtagsabgeordneten Frank Kuschel (Linke) die Entwidmung als öffentliche Straße. Er fragte bei der Landesregierung nach und bekam Antworten von Staatssekretär Klaus Sühl (Linke) aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Der betreffende Weg wurde demnach im Jahr 2013 auf einer Länge von 1,2 Kilometern vom Ortsrand Angelroda bis zur Gemarkungsgrenze zu Geschwenda mit einer Asphalttragdeck-schicht ausgebaut. Dieser Ausbau sei gemäß der Richtlinie „Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung“ mit Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Thüringen mit einem Zuschuss von 100.602,35 Euro gefördert worden. Fördervoraussetzungen seien gewesen: Der Zuwendungsempfänger ist Eigentümer der beanspruchten Flächen; Art und Umfang des Projekts entsprechen der Richtlinie für den ländlichen Wegebau. Gemäß dem Verwendungszweck unterliegt der Weg damit nicht den Bestimmungen des Thüringer Straßengesetzes, somit handelt es sich nicht um einen öffentlichen Weg im Sinne dieses Gesetzes, führte Sühl aus. Die Zweckbindungsfrist beträgt zwölf Jahre und endet 2025.

Nach den Ausbaukriterien entsprechend der Richtlinie für den ländlichen Wegebau werden diese Wege nicht frostsicher hergestellt und sind in ihrer Beanspruchung für regelmäßigen Pkw- und Lkw-Verkehr nicht geeignet. Die Gemeinde ist als Eigentümer des Weges unterhaltspflichtig. Nach Ablauf der Zweckbindungsfrist obliegt der Gemeinde die Entscheidung, ob sie diesen Weg für eine öffentliche Nutzung freigibt.

Laut Kuschel zieht die Landgemeinde Geratal inzwischen in Erwägung, unter Verwendung der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel infolge der Gebietsreform möglicherweise den Weg wieder öffentlich zu widmen und dabei gegebenenfalls eine Fördermittelrückzahlung anteilig in Kauf zu nehmen. Mit diesem Anliegen solle sich die Gemeinde an die zuständige Straßenbaubehörde oder auch an das Ministerium wenden, sagte Sühl. Dann könne man diskutieren, ob es prinzipiell möglich ist und welche Kosten damit für die Gemeinde verbunden sind.

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Landwirtschaftsweg-unterliegt-Zweckbindung-bis-2025-1924242586André Heß / 15.02.19

In nicht einmal sechs Minuten rückt die Feuerwehr Martinroda aus

Nachwuchskräfte sind zum Feuerwehrmann-Anwärter befördert worden. Dienstsport gehört bei den Jugendlichen zur Ausbildung.

14. Januar 2019 / 02:44 Uhr
Befördert wurden in Martinroda in Martinroda Maximilian Wolff, Florian Thönnissen, Frank Elle, Martin Kapp und Andreas Rexroth, (von links). Foto: Karl-Heinz Veit

Befördert wurden in Martinroda in Martinroda Maximilian Wolff, Florian Thönnissen, Frank Elle, Martin Kapp und Andreas Rexroth, (von links). Foto: Karl-Heinz Veit

Martinroda. Ein paar Tage alt ist das neue Jahr und schon absolvierte die freiwillige Feuerwehr Martinroda am Freitagabend ihre Jahreshauptversammlung. Zugegen waren fast vollzählig alle Feuerwehrleute der drei Abteilungen. Im Bericht des Wehrführers Andreas Fliedner wurden, wie an einer Perlenkette aufgereiht, die Fakten der Tätigkeit der Einsatzgruppe im Jahr 2018 aufgelistet. Sieben Mal wurde die Wehr alarmiert. Davon fanden zwei Einsätze in Martinroda statt. Bei einem Verkehrsunfall am Ortsausgang des Dorfes, wo eine eingeklemmte Person befreit werden musste, waren die Kameraden im Einsatz. Bei einem weiteren Einsatz wurde auf der Durchgangsstraße die durch einen LKW hinterlassene Ölspur beseitigt. Die anderen Einsätze betrafen Hilfeleistungen bei einem Brand in Geraberg, beim Beräumen der Bahnstrecke durch einen umgestürzten Baum und weitere technische Hilfeleistungen in den Nachbargemeinden des Geratals. Von allen Einsätzen kamen die Einsatzkräfte unbeschadet zurück. Das wünschten für die Zukunft auch die Gastredner in ihren Grußworten den Feuerwehrleuten.

Die Feuerwehr gliedert sich mit 34 Mitgliedern in die Einsatzabteilung (12), in die Jugendfeuerwehr (14) und in die Alters- und Ehrenabteilung (8). Die durchschnittliche Ausrückzeit der Einsatzgruppe beträgt weniger als sechs Minuten. Mit drei bis vier Einsatzkräften, die im Ort arbeiten, ist die FFW Martinroda mit einem Trupp jederzeit einsatzbereit.

Insgesamt 1858 Stunden Freizeit wendeten die Feuerwehrleute auf, um in ihrer Freizeit alle Aufgaben der Wehr, vom Alarmeinsatz, über die Ausbildung und Technikpflege bis hin zur Fest- und Feiergestaltung, zu bewältigen. Was in Martinroda vorbildlich bewerkstelligt wird, ist die Arbeit für und mit dem Nachwuchs, der sich in der Jugendfeuerwehr zusammenfindet. Dass zur Jahresversammlung Martin Kapp, Andreas Rexroth und Florian Thönnissen als Nachwuchskräfte zum Feuerwehrmann-Anwärter befördert wurden, spricht für eine intensive und motivierende Jugendarbeit. In Bericht wurde darauf dezidiert eingegangen.

Die Feuerwehr Martinroda hat als vermutlich weit und breit existierendes Alleinstellungsmerkmal den Dienstsport in ihr Ausbildungs- und Übungsprogramm aufgenommen, der für eine ausdauernde Fitness der Kameraden sorgt. VG-Chef Geißler ging auf die neue Verwaltungsstruktur im Vollzug der Gebietsreform ein und erläuterte das neu organisierte Alarmierungssystem unter Ausschluss der Geraberger Wehr.

Kreisbrandmeister Matthias Amling sprach neben Themen zur Ausbildung und zu gemeinsamen Übungen über den Weggang der Feuerwehr Geraberg aus dem Verband der Wehren im Geratal und den Neuzugang der Feuerwehr Plaue, die vorerst in der gewachsenen Struktur mit Arnstadt verbleiben wird.

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/In-nicht-einmal-sechs-Minuten-rueckt-die-Feuerwehr-Martinroda-aus-180174361Karl-Heinz Veit / 14.01.19