Aktuelles

Einladung zur Sitzung des Gemeinderates

am Mittwoch, den 12.06.2019, um 19:00 Uhr in der Gasstätte "Zum Veronikaberg", Marienstraße 2, 98693 Martinroda

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1. Begrüßung

2. Tagesordnung

3. Protokoll

4. Verabschiedung Gemeinderatsmitglieder

5. Vorstellung des neu gewählten Gemeinderates

6. Wahl des 1. Beigeordneten

7. Bestellung Mitglieder Gemeinschaftsversammlung

8. Bestellung Mitglieder Ausschüsse

9. Bestätigung berufene Bürger

10. Zweckvereinbarung Schiedstelle

11. Ansprache Bürgermeister

12. Anfragen und Mitteilungen

Hedwig
Bürgermeister

 

Festplatz in Martinroda in der Frühjahrskur

Marie und Leni beteiligten sich wie die anderen Schüler der Regelschule Geraberg am Freitag am Umwelttag der Schule. Sie putzen mit ihren Mitschülern den Festplatz und Spielplatz in Martinroda heraus. ...

13. April 2019 / 02:01 Uhr

Marie und Leni beteiligten sich wie die anderen Schüler der Regelschule Geraberg am Freitag am Umwelttag der Schule. Sie putzen mit ihren Mitschülern den Festplatz und Spielplatz in Martinroda heraus. Dabei halfen auch Mitarbeiter des Bauhofes. Die Kinder arbeiteten da, wo sie wohnen und waren damit über das gesamte Geratal verstreut. In Elgersburg gab es dann zur Belohnung eine Bratwurst.Foto: André Heß

Quelle: https://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/startseite/detail/-/specific/Festplatz-in-Martinroda-in-der-Fruehjahrskur-943932406TA / 13.04.19

Martinroda gemeindet Angelroda ein

Ihre Zukunft sehen die beiden Dörfer jedoch darin, Ortsteil von Ilmenau zu sein. Zwei Gemeinderätinnen plädieren heftig für eine Bürgerbefragung und ernten vor allem Unmut.

12. April 2019 / 02:50 Uhr
Auch diese Stute in Angelroda blickte noch nach Geschwenda. Aber sie hat keine Wahl, der Beschluss zur Eingemeindung Angelrodas nach Martinroda wurde mit sechs Ja- und einer Nein-Stimme gefasst. Foto: Hans-Peter Stadermann

Auch diese Stute in Angelroda blickte noch nach Geschwenda. Aber sie hat keine Wahl, der Beschluss zur Eingemeindung Angelrodas nach Martinroda wurde mit sechs Ja- und einer Nein-Stimme gefasst. Foto: Hans-Peter Stadermann

Martinroda. Die öffentliche Sitzung des Martinrodaer Gemeinderates am Mittwochabend hatte das Zeug dazu, in einem Eklat zu enden und auf längere Sicht die Zukunft von Angelroda und Martinroda zu verbauen.

Ihre ferne Zukunft sehen beide Dörfer darin, als Ortsteil von Ilmenau aufgenommen zu werden. Die Gegenwart jedoch lässt dies noch nicht zu. Das ist aus gemeinsamen Gesprächen der Bürgermeister von Elgersburg , Martinroda , Angelroda und VG- Chef Frank Geißler mit dem Ilmenauer Oberbürgermeister und der Bürgermeisterin sowie aus dem Antwortbrief von Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos) an die Gerataler Gesprächspartner zu entnehmen. Schultheiß stellte im Ergebnis eigener Absprachen klar, dass der Zeitpunkt einer Eingemeindung kommen wird, nur nicht wunschgemäß jetzt. Es werde komplexe Lösungen geben, worin die VG Geratal/ Plaue , aber auch Arnstadt eingebunden werden müssten. Martinrodas Bürgermeister Günther Hedwig (parteilos) zitierte aus diesem Brief und stellte den Sachverhalt im zeitlichen Kontext dar. Dieser steht in unmittelbarer Beziehung mit dem am Versammlungsabend vom Gemeinderat zu fassenden Vertrags- und Eingemeindungsbeschluss zwischen Angelroda und Martinroda und dessen Weitergabe nach Erfurt , um im Zuge der Gebietsreform im Herbst 2019, also in allerletzter Minute, Gesetzeskraft erlangen zu können. Die Angelrodaer Gemeinderäte hatten mit Bürgermeister Udo Lämmer (CDU) diese beiden Beschlüsse bereits einstimmig gefasst mit dem Zusatz, „keine Ortsteilverfassung“ und somit auch keinen Ortsteilbürgermeister haben zu wollen und zu brauchen.

Das Ende der vorläufigen Haushaltsführung für Angelroda

Angelroda gibt seine Selbstständigkeit mit der Eingemeindung auf, wohl wissend, dass fürs Dorf alle anderen Optionen perspektivlos sind. Für Angelroda und auch für Martinroda bringt die Eingemeindung Gewinn, was in der Argumentation und Diskussion des Für und Wider und durch Wortmeldungen der Angelrodaer Gemeinderäte, nebst VG- Chef Geißler , mit Zahlen belegt wurde. Das eingemeindete Angelroda komme so aus der Misere vorläufiger Haushaltsführung heraus. Der Ort stehe baulich gesehen super da, ohne Investitionsbedarf auf lange Zeit. Martinrodas Einwohnerzahl wächst auf über 1000, was ein Mehr an Schlüsselzuweisungen vom Land und zusätzlich eine Viertelmillion Euro „Eingemeindungsprämie“ zur Folge habe.

Zwei Gemeinderätinnen brachten in der Diskussion über die Beschlussvorlagen zur Eingemeindung aus vermutlicher Unkenntnis demokratischer Gepflogenheiten, die ihnen Bürgermeister Hedwig zu vermitteln versuchte, das Fass zum Überlaufen. Letztendlich ging es ihnen nur noch darum, dass in Martinroda vorher, ehe der Gemeinderat sich eine Meinung gebildet hat, eine Art Bürgerbefragung stattzufinden habe. In ihrer Verbalattacke verließen beide den Boden von Sachlichkeit und bedienten sich teilweise der Fäkalsprache. Sachlich fundiert argumentierten die Angelrodaer Gemeinderäte. Auch Bürgermeister Hedwig reagierte dämpfend und emotionslos. Gemeinderat Andreas Hergert beendete mit seinem Vorschlag zur Abstimmung das unwürdige Debakel. Der Beschluss zur Eingemeindung Angelrodas wurde mit sechs Ja- und einer Nein-Stimme gefasst. Der Vertragsbeschluss bekam sechs Ja-Stimmen bei einer Stimmenthaltung.

Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Martinroda-gemeindet-Angelroda-ein-1934006071Karl-Heinz Veit / 12.04.19

 

 Infostelle für Touristen im Bahnhof von Elgersburg

Projekt Kulturbahnhof erhält nach grundhafter Sanierung und Wohnungsbau eine weitere Nutzung.
Elgersburg grüßt ab Januar seine Gäste mit einem Tourismus-Point, der im Empfangsgebäude des Bahnhofes durch Stefan Wespa eingerichtet worden ist. Er kümmerte sich um Fördermittel und stellt Texte und Bilder über die Ortshistorie aus. Foto: André Heß

11. Dezember 2018 / 02:50 Uhr

Elgersburg grüßt ab Januar seine Gäste mit einem Tourismus-Point, der im Empfangsgebäude des Bahnhofes durch Stefan Wespa eingerichtet worden ist. Er kümmerte sich um Fördermittel und stellt Texte und Bilder über die Ortshistorie aus. Foto: André Heß

Elgersburg. Es ist sein Werk. Der Heimatforscher, Eisenbahnkenner und stellvertretende Bürgermeister von Elgersburg, Stefan Wespa, hat dafür gesorgt, dass in das Empfangsgebäude des Bahnhofs wieder Kultur einzieht. Schließlich heißt das Projekt auch Kulturbahnhof, das sich die Gemeinde mit eigenem und Fördergeld auf die Fahnen geschrieben hat.

In den letzten zwei Jahren wurde das Gebäude, nachdem es die Gemeinde unerwünschten Interessenten vor der Nase weggeschnappt hatte, grundhaft saniert, es entstanden fünf Wohnungen über ein Förderprogramm zur Dorferneuerung, und Anfang nächsten Jahres wird im Empfangsgebäude der Tourismus-Point übergeben.

Er habe den ehemaligen Fahrkartenschalter vor einer Überdeckung durch Gipskartonplatten retten können, sagt Wespa. Die letzte Fahrkarte gab es hier für Reisende 2005. Auch eine alte Bahnhofsuhr hängt wieder im Empfangsgebäude, das aber keine Wartehalle werden soll.

Stattdessen möchte hier die Gemeinde ihre Gäste und Touristen begrüßen, sie an einem Bildschirm mit Elgersburger Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Vereinen bekannt machen. Dazu liegen später auch Flyer der Vereine zum Mitnehmen im Regal aus. Freilich, das bedeutet auch, dass es wohl nie wieder eine Touristinformation auf der Elgersburg geben wird, was sicherlich auch viele Touristen bedauern werden.

Stefan Wespa, der Eisenbahn-Fan und Eisenbahn-Autor, lässt auch die Bahnhofsgeschichte wieder mit seinen Texten und alten Fotos aufleben.

Herzog Ernst II. hatte großes Interesse am Bahnanschluss von Elgersburg, fand er doch hier seine Kur-, Bade- und Jagdmöglichkeiten vor. Nach anfänglichem Streit über die Streckenführung wurde schließlich der Bahnhof auf einem verfüllten Dorfteich errichtet und an die Strecke Arnstadt-Plaue-Ilmenau angebunden, die am 6. August 1879 in Betrieb ging.

Die Historie verdeutlicht Stefan Wespa mit Bildern vom Bahnhof um 1900, als es noch dampfte und im Winter schneite. Auch eine Zeichnung vom Salonwagen des Herzogs, mit dem er einst Elgersburg besucht hat, ist zu sehen.

Viele Stunden habe er in Archiven zugebracht, sagt Stefan Wespa, eine historische Aufnahme bekam er auch vom Ilmenauer Heimatforscher Bernd Frankenberger, zudem kümmerte er sich um Fördermittel für den Tourismus-Point über das europäische Leader-Programm.

Ein Schließsystem, ein Monitor und zwei Überwachungskameras müssen noch eingebaut oder scharf geschaltet werden, dann stünde einer Einweihungsfeier im Januar nichts mehr im Wege.

Für einen Veranstaltungssaal als Anbau hat es bei dem Projekt Kulturbahnhof entgegen ursprünglicher Planungen aus finanziellen Gründen nicht gereicht. Der Dorfsaal soll künftig nach Umbau im Kaisersaal zu finden sein.

Für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit Wohnungsbau waren 650.000 Euro, für den Umbau zum Tourismus-Point weitere 85.000 Euro notwendig. Davon trug die Gemeinde jeweils 35 Prozent an Eigenmitteln. Für weitere 350.000 Euro soll der Vorplatz umgebaut werden, darin inbegriffen ist die Verlegung eines Weges und das Einrichten von Parkplätzen sowie drei Caravan-Stellplätzen.

Quelle: https://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/arnstadt/André Heß / 11.12.18