Aktuelles

Baubeginn für Radweg im Geratal

Für 65 000 Euro wird ein weiterer Abschnitt für die Thüringer Waldrandroute geschaffen. Strecke soll 2019 befahrbar sein

10. April 2018 / 22:07 Uhr
Im letzten Herbst testeten Ilm-Kreis-Fahrradbeauftragte Katharina Cherubim, Ilmenaus Fahrradbeauftragter a.D. Volker Fölsche, Volker Machleidt vom WSV Ilmenau, Beigeordneter Eckhard Bauerschmidt und Thea Vollmer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub aus Arnstadt den neuen Abschnitt bei Pennewitz. Foto: Arne Martius

Im letzten Herbst testeten Ilm-Kreis-Fahrradbeauftragte Katharina Cherubim, Ilmenaus Fahrradbeauftragter a.D. Volker Fölsche, Volker Machleidt vom WSV Ilmenau, Beigeordneter Eckhard Bauerschmidt und Thea Vollmer vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub aus Arnstadt den neuen Abschnitt bei Pennewitz. Foto: Arne Martius

Geraberg. Im Geraberger Ortsteil Arlesbergwurde am Montag mit den Arbeiten für einen weiteren Abschnitt der Thüringer Waldrandroute begonnen. Der Radweg soll künftig auf einer Länge von rund 125 Kilometern von Saalfeld nach Eisenach führen und ist als Alternative zum Rennsteigradweg im Süden und der Thüringer Städtekette im Norden des Freistaats gedacht. Durch den Ilm-Kreis verlaufen 30 Kilometer Strecke.

Nachdem im vergangenen Jahr bereits ein innerörtlicher Abschnitt in Gehren sowie die Anbindung zwischen Jesuborn und Pennewitz fertiggestellt wurden, wird die Route nun im Geratal ausgebaut. Der Radweg verläuft zwischen Geraberg und Gräfenroda zum Teil auf Forstwegen. Die Oberfläche des gestern begonnenen 700 Meter langen Zwischenstücks besteht aus einer wassergebundenen Schotterdecke, sagte der ehrenamtliche Beigeordnete des Ilm-Kreises, Eckhard Bauerschmidt (Die Linke). Die Kosten für den Abschnitt betragen 65 000 Euro.

Am Ausbau der Thüringer Waldrandroute beteiligt sich das Land mit einer Förderung von 90 Prozent für den reinen Radweg. Überall dort, wo die Strecke auf landwirtschaftlichen Wegen verläuft, werden 65 Prozent der Kosten übernommen.

Die Strecke der Waldrandroute verläuft ab der Gemarkungsgrenze von Pennewitz zu Königsee über Gehren, wo bis nach Ilmenau der Rennsteig-Ilmtal-Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse genutzt wird. In Ilmenau führt die Route weiter bis in den Ortsteil Roda. Von dort aus führt die Route durch das Moortal nach Elgersburg, wo sie bis Geraberg auf dem vorhandenen Gera-Radweg verläuft.

Neben dem am Montag begonnenen Abschnitt ist laut Eckhard Bauerschmidt in diesem Jahr noch ein weiterer Baustein in Frankenhain geplant. Der Anschluss nach Crawinkelund damit zum Nachbarkreis Gotha ist für das kommende Jahr vorgesehen. 2019 soll auch die gesamte Strecke befahrbar sein.

Die Gesamtkosten für die Thüringer Waldrandroute von Saalfeld nach Eisenachbetragen rund drei Millionen Euro.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/Arne Martius / 10.04.18

Kindergarten soll erweitert werden

Haushalt 2018 für Martinroda beschlossen 

30. Januar 2018 / 01:01 Uhr
Günther Hedwig ist Bürgermeister von Martinroda.Archiv-Foto: Ralf Ehrlich

Günther Hedwig ist Bürgermeister von Martinroda.Archiv-Foto: Ralf Ehrlich

Martinroda. Recht komfortabel ist die Haushalts- und Finanzsituation der Gemeinde Martinroda und offensichtlich solide war die Vorbereitung auf die Debatte zur Beschlussfassung der Haushaltsdokumente für 2018 in der Gemeinderatssitzung am Freitagabend. Demzufolge gab es von Seiten der Gemeinderäte zu keiner von Bürgermeister Günther Hedwig (parteilos) erläuterten Planposition Diskussionsbedarf.

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes für dieses Jahr beträgt 1 185 700 Euro. Und im Vermögenshaushalt schlagen 783 500 Euro zu Buche. Die Mittel des Vermögenshaushaltes plus eine Kreditaufnahme von 100 000 Euro, dem Aufbrauchen der Rücklage und 9 000 Euro Investitionspauschale vom Land Thüringen will die Gemeinde 783 500 Euro in Objekte und Vorhaben im Ort investieren.

Wohnungen werden saniert und modernisiert

Wohnungen im gemeindlichen Eigentum sollen im Kostenrahmen von 40 000 Euro teilweise saniert und modernisiert werden. Für den Kindergarten ist aufgrund des großen Zuspruchs und Bedarfs ein Erweiterungsbau geplant. Die dafür notwendige Bausumme wird in etwa mit 550 000 Euro veranschlagt.

Im Rahmen der Dorferneuerung werden Baumaßnahmen, wie die am alten Feuerwehrgerätehaus, zu Ende gebracht. Der neu zu gestaltende Gehweg in der Schulstraße soll 7 390 Euro kosten und wird aus Haushaltsrestmitteln bezahlt.

Umfassend begründete Günther Hedwig die Notwendigkeit einer Erhöhung des Steuerhebesatzes für Gewerbetreibende von gegenwärtig 357 Prozent auf 400 Prozent. Mit diesem Gewerbesteuer-Hebesatz erreicht Martinroda den fiktiven Steuersatz des Freistaates Thüringen und bekommt die volle Höhe des Finanzausgleiches. Gegenwärtig fehlen bereits 19 000 Euro Zuweisungsgeld. 25 000 Euro wären es im laufenden Jahr ohne die Veränderung.

Hedwig argumentierte und warb um Zustimmung mit dem Hinweis auf Zahlen der Nachbarkommunen, wo Ilmenau und Arnstadt mit 420 Prozent die Gewerbesteuern eintreiben. „Wenn wir jetzt 400 Prozent verlangen müssen, ist das keine extreme Steuerlast. Wir beugen uns ja nur dem freiwilligen Zwang“, sagte er mit Blick auf Forderungen der Landesregierung. Er verwies darauf, dass die Hebesätze der Grundsteuer A mit 300 Prozent und der Grundsteuer B für Hauseigentümer mit 289 Prozent unangetastet bleiben.

Die Umlage der Gemeinde für den Betriebshof wird von 99 Euro pro Einwohner auf 110 Euro steigen. „Für die Kreisumlage zahlen wir 8 000 Euro mehr, aber für die VG-Umlage 5000 Euro weniger“, lobte der Bürgermeister den Verwaltungsgemeinschafts-Chef Frank Geißler (CDU).

Dem Vermögenshaushalt werden 260 000 Euro zugeführt. 2017 waren es 315 000 Euro. Die Einnahmen aus dem allgemeinen gemeindlichen Grundvermögen (Mieten und Verkauf des Kräutergartens) steigen von vormals 170 000 Euro auf nun 205 000 Euro. Der Schuldenstand pro Einwohner erhöht sich mit der Kreditaufnahme auf 1 156 Euro. Einstimmig wurde der Haushalt 2018 beschlossen.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/Karl-Heinz Veit / 30.01.18

Filiale wird geschlossen 

30. Januar 2018 / 01:01 Uhr

Martinroda. Ab Jahresmitte wird die Sparkassenfiliale in Martinroda geschlossen und der Betrieb des Geldautomaten eingestellt. Dieser Entschluss folgte einer Nutzungsanalyse. Die Kosten bis zu 10 000 Euro im Jahr stünden in keinem Verhältnis zur Benutzung des Automaten.

Nur zirka 100 Leute nutzten im Ort die Gelegenheit für eingeschränkte Sparkassen-Bankgeschäfte, informierte Bürgermeister Günther Hedwig (parteilos) im Gemeinderat. Das Dienstleistungsauto der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau fährt einmal wöchentlich den Ort an.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/ilmenau/TA / 30.01.18

Hinweis über die Fälligkeiten der Grundsteuern

Die Fälligkeiten die Grundsteuern für das Jahr 2018 sind jeweils am 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11.

Quelle: Geratalanzeiger vom 12.01.2018

Mehrere Bewerber für Markt-Grundstück in Ilmenau

Tegut verzichtete auf Abgabe eines Angebots. Lebensmittelanbieter wird nach Abschluss des Verfahrens bekannt gegeben

06. Januar 2018 / 02:50 Uhr
Unterhalb der Erfurter Straße soll der neue Supermarkt gebaut werden. Foto: Ralf Ehrlich

Unterhalb der Erfurter Straße soll der neue Supermarkt gebaut werden. Foto: Ralf Ehrlich

Ilmenau. Für das zum Verkauf ausgeschriebene Grundstück zum Bau eines Supermarkts im Ilmenauer Wohngebiet „Am Friedhof Ost“ haben sich mehrere Bewerber interessiert. Wie die Stadtverwaltung am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, habe ein Lebensmitteldiscounter bereits den Zuschlag erhalten. Um welches Unternehmen es sich handelt, werde nach Abschluss des Verfahrens bekannt gegeben, hieß es.

Ein Anbieter war jedenfalls nicht unter den Bewerbern – und gerade für den hatten sich mehrere Leser unserer Zeitung interessiert: die tegut... gute Lebensmittel GmbH & Co. KG.

Wie das Unternehmen gegenüber unserer Zeitung erklärte, sei die vorhandene Grundstücksgröße nicht ausreichend. „Leider ist dort nur ein Markt von cirka 800 Quadratmetern Verkaufsfläche möglich. Dies ist für einen zukunftsfähigen Standort in Ilmenau für uns keine Option“, teilte Sprecherin Stella Kircher mit. Der Lebensmittelanbieter schließt deswegen die Stadt als Standort für eine Filiale nicht aus. „Tegut... würde sich sehr freuen, nach Ilmenau zu kommen, benötigt aber eine Verkaufsfläche von rund 1500 Quadratmetern“, fügte die Sprecherin hinzu.

Nur kleine Lücken in der Kernstadt

Einen zusätzlichen Supermarkt über die Fläche im Wohngebiet hinaus sieht aber wiederum das Einzelhandelskonzept für Ilmenau nicht vor.

So heißt es zur Ausstattung der Stadt mit Discountern: „Es lässt sich feststellen, dass die Ilmenauer Kernstadt ein gutes räumliches Versorgungsnetz aufweist, in welchem sich z.T. Radien überlappen. Es sind nahezu keine Versorgungslücken auszumachen.“ Lediglich in den östlichen Randbereichen „treten kleinere unterversorgte Gebiete hervor, die jedoch nicht auf einen Nachholbedarf schließen lassen, sondern ein übliches Bild widerspiegeln“, geht aus dem Einzelhandelskonzept hervor. Somit bleibt Kunden des Unternehmens tegut weiterhin nur die nächst gelegene Filiale in Langewiesen.

Auf den Standort in Ilmenau aufmerksam gemacht hatte die Lebensmittelkette Landtagsmitglied und Stadtrat Andreas Bühl (CDU). „Wir wurden im Vorfeld vom Landtagsabgeordneten [...] zu dem besagten Standort angesprochen und haben diesen auch aufgrund der öffentlichen Ausschreibung des Grundstückes geprüft“, teilte die Sprecherin mit. Das allerdings mit dem Ergebnis, dass das Grundstück zu klein sei.

Auf die schlechte Versorgungssituation in der Oberstadt zwischen Hangeberg und Lärchenwäldchen hatte die Fraktion der Freien Wähler im Stadtrat vor einigen Jahren hingewiesen. Nach der Aufgabe einer Penny-Filiale in der Erfurter Straße blieben den Bewohnern des Stadtteils, darunter nach Schilderungen von Fraktionsvorsitzendem Bernd Frankenberger viele ältere Bürger, nur noch die Supermärkte in der Kernstadt.

Doch mit dem neuen Wohngebiet „Am Friedhof Ost“ nahm die Diskussion über einen weiteren Lebensmittelanbieter an Fahrt auf. Immerhin 121 Bauplätze wurden geschaffen – auf den meisten stehen bereits Häuser und fast alle wurden verkauft. Zudem werden auch die Einwohner im Ortsteil Roda und im benachbarten Martinrodazu den möglichen Kunden eines Supermarkts gezählt.

Die Stadtverwaltung hatte das Grundstück in der Blumenstraße 1 im Herbst des vergangenen Jahres öffentlich ausgeschrieben. Das Mindestgebot für einen Kauf lag bei 90 Euro pro Quadratmeter. Die Einsendefrist für Interessenten endete Ende September 2017.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/Arne Martius / 06.01.18