Aktuelles

Dorferneuerung
letzte Anträge bis 15.01.2019 möglich

Private Antragsteller der Gemeinde Martinroda können letztmalig Förderanträge zum 15.01.2019 für die Jahre 2019 bis 2021 stellen.

Förderantragsformular

Als Anlagen zum Antrag sind des Weiteren noch folgende Unterlagen notwendig:

-Kopie Grundbuchauszug (Eigentumsnachweis)

-vollständig ausgefülltes Antragsformular mit Unterschriften aller Eigentümer (Seite 6), Seite 6 Unterschrift Bürgermeister (Gemeinde)

-Bescheinigung in Steuersachen aller Antragsteller

-3 Angebote für die Dacheindeckung

-Fotos der Maßnahme (Wohnhaus/Dacheindeckung)

Da Ihr Förderantrag normalerweise über das betreuende Planungsbüro zum 15.01.2019 komplett vollständig bei der Förderstelle eingereicht werden muss, bitten wir Sie alle notwendigen Anlagen bis spätestens zum 04.01.2019 über uns einzureichen oder aufgrund von Zeitgründen direkt beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha abzugeben.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Schneevoigt unter der Telefonnummer (0361) 44 13 141 gern zur Verfügung.

Thüringer Landgesellschaft mbH
Weimarische Straße 29 b
99099 Erfurt

Telefon:0361 4413-141

Fax: 0361 4413-272

www.thlg.de
www.ludwigstein-erfurt.de

 

Infostelle für Touristen im Bahnhof von Elgersburg

Projekt Kulturbahnhof erhält nach grundhafter Sanierung und Wohnungsbau eine weitere Nutzung.
Elgersburg grüßt ab Januar seine Gäste mit einem Tourismus-Point, der im Empfangsgebäude des Bahnhofes durch Stefan Wespa eingerichtet worden ist. Er kümmerte sich um Fördermittel und stellt Texte und Bilder über die Ortshistorie aus. Foto: André Heß

11. Dezember 2018 / 02:50 Uhr

Elgersburg grüßt ab Januar seine Gäste mit einem Tourismus-Point, der im Empfangsgebäude des Bahnhofes durch Stefan Wespa eingerichtet worden ist. Er kümmerte sich um Fördermittel und stellt Texte und Bilder über die Ortshistorie aus. Foto: André Heß

Elgersburg. Es ist sein Werk. Der Heimatforscher, Eisenbahnkenner und stellvertretende Bürgermeister von Elgersburg, Stefan Wespa, hat dafür gesorgt, dass in das Empfangsgebäude des Bahnhofs wieder Kultur einzieht. Schließlich heißt das Projekt auch Kulturbahnhof, das sich die Gemeinde mit eigenem und Fördergeld auf die Fahnen geschrieben hat.

In den letzten zwei Jahren wurde das Gebäude, nachdem es die Gemeinde unerwünschten Interessenten vor der Nase weggeschnappt hatte, grundhaft saniert, es entstanden fünf Wohnungen über ein Förderprogramm zur Dorferneuerung, und Anfang nächsten Jahres wird im Empfangsgebäude der Tourismus-Point übergeben.

Er habe den ehemaligen Fahrkartenschalter vor einer Überdeckung durch Gipskartonplatten retten können, sagt Wespa. Die letzte Fahrkarte gab es hier für Reisende 2005. Auch eine alte Bahnhofsuhr hängt wieder im Empfangsgebäude, das aber keine Wartehalle werden soll.

Stattdessen möchte hier die Gemeinde ihre Gäste und Touristen begrüßen, sie an einem Bildschirm mit Elgersburger Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Vereinen bekannt machen. Dazu liegen später auch Flyer der Vereine zum Mitnehmen im Regal aus. Freilich, das bedeutet auch, dass es wohl nie wieder eine Touristinformation auf der Elgersburg geben wird, was sicherlich auch viele Touristen bedauern werden.

Stefan Wespa, der Eisenbahn-Fan und Eisenbahn-Autor, lässt auch die Bahnhofsgeschichte wieder mit seinen Texten und alten Fotos aufleben.

Herzog Ernst II. hatte großes Interesse am Bahnanschluss von Elgersburg, fand er doch hier seine Kur-, Bade- und Jagdmöglichkeiten vor. Nach anfänglichem Streit über die Streckenführung wurde schließlich der Bahnhof auf einem verfüllten Dorfteich errichtet und an die Strecke Arnstadt-Plaue-Ilmenau angebunden, die am 6. August 1879 in Betrieb ging.

Die Historie verdeutlicht Stefan Wespa mit Bildern vom Bahnhof um 1900, als es noch dampfte und im Winter schneite. Auch eine Zeichnung vom Salonwagen des Herzogs, mit dem er einst Elgersburg besucht hat, ist zu sehen.

Viele Stunden habe er in Archiven zugebracht, sagt Stefan Wespa, eine historische Aufnahme bekam er auch vom Ilmenauer Heimatforscher Bernd Frankenberger, zudem kümmerte er sich um Fördermittel für den Tourismus-Point über das europäische Leader-Programm.

Ein Schließsystem, ein Monitor und zwei Überwachungskameras müssen noch eingebaut oder scharf geschaltet werden, dann stünde einer Einweihungsfeier im Januar nichts mehr im Wege.

Für einen Veranstaltungssaal als Anbau hat es bei dem Projekt Kulturbahnhof entgegen ursprünglicher Planungen aus finanziellen Gründen nicht gereicht. Der Dorfsaal soll künftig nach Umbau im Kaisersaal zu finden sein.

Für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit Wohnungsbau waren 650.000 Euro, für den Umbau zum Tourismus-Point weitere 85.000 Euro notwendig. Davon trug die Gemeinde jeweils 35 Prozent an Eigenmitteln. Für weitere 350.000 Euro soll der Vorplatz umgebaut werden, darin inbegriffen ist die Verlegung eines Weges und das Einrichten von Parkplätzen sowie drei Caravan-Stellplätzen.

Quelle: https://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/arnstadt/André Heß / 11.12.18