Kultur & Soziales

Erstmalig erwähnt wurde Neusiß im Jahre 1427.

Nach verschiedenen Erbauseinandersetzungen erfolgte 1704 der Wechsel zum
Amt Ilmenau und somit zu Sachsen-Gotha. Das war die letzte staatliche Änderung bis 1919.

Zu dieser Zeit lebten in Neusiß 290 Einwohner in 51 Wohnhäusern. Bereits im Jahre 1833
wurde eine Abwasserleitung im Ort verlegt, 1901 erfolgte der Bau der Hochdruckwasserleitung
mit Anschluß aller Wohnhäuser und von 1911-1914 wurde der gesamte Ort an das elektrische
Stromnetz angeschlossen. 1949/50 erfolgte der Bau des Kindergartens, eine Schule gab es
bereits seit 1698.

Sie wurde jedoch im Jahr 1973 geschlossen und beherbergt seither die
Gemeindeverwaltung. Nach der Wende wurden im Ort alle Straßen und Gehwege saniert und im
Rahmen des Dorferneuerungsprogramms das Spritzenhaus neu gebaut, Fenster, Türen und
Dächer der Gemeindehäusern erneuert, eine neue Turmuhr angeschafft, Plätze, Anlagen,
ö ffentliche Einrichtungen und der Kindergarten neu gestaltet. Ebenfalls durch das
Dorferneuerungsprogramm erhielten verschiedene Wohnhäuser und Nebengebäude ein
neues Aussehen. 2001 lebten in Neusiß 286 Bürger.

Heute gibt es in Neusiß eine Kirche, die Gemeindeverwaltung mit Dorfgemeinschaftshaus,
ein Spritzenhaus, den Kindergarten mit Spielplatz, den Jugendclub, eine Gaststätte, eine Pension,
einen Reitplatz, einen Hundesportplatz, eine Kleingartenanlage, 2 Brunnen und 4 Denkmäler.

Um den Ort und die Umgebung kennenzulernen sind Gäste recht herzlich willkommen.

Sehenswert ist der Dorfplatz mit der Kirche, die 1840/42 erbaut wurde.
Sie besitzt ein schiefergedecktes Walmdach und eine noch funktionstüchtige
mechanische Turmuhr von 1874. [zur Kirchgeschichte]

Der alte dörfliche Charakter ist bis heute erhalten geblieben und
wird durch das Dorferneuerungsprogramm "Agenda 21" gefördert.

Neusiß blickt auf eine lange Geschichte von Fuhrunternehmen zurück.
Pferde haben heute noch in Neusiß eine besondere Bedeutung für den Ort
am Rande des Thüringer Waldes.

Seit 2008 findet im Mai der Neusißer Pferdetag mit Tier- und Technikschau statt. Neben Pferden verschiedener Rassen werden Tiere und Technik des ländlichen Raumes gezeigt. 

Ein Spaziergang durch den Ort kann genauso entdeckungsreich sein wie eine
Wanderung in die nahe Umgebung der Reinsberge bei Plaue oder durch die reizvolle
Cyraue zum Bettelborn nach Kleinbreitenbach.

Die Freiwillige Feuerwehr von Neusiß, die es seit 18. Oktober 1882 gibt,
richtet alljährlich auch Ihren Ausscheid aus, zudem viele Wehren aus den Nachbargemeinden
gegeneinander zum Wettkampf antreten und in gemütlichen Atmosphäre die Abende der
Veranstaltung ausklingen lässt.

Zu einer schönen Tradition ist das jährliche Osterfeuer geworden, das auf dem Reitplatz
in Neusiß durch den Reiterverein veranstaltet wird. Hier treffen sich jung und alt
in gemütlicher Runde versammelt um das Lagerfeuer.

Der Am 15. November 1998 errichtete Gedenkstein auf dem Friedhof in Neusiß.
Er wurde zum Gedenken an die "gefallenen Söhne der Gemeinde Neusiß" aufgestellt. 40 Jahre lang war die Möglichkeit einen solchen Gedenkstein zu setzen nicht gegeben und mit der "Wende" hat sich auch dieses Problem für die betroffenen Angehörigen gelöst.
Diese Tafel trägt 30 Namen für die Kriegsjahre 1939 - 1945.