Aktuelles

Dritter bei Sternmarsch in Bücheloh

18. Januar 2018 / 01:01 Uhr

Martinroda. Zur Jahresversammlung der freiwilligen Feuerwehr gab Jugendfeuerwehrwartin Karin Fliedner auch einen Bericht über die Arbeit des Feuerwehrnachwuchses im vergangenen Jahr. Dazu ließ sie die anderen Kameraden und Gäste in einem Fotobuch blättern. Man habe beim Sternmarsch der Jugendfeuerwehren in Bücheloh einen dritten Platz erreicht, dabei musste man sich auch mit Karte und Kompass auskennen. Es durfte aber an der Station nicht vorgesagt werden, das hätten die Ausbilder rigoros bestraft. Eine geplante Kanufahrt in Berka an der Werra fiel regelrecht ins Wasser, da es die ganze Zeit in Strömen geregnet habe und wegen der Strömung und des Hochwassers eine Fahrt unterbunden wurde. Gecampt haben die Jugendlichen trotzdem und waren im Schwimmbad. Weitere Höhepunkte bildeten ein Treffen mit Jugendfeuerwehren im Schullandheim Gerabergund eine Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus in Martinroda.

Die Jugendfeuerwehr Martinroda hat 13 Mitglieder. Sie wurden von den Feuerwehrkameraden der Einsatzabteilung bei ih­rer Ausbildung und ihren Veranstaltungen fachmännisch begleitet.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/André Heß / 18.01.18

Nach sechs Minuten ausgerückt, mehr Einsätze in Geraberg

Zur Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Martinroda bekommen die Mitglieder eine Aufwandsentschädigung

15. Januar 2018 / 02:43 Uhr
Befördert wurden zum Feuerwehrmannanwärter Christian Rübsam und Max Wolff, zum Oberfeuerwehrmann Dominic Militzer und Christian Schreyer, zum Hauptfeuerwehrmann Robin Fliedner und Patrick Wolf. VG-Chef Frank Geißler und Wehrleiter Andreas Fliedner begleiteten die Kameraden im Treppenhaus der Feuerwehr. Foto: André Heß

Befördert wurden zum Feuerwehrmannanwärter Christian Rübsam und Max Wolff, zum Oberfeuerwehrmann Dominic Militzer und Christian Schreyer, zum Hauptfeuerwehrmann Robin Fliedner und Patrick Wolf. VG-Chef Frank Geißler und Wehrleiter Andreas Fliedner begleiteten die Kameraden im Treppenhaus der Feuerwehr. Foto: André Heß

Martinroda. Als am Freitag Bayern und Leverkusen die Bundesligarückrunde eröffneten, hielt Wehrleiter Andreas Fliedner seinen Bericht zur Jahresversammlung der freiwilligen Feuerwehr Martinroda. Acht Mal mussten die Kameradinnen und Kameraden im vorigen Jahr ausrücken, dreimal zu Einsätzen in Martinroda, fünfmal nach Geraberg.

Sie brauchten nur zwischen fünf und sieben Minuten zum Ausrücken, waren also schnell wie die Feuerwehr, doch meistens stellte sich das Ereignis nicht als zu schwerwiegend dar. Ein Elektrobrand am Gries wurde gemeldet, als der Bewohner eine Stichflamme am Verteiler sah, gebrannt hatte aber nichts.

Zur Beseitigung einer Ölspur war nur ein Kamerad geeilt, nach einem Verkehrsunfall nahe der Ludwigsquelle wurde die Unfallstelle abgesichert. Bei einem Fahrzeugbrand in Geraberg in der Nacht kamen die Martinrodaer vor Ort nicht zum Einsatz, bei einem Wohnhausbrand im August in Geraberg waren sie mit vier Kameraden zur Stelle. Doch Feuerwehrarbeit ist mehr als Alarmierung, insgesamt haben die freiwilligen Helfer 1743 Stunden abgeleistet, darunter 69 zu Einsätzen und 483 zur Ausbildung. Dazu gehörte die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen für Truppführer, Sprechfunk und Motorsägenführer. Man hielt sich mit Dienstsport und Volleyball fit und begleitete die Jugendfeuerwehr bei ihren Aktionen. Verwaltungsgemeinschaftvorsitzender Frank Geißler (CDU) dankte den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und überreichte jedem der zwölf Mitglieder der Einsatzabteilung eine Aufwandsentschädigung von 75 Euro. Die könnte nach seiner Meinung durch den Landkreis ruhig verdoppelt werden, anstatt die Mitglieder kostenlos im Dorf parken lassen zu wollen oder gratis ins Museum zu schicken. Der Meinung schloss sich der neue Kreisbrandmeister Matthias Amling an, der für das Geratal und Obere Geratal zuständig ist. Die frei gewordenen Stellen von zwei Gemeindearbeitern konnten jetzt mit zwei Feuerwehrleuten aus Martinroda besetzt werden, das würde sich auf die Tageseinsatzbereitschaft positiv auswirken, schätzte Geißler ein. In der Woche zwischen 7 und 17 Uhr würden nur zwei Kameraden zur Verfügung stehen, sagte der Wehrleiter in seinem Bericht.

Dann verkündete er, dass die Feuerwehr Martinroda in Neusiß beim „Nachtlauf im Löschangriff“ mit einer alten Feuerwehrpumpe aus DDR-Zeiten den ersten Platz in dieser Kategorie belegt habe. „Es muss ja niemand wissen, dass es keinen zweiten Platz gab“, fügte er ehrlicherweise noch hinzu.

Zu den Aufgaben der Feuerwehr gehörte das Absichern von Veranstaltungen, wie Weihnachtsbaumverbrennen, Osterfeuer, Sandhasenlauf. Aber auch das Fußballpokalspiel Martinroda gegen Erfurt, der Umzug des Kirmesvereins und des Kindergartens zum Martinsfeuer wurden fachgerecht begleitet.

Die Feuerwehr hat 13 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und sieben Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung. Jüngstes Mitglied dort ist Hartmut Brehm, der nach 27 Jahren in der Feuerwehr aus dem aktiven Dienst ausgeschieden ist. Bei der abschließenden Wahl wurde Andreas Fliedner wieder als Wehrleiter bestätigt.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/André Heß / 15.01.18

Ehrenamt ist Freude und Verpflichtung gleichermaßen

Zum Tag des Bürgers wurden gestern fünf Projekte im Rahmen des Wettbewerbs „Stark im Verein“ ausgezeichnet

02. Dezember 2017 / 01:01 Uhr
Die Ehrenamtler freuten sich riesig über ihre Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Stark im Verein". Sie können nun neue Projekte umsetzen, für die bislang mitunter das Geld fehlte. Dedr erste Preis ging an den BSSV Arnstadt.Foto: Hans-Peter Stadermann

Die Ehrenamtler freuten sich riesig über ihre Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Stark im Verein". Sie können nun neue Projekte umsetzen, für die bislang mitunter das Geld fehlte. Dedr erste Preis ging an den BSSV Arnstadt.Foto: Hans-Peter Stadermann

Arnstadt. Sie sind die stillen Helden des Alltags. Bescheiden, aber dennoch rührig, wenn es darum geht, Lücken zu schließen. Das, was Ehrenamtler tun, könnte man mit Geld nicht bezahlen. Umso wichtiger ist es, ihnen zu danken für ihr Engagement.

Seit Jahren richtet der Ilm-Kreis daher in der Vorweihnachtszeit den Tag des Bürgers aus, um die stillen Helden des Alltags in den Mittelpunkt zu rücken. So auch gestern Abend in der Arnstädter Stadthalle.

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Im Rahmen des Empfangs zeichneten Sparkasse Arnstadt-Ilmenau und Thüringer Allgemeine die Teilnehmer der letzten Runde des Wettbewerbs „Stark im Verein“ in diesem Jahr aus.

Der recht junge Wander- und Freizeitverein Arnstadt wurde gegründet, um Kinder weg vom Fernsehen locken. Nicht nur eine Sportgruppe für die Jüngsten gibt es. Regelmäßig zieht es Jung und Alt auch gemeinsam in die Natur. Jahreshöhepunkt war eine Wanderung in den Sommerferien auf dem Rennsteig. Zwei Wochen ohne Handy – und doch gab es nur strahlende Kindergesichter. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein solches Camp geben. 200 Leser gaben dem Wander- und Freizeitverein ihre Stimme, so dass die nächste Tour mit 200 Euro unterstützt wird.

Seit nunmehr 18 Jahren gibt es das Kick-Box-Team Arnstadt. Viele Menschen aus dem Ilm-Kreis haben die Mitglieder schon in Aktion erlebt. Denn werden irgendwo große Feste gefeiert, sind sie oft mit Aufführungen vertreten. Sportlich haben die Mitglieder schon zahlreiche Podeste erobert. Neun Weltmeistertitel wurden bereits geholt. Wo viel trainiert wird, gibt es allerdings auch Verschleiß. Das Kick-Box-Team möchte neue Trainingsmatten anschaffen. 316 Stimmen sammelten die Sportler und sicherten sich damit eine Unterstützung in Höhe von 250 Euro.

„Ohne Jugend stirbt irgendwann die Feuerwehr“, sagt Thomas Ollenburg vom Jugendfeuerwehr-Förderverein Geratal. Die Kameraden der Wehren Geraberg, Martinroda, Elgersburg und Neusiß haben schon vor Jahren erkannt, dass sie aktiv den Nachwuchs fördern müssen, um später gut besetzte Einsatzabteilungen zu haben.

Geld für Jugendarbeit und Sportgruppe

Der Verein engagiert sich nicht nur bei der Ausbildung der Jungen und Mädchen, sondern bietet auch so manches Freizeitangebot, das die Kameradschaft stärkt und die Motivation der Kinder und Jugendlichen hoch hält. Die Feuerwehrcamps, Feiern und Co. kosten allerdings etwas Geld, so dass Spenden unabdingbar sind. 424 Stimmen sammelte der Jugendfeuerwehr-Förderverein bei unserem Wettbewerb. Das bedeutet einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für die nächsten Aktivitäten.

Ruhig und beschaulich liegt das kleine Örtchen Liebenstein. Doch sollte man nicht annehmen, dass dort nichts los ist. Dafür sorgen seit dem Jahr 2000 unter anderem die Mitglieder des Rasselbockvereins. Arbeitseinsätze im Dorf leisten sie ebenso, wie sie kulturelle Veranstaltungen auf die Beine stellen. Das Sport- und Kinderfest, das Parkfest, das Martinsfest oder auch die Märchentheateraufführungen sind nur einige Höhepunkte im Dorfleben, die hier genannt werden sollen. 467 Stimmen sammelten die Rasselböcke. Das bedeutet 750 Euro für die Vereinskasse, um weitere Feste auf die Beine stellen zu können.

Eine wertvolle Arbeit leistet der Behinderten- und Seniorensportverein Arnstadt. Menschen mit einer Behinderung trainieren in den Sportgruppen ebenso wie Patienten, die durch Sport ihre Gesundheit stabilisieren wollen. Ganz neu ist ein Angebot, das sich an Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen richtet. Sie leiden unter chronischen Schmerzen, trauern, sind depressiv. So unterschiedlich ihre Diagnose auch sein mag, so ähneln sich doch die Auswirkungen: Die Betroffenen schotten sich ab, ziehen sich aus dem Leben zurück, vereinsamen.

In der neuen Sportgruppe können sie nicht nur wieder Kontakte knüpfen. Gezielte Übungen helfen ihnen auch dabei, die Psyche wieder zu stabilisieren, offener, positiver gestimmt in die Zukunft zu schauen. Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden, dafür fehlen bislang aber noch einige Sportgeräte. 870 Leser stimmten für den Behinderten- und Seniorensportverein ab. Dafür gibt es einen Zuschuss von 1000 Euro.

Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 02.12.17

Begeisterung bei Jugend wecken

Verein fördert Nachwuchs

11. November 2017 / 01:01 Uhr

Geraberg. „Ohne Nachwuchs stirbt irgendwann die Feuerwehr.“ Es ist nur ein Satz, mit dem Thomas Ollenburg (im Bild) beschreibt, warum im Jahr 2000 der Jugendfeuerwehr-Förderverein Geratal gegründet wurde. Nicht nur die Wehr in Geraberg, sondern auch die in Martinroda, Elgersburg und Neusiß soll so gestärkt werden.

Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren werden angesprochen und kontinuierlich ausgebildet. Ziel ist, dass sie mit Erreichen der Volljährigkeit in die Einsatzabteilungen der Wehren aufrücken und so für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.

Der Förderverein kümmert sich nicht nur um spannende Ausbildungsangebote für den Nachwuchs, sondern auch um viele Freizeitaktivitäten, die dafür sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen als Mannschaft zusammenwachsen. Viel Wert wird dabei auf die Zusammenarbeit zwischen den Orten gelegt, denn auch die Einsatzabteilungen kooperieren bei ihren Einsätzen und müssen sich dabei blind verstehen. Da ist es von Vorteil, dass schon die Jüngsten so gearbeitet haben.

Extrem beliebt beim Nachwuchs ist das jährliche Feuerwehrcamp. Aber auch gemeinsame Übungen werden organisiert, Ausflüge und Feiern. Jeder kennt im Geratal jeden. Was alle eint: die Liebe zur Feuerwehr.

Um immer neue Angebote machen zu können, sei natürlich ein gewisser finanzieller Grundstock nötig, sagt Vereinschef Thomas Ollenburg. Daher sei die Teilnahme am Wettbewerb „Stark im Verein“ eine gute Möglichkeit, einen Zuschuss für die Arbeit des Fördervereins zu bekommen. Er hofft, dass viele Feuerwehrfreunde und Unterstützer für den Förderverein abstimmen.

Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 11.11.17

Die Feuerwehr lebt, wenn Begeisterung bei der Jugend glüht

Stark im Verein Rühriger Förderverein kümmert sich seit nunmehr 17 Jahren um den Nachwuchs für die Brandschützer im Geratal

04. November 2017 / 01:01 Uhr
Die Jugendfeuerwehren von Martinroda und Geraberg üben regelmäßig zusammen, auch Elgersburg und Neusiß sind oft mit im Boot, wenn es um die Ausbildung und Freizeitaktivitäten geht.Fotos: Britt Mandler (6)

Die Jugendfeuerwehren von Martinroda und Geraberg üben regelmäßig zusammen, auch Elgersburg und Neusiß sind oft mit im Boot, wenn es um die Ausbildung und Freizeitaktivitäten geht.Fotos: Britt Mandler (6)

Geraberg. „Na, hoffentlich kriege ich den Handschuh alleine wieder an.“ Thomas Ollenburg schmunzelt, als er dieses kleine Stoßgebet hört. Der Feuerwehrmann, der es aufgesagt hat, ist etwa acht Jahre alt. Da tut man sich noch schwer mit dem Anlegen der Schutzkleidung.

Und doch ist es wichtig, auch beim Feuerwehrnachwuchs schon auf solche Dinge zu achten, weiß Ollenburg. Denn später, im richtigen Einsatz, muss jeder Handgriff sitzen. Das An- und Ausziehen der Handschuhe auch in Stresssituationen gehört ganz einfach dazu.

Es ist Sonntagmorgen. Ein eisiger Wind pfeift über den Hof der Geraberger Schule. Doch dass der Herbst Einzug gehalten hat, scheinen die Mitglieder der Jugendwehren von Martinrodaund Geraberg, die hier gemeinsam üben, gar nicht zu merken.

Sie haben einen ganz klaren Auftrag: Im Jugendraum, der sich direkt neben dem Feuerwehrgebäude befindet, qualmt es. Ein Erkundungstrupp soll zunächst verletzte Personen suchen und bergen, dann muss gelöscht werden.

Doch ganz so einfach ist das nicht. Denn um in den Raum zu kommen, müssen erst einmal lange Leitern vom Feuerwehrauto geholt und sicher zu dem Bungalow transportiert werden. Auch das Orientieren im Raum ist nicht einfach: Die Augen der Nachwuchskräfte sind verbunden. Würde es nämlich tatsächlich brennen, wäre die Sicht in dem Raum gleich null. Auch komplett ausgebildete Einsatzkräfte bewegen sich in einem solchen Fall auf allen Vieren und tastend durch ein verqualmtes Gebäude.

Wenig später wird das erste „Opfer“ auf eine Krankentrage geschnallt. Das Bein ist gebrochen. Patient Nummer zwei ist ebenso verletzt.

Während der Erkundungstrupp noch vor Ort ist, haben andere Kinder und Jugendliche schon eine Schlauchstrecke aufgebaut und fangen an zu löschen. Freilich nicht im Jugendraum, es ist ja nur eine Übung. Aber auf dem Schulhof dürfen sie nach Herzenslust Wasser verspritzen und das Zielen mit dem kalten Nass üben.

Die Kinder und Jugendlichen sind mit Feuereifer dabei. Damit das so bleibt, hat sich im Jahr 2000 der Jugendfeuerwehr-Förderverein Geratal gegründet. Die Mitglieder koordinieren nicht nur gemeinsame Ausbildungen der Jugendwehren von Geraberg, Martinroda, Elgersburg und Neusiß. Auch riefen sie eine Bambiniwehr ins Leben, wo schon Knirpse ab sechs Jahren mitmachen. Und sie denken sich regelmäßig Dinge aus, die das Feuerwehrleben für den Nachwuchs interessant machen. Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen über Jahre bei der Stange bleiben und später in die Einsatzabteilungen wechseln. „Ohne Jugend stirbt irgendwann die Feuerwehr“, begründet Vereinschef Thomas Ollenburg, warum sich die Mitglieder so intensiv engagieren.

Natürlich sei es mitunter anstrengend, immer wieder neue Ideen zu entwickeln und die vielen Ausbildungsdienste abzusichern, gibt Thomas Ollenburg zu. Letztlich lohne sich der Aufwand aber.

2018 plant der Förderverein ein Ganzjahresprojekt mit immer neuen Höhepunkten für die Kinder. Das kostet natürlich. Daher bewerben sich die Ehrenamtler auch beim Wettbewerb „Stark im Verein“.

Geplant ist nicht nur die Ausrichtung des jährlichen, sehr beliebten Jugendcamps. Auch ein Spaßbad soll besucht werden, eine Bootsfahrt ist geplant. Und der Verein plant, einen Film über die Arbeit der Jugendfeuerwehr zu drehen. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist zugleich auch eine gute Werbung, um weitere Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 04.11.17

Auch bei vollem Einsatz kommt Spaß nicht zu kurz

Die Jugendfeuerwehren aus dem Geratal treffen sich zum gemeinsamen Camp.

05. Oktober 2017 / 05:08 Uhr
Wenn Gefahr im Verzug ist, wird auch schon mal der Helm zur Schöpfkelle. Hier ist die Jugendfeuerwehr Martinroda in Aktion. Foto: Berit Richter

Wenn Gefahr im Verzug ist, wird auch schon mal der Helm zur Schöpfkelle. Hier ist die Jugendfeuerwehr Martinroda in Aktion. Foto: Berit Richter

Neusiß. Nur nicht die Fahne verlieren! Die Mädchen und Jungen in den Feuerwehruniformen haben in Neusiß ein besonderes Auge auf ihre jeweilige Flagge. Tags zuvor wurde die gestaltet, sie verkündet nun, welche Jugendfeuerwehr gerade die jeweilige Station anläuft. Doch nicht nur das: „Sie haben die Aufgabe, auf ihre Fahne aufzupassen, wenn eine andere Feuerwehr sie erbeutet, gibt es Punktabzug“, erklärt Andrea Walther vom Jugendfeuerwehr-Förderverein Geratal.

Dieser hatte wieder zu seinem Jugendcamp geladen. 63 Kinder aus den Jugendwehren von Elgersburg, Geraberg, Martinroda, Neusiß, Ilmenau-Roda und auch junge Kameraden der Geraberger Partnerwehr waren bei dem Camp. Sie alle erlebten drei Tage im Geraberger Landschulheim. „Dort sind wir immer bestens untergebracht und versorgt“, sagt Andrea Walther.

Am zweiten Tag ging es geschlossen nach Neusiß zum Wettstreit. An sechs Stationen wurde Wissen, Können und Geschicklichkeit abgefordert. So musste unter anderem Wasser von einem Eimer in einen anderen transportiert werden, durch einen Feuerwehrschlauch hindurch. Da wurde schnell mal der Helm zur Schöpfkelle umfunktioniert. Nicht nur, dass man sich dafür in Neusiß traf, freute Bürgermeister Ralf Hühn, sondern vor allem, „dass wir seit diesem Jahr eine Jugendfeuerwehr haben und die heute teilnimmt“. Schon 14 Mitglieder umfasst die Truppe, und Hühnist froh, „dass uns der Kreis bei der notwendigen Ausbildung der Verantwortlichen geholfen hat“.

Hühn wünschte sich, „dass wir uns nächstes Jahr hier wiedersehen“. Doch wie es mit dem Jugendfeuerwehrcamp im Geratal weitergeht, steht im Moment in den Sternen. „Wir bekommen keine finanzielle Unterstützung von der Verwaltungsgemeinschaft mehr“, bedauert Andrea Walther. „Jetzt suchen wir schon überall Sponsoren. Das ist nicht einfach.“

Dabei soll das Camp den jungen Teilnehmern vor allem zwei Dinge vermitteln. Dass man bei der Feuerwehr trotz allem Einsatz richtig Spaß haben kann und dass Gemeinschaft und Teamwork ganz wichtig sind.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/Berit Richter / 05.10.17


Feuerwehrleute diskutieren über Zukunft

Beim Thüringer Landesfeuerwehrverband wird bereits in Planungsregionen gearbeitet: In vier Regionalkonferenzen haben Thüringer Feuerwehrleute über die Zukunft debattiert.

24. Juni 2017 / 03:09 Uhr
Staatssekretär Udo Götze (SPD/l.) diskutierte mit Kameradinnen und Kameraden aus vier Landkreisen. Foto: Fabian Klaus

Staatssekretär Udo Götze (SPD/l.) diskutierte mit Kameradinnen und Kameraden aus vier Landkreisen. Foto: Fabian Klaus

Nordhausen. Beim Thüringer Landesfeuerwehrverband wird bereits in Planungsregionen gearbeitet. Der Blick auf die Orte der insgesamt vier Regionalkonferenzen, die den Basis-Dialog fördern sollen, zeigt das – anders ausgedrückt: Die Interessenvertreter der Thüringer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden agieren in viel größeren Strukturen, als die Landesregierung sie mit der Gebietsreform schaffen will.

Das merkt auch Innenstaatssekretär Udo Götze (SPD) an. Er steht den Feuerwehrleuten beim Basis-Dialog zur Gebietsreform Rede und Antwort. Ein Thema, das von Stadtilm über Hermsdorf und Schleusingen bis nach Nordhausen kontrovers diskutiert wird. Aber, das wird vor allem in Nordhausen am Donnerstagabend deutlich, auch mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Landesregierung.

Wenn schon Gebietsreform, so wird mehrfach am Tisch von Udo Götze kundgetan, dann solle sie auch dafür sorgen, dass für die Feuerwehren zukunftsfähige Strukturen entstehen und ehrenamtliche Arbeit weiterhin im Ort möglich bleibt.

Nordhausens Landrat Ingo Jendricke (SPD), früher Bürgermeister in Nordhausen, berichtet aus Erfahrung – und macht deutlich, dass es die Ortsteilfeuerwehren sehr wohl zu schätzen gewusst hätten, dass es nach der kommunalen Fusion mit Nordhausen Unterstützung der Kameradinnen und Kameraden der Berufsfeuerwehr bei der alltäglichen Arbeit gegeben habe – ein Stichwort: Technikwartung.

Dienstvorschrift 2 braucht Modernisierung

Diese Erfahrung ordnet sich in die Reihe der Diskussionspunkte ein, die Feuerwehrverbandschef Lars Oschmann schon zum Jahreswechsel im Interview mit unserer Zeitung aufmachte: Bei größeren Strukturen brauche es mehr hauptamtliche Kräfte, die die Ehrenamtlichen in den Feuerwehren unterstützen.

Die Erfahrung eines Kameraden aus dem Kyffhäuserkreis ist indes jene, dass kleine Feuerwehren oftmals die Einsatzbereitschaft nicht mehr sicherstellen könnten. In seiner Kommune, die eine Stützpunktfeuerwehr stellt, spüre er das deutlich – denn immer häufiger verließen sich Nachbargemeinden auf die mannsstärkere Wehr.

Anderswo wird indes diskutiert, wie man das Ehrenamt attraktiver gestalten kann – denn allein über neue Gebietsstrukturen, auch das ist Konsens am Abend in Nordhausen, wird es nicht gelingen, mehr junge Menschen zur Feuerwehr zu bringen. Da ist die Rede von der Kopplung des Feuerwehrdienstausweises mit der Ehrenamts-card, von Vergünstigungen, die angeboten werden könnten – aber auch von Aufwandsentschädigungen für den ehrenamtlichen Dienst, die angehoben werden sollten.

Daneben sprechen die Feuerwehrleute darüber, ob ihre Uniform noch zeitgemäß ist und ob sich nicht an der Ausbildung etwas ändern müsse. Dass die sogenannte Feuerwehrdienstvorschrift 2 (Ausbildung) einer Modernisierung bedürfe, darüber sei man sich einig gewesen, sagt Jörg Henze, Leiter der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz. Er hatte am zweiten von drei Tischen zu diesem Thema diskutiert. Verbandschef Lars Oschmann debattierte am dritten Tisch zur Uniform – immer nach 35 Minuten wechselten die Gruppen. „World Café“ heißt diese Methode, durch die für eine konstruktive Gesprächsatmosphäre entstanden ist.

Quelle:  http://jena.otz.deFabian Klaus / 24.06.17

 

Mit brennendem Eifer in den Feuerwehrtag der Kreisjugend

Der Wettkampf in Ichtershäusener Stadion bereitet den Nachwuchs gut vor. Stadtilms Jugendfeuerwehr gewinnt vor Geraberg und Martinroda.

16. Mai 2017 / 05:45 Uhr
Jeder Teilnehmer des Wettkampfes am Kreisjugendfeuerwehrtag hat mit brennendem Erzgeiz seine persönlich beste Leistung gebracht, um auch für seine Mannschaft stark zu sein und Kampfgeist zu zeigen. Foto: Robin Korb

Jeder Teilnehmer des Wettkampfes am Kreisjugendfeuerwehrtag hat mit brennendem Erzgeiz seine persönlich beste Leistung gebracht, um auch für seine Mannschaft stark zu sein und Kampfgeist zu zeigen. Foto: Robin Korb

Ichtershausen. Premiere feierte die Kreisjugendfeuerwehr am Samstag. Zum ersten Mal wurde im Marcel-Kittel-Sportzentrum in Ichtershausen der Kreisjugendfeuerwehrtag ausgetragen. Die Wettkampfbedingungen im Stadion waren optimal. Die Stationen, die die teilnehmenden Wehren zu absolvieren hatten, waren nicht im ganzen Dorf zerstreut, sondern konnten hier in Sichtweite absolviert werden.

Um bei den Bundeswettbewerben gut mithalten zu können, sollten die Kinder und Jugendlichen an die hitzige Wettkampfsituation gewöhnt werden. Zudem wurden durch die neue Anordnung die Laufwege verkürzt. Auch hatten es die Organisatoren so leichter, die vielen Teilnehmer zu betreuen.

279 Nachwuchskräfte aus 25 Jugendfeuerwehren, die sich zu 30 Mannschaften zusammengefunden hatten, waren angereist. Neben der Ichtershäusener Nadelprinzessin wurden sie von der Landrätin Petra Enders (Linke) begrüßt, die auch noch die Chance nutzte, dem Kreisfeuerwehrverband ein Geschenk von 300 Euro zu überreichen für die Kinder- und Nachwuchsarbeit.

Die Stationen, die die Teilnehmer bestehen mussten, gingen von Bilderpuzzlen über kognitive Einheiten, wie etwa der Gerätekunde, bis hin zu sportlichen Schnelligkeitsübungen. Im Vordergrund stand natürlich der Spaß und der damit einhergehende Lernerfolg.

Vertieft wird dabei aber auch der Feuerwehrgedanke "Retten, Löschen, Bergen, Schützen". Und, ganz wichtig, auch der olympische Gedanke zählt, so René Sieber, Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes des Ilmkreises.

Bei den Teilnehmern merkte man deutlich das feurige Temperament, was in ihnen steckte und die Leidenschaft, mit der sie ihre Aufgaben angingen. Es ist nicht zuletzt der Verdienst von den vielen neuen Jugendwarten, dass so viele junge Menschen sich für die Feuerwehr interessieren. So wurde 2015 die Marke von 600 Neuzugängen bei den Jugendfeuerwehren geknackt. Die Tendenz ist weiterhin steigend.

Letztlich zählten am Samstag auch Punkte: Stadtilms Jugendfeuerwehr siegte vor Geraberg und Martinroda. Das Gewinnertrio verwies die anderen Nachwuchswehren auf die Plätze.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/Robin Korb / 16.05.17

 

Erste Hilfe, Knoten und Wasser

Beim Sternmarsch in Wümbach testen die Nachwuchskameraden der Freiwilligen Feuerwehren ihr Fachwissen, aber auch ihre Geschicklichkeit.

Martin und Mark von der Jugendfeuerwehr Martinroda wissen, wie man die richtigen Knoten macht.

Martin und Mark von der Jugendfeuerwehr Martinroda wissen, wie man die richtigen Knoten macht.

Wümbach - "Stellt euch vor, drei Kinder spielen. Dabei geht es etwas wild zu. Ein Kind verletzt sich. Ein offener Unterschenkelbruch, der stark blutet. Was ist zu tun?", umreißt Ramona Schierwagen von der Ortsgruppe Gräfinau-Angstedt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Aufgabe. Anne und Andreas von der Jugendfeuerwehr Martinroda müssen nicht lange überlegen, während Justin das "Opfer" spielt. Notruf absetzen, den Verletzten auf eine Decke legen, Erste-Hilfe-Koffer auspacken, alles klappt wie am Schnürchen.

"Wo sind die Handschuhe?", fragt Anne. Ramona Schierwagen nickt anerkennend. Nicht alle denken an diesem Tag daran, bei der Ersten Hilfe auch sich selbst zu schützen. Nach wenigen Minuten ist Justins "Wunde" verbunden, der Junge wärmend zugedeckt und in stabile Seitenlage gebracht. Nur einen kleinen Hinweis hat die erfahrene Ersthelferin für den Feuerwehrnachwuchs: "Die Brille hättet ihr ihm abnehmen müssen." Macht aber bei diesem Szenario nichts. Es gibt trotzdem volle Punktzahl.

Derweil zermartern sich Christian, Max und Denise den Kopf beim Wissenstest rund um die Erste Hilfe. Mit 18,5 von 20 möglichen Punkten schneiden die Martinrodaer auch da gut ab. "Es läuft ganz gut", kann die zehnköpfige Truppe nach der übernächsten Station, den Knoten, konstatieren. Mastwurf, Zimmermannsschlag und Co gilt es vorzuführen. Volle Punktzahl auch hier. Unter die besten drei wird es am Ende trotzdem nicht reichen.

Den Sieg holt sich die Jugendfeuerwehr Stadtilm, vor den Gastgebern aus Wümbach und dem Riechheimer Feuerwehrnachwuchs. Herrliches Frühlingswetter begleitet in diesem Jahr den Sternmarsch der Kreisjugendfeuerwehr. 38 Jugendfeuerwehren nehmen daran teil. 364 Kinder und Jugendliche stellen sich dem Wettstreit. An acht Stationen gilt es Wissen und Geschicklichkeit zu demonstrieren. Da müssen Leinenbeutel geworfen und Brandklassen bestimmt werden. Das Gewichtschätzen beim Naturkundequiz finden die jungen Kameraden besonders schwierig.

Eher eine willkommene Abkühlung ist die Aufgabe, Wasser zu transportieren, mit Plastebecher und einzelnen Röhren. Denn da geht so mancher kühlende Tropfen daneben. An der von Ramona Schierwagen und ihrer DRK-Nachwuchsgruppe betreuten Station ist mittlerweile die Böhlener Jugendfeuerwehr eingetroffen. Für die junge Truppe ist die Erste Hilfe eine rechte Herausforderung, sind die Jüngsten doch gerade sechs Jahre alt. Sabrina Ernst hilft beim Lesen der Quizaufgaben. Rosaly und Pauline versorgen derweil "Opfer" Jeremy. Dass da noch nicht alles klappen kann, versteht auch Ramona Schierwagen. "Die Kinder sollen heute ja auch etwas lernen", sagt sie und erklärt, wie man einen Druckverband anlegt.

Während sich Anne, Andreas und Justin aus Martinroda (rechtes Bild) schon sehr gut in Erster Hilfe auskennen, gibt es für Pauline, Jeremy und Rosaly aus Böhlen Tipps von Ramona Schierwagen. Fotos: Richter

Während sich Anne, Andreas und Justin aus Martinroda (rechtes Bild) schon sehr gut in Erster Hilfe auskennen, gibt es für Pauline, Jeremy und Rosaly aus Böhlen Tipps von Ramona Schierwagen. Fotos: Richter

Christian, Max und Denise aus Martinroda testen ihr theoretisches Erste-Hilfe-Wissen.

Christian, Max und Denise aus Martinroda testen ihr theoretisches Erste-Hilfe-Wissen.  

Quelle: insuedthueringen.de, 02.04.2017, Berit Richter

 

Martinroda will an seiner Jugendfeuerwehr festhalten

13.06.2016 - 05:27 Uhr

Martinroda (Ilm-Kreis). Am Samstag wurde das 20-jährige Bestehen gefeiert. Zum Jubiläum gab’s neben vielen guten Worten auch Geld.

Wasser marsch! Bei dieser Schauvorführung löschen die jungen Feuerwehrleute den Brand eines kleinen Holzhauses. Foto: Nora GinterWasser marsch! Bei dieser Schauvorführung löschen die jungen Feuerwehrleute den Brand eines kleinen Holzhauses. Foto: Nora Ginter

Wasser marsch! Bei dieser Schauvorführung löschen die jungen Feuerwehrleute den Brand eines kleinen Holzhauses. Foto: Nora Ginter

Von weitem schon hört man die Sirene im Ort. Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Martinroda machen sich auf, um den Brand eines kleinen Holzhauses zu löschen. Mit einem Einsatzfahrzeug gelangen sie zum Einsatzort, rollen die verschieden großen Schläuche aus und fangen unter den Augen Dutzender Besucher an, das Feuer zu löschen.

Anlass der Vorführung ist das 20-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr, das am Samstag gefeiert wurde. Die Jugendfeuerwehr wurde am 28. Mai 1996 gegründet. Zurzeit hat sie neun Mitglieder. Verantwortlich für sie ist Jugendwartin Karin Fliedner. Wir können sehr froh sein, wie sich die Jugendfeuerwehr in den letzten Jahren entwickelt hat. Es ist immer schwierig Nachwuchs zu finden. Oft schon war es so, dass wir nur wenige Mitglieder hatten und nur einige zum Einsatz anwesend waren. Daher ist die Jugendfeuerwehr für uns so wichtig, erklärte Bürgermeister Günther Hedwig den Besuchern.

Aus diesem Grund übergab er der Jugendwartin Geld, um das Fortbestehen der Jugendfeuerwehr zu sichern. Außerdem wurden Michael Trautmann und Hartmut Brehmfür 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr von Bürgermeister und KreisbrandmeisterStefan Sandmann geehrt.

Die Besucher der Feuerwache konnten an diesem Tag den Umgang mit Feuerlöschern lernen, sich über Brandmelder informieren und sehen, was bei einer Fettbrandexplosion passiert. Auf die kleinen Besucher warteten Kinderschminken, Fahrten mit dem Feuerwehrauto und ein Quiz. Außerdem lud die Feuerwehr andere Wehren ein, um an einem Wettkampf mit einer 125 Jahre alten Handdruckpistole teilzunehmen. Die Aktion Kenn dein Limit ermöglichte es, die Umgebung durch eine Promillebrille zu sehen und verschiedene Aufgaben zu lösen.

Kinder können ab acht Jahren mitmachen

Der 14-jährige Martin Kapp ist seit sechs Jahren bei der Jugendfeuerwehr tätig. Mir machen vor allem die Löschübungen Spaß. Natürlich gehört auch die Theorie dazu, aber die macht nicht ganz so viel Spaß, erklärt er lachend.

Aber nicht nur Theorie und Praxis gehören dazu, auch Ausflüge werden organisiert. So geht es beispielsweise in das Schullandheim nach Geraberg, auf die Bergwachthütte nachManebach und zu verschiedenen Wettkämpfen mit anderen Jugendwehren.

Interessierte Kinder können bereits mit acht Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten. Laut Thüringer Gesetz ist dies bereits mit sechs Jahren möglich, doch wir können uns das personell einfach nicht leisten, die Kleinen zu beschäftigen, gibt Wehrleiter Andreas Fliedner zu. In der Jugendfeuerwehr lernen sie Löschangriffe, Wissenswertes über Geräte und Fahrzeuge sowie Knoten.

Wer in der Jugendfeuerwehr aktiv ist, kann seine zweijährige Grundausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau verkürzen, erläutert der Wehrleiter. Als Feuerwehrmann-Anwärter kann man nur an einem Einsatz mit einem erfahrenen Feuerwehrmann teilnehmen. Im Moment haben wir 13 Mitglieder. Acht davon kamen aus der Jugendfeuerwehr. Ohne sie könnten wir keine Einsätze fahren. Der Übertritt erfolgt im Alter von 16 Jahren. Heute sind viele Kinder der Jugendwehr mit ihren Familien da, aber es wäre schön, wenn wir neuen Nachwuchs begrüßen könnten. Wenn sie mit 25 Jahren noch bei uns sind, kann man sagen, dass man es geschafft hat und sie bei uns bleiben. Im Moment haben wir fünf 20-Jährige. Wenn 3 von ihnen bleiben, wäre das ein voller Erfolg. Das Problem besteht schon immer, dass viele aus beruflichen oder privaten Gründen die Feuerwehr verlassen müssen. So kann man ihnen nur wünschen, dass immer genug Kameraden für die Einsätze zur Verfügung stehen.

Nora Ginter / 13.06.16 / TA

Z0R0065571044

 

 

Zahl der Einsätze für die Feuerwehr Martinroda im Jahr 2015 verdoppelt

11.01.2016 - 05:35 Uhr

Martinroda (Ilm-Kreis). Die freiwilligen Einsatzkräfte wurden 22 mal gerufen. Waldbrände hielten Kameraden in Atem. Wenig Nachwuchssorgen.

 

Die Geehrten und Beförderten mit Wehrleiter Andreas Fliedner und Kreisbrandmeister Stefan Sandmann (obere Reihe). Foto: Arne Martius

Die Geehrten und Beförderten mit Wehrleiter Andreas Fliedner und Kreisbrandmeister Stefan Sandmann (obere Reihe). Foto: Arne Martius

Mit 22 Einsätzen ist die freiwillige Feuerwehr von Martinroda im vergangenen Jahr doppelt so oft ausgerückt wie 2014. „Wir waren ganz schön gefordert“, stellte Wehrleiter Andreas Fliedner am Freitagabend fest. Allein 13 Mal wurden die Ehrenamtlichen zu Bränden gerufen – 17 Einsätze wurden in Mitgliedsorten der Verwaltungsgemeinschaft Geratal absolviert. Bei zwei Notrufen konnte die Martinrodaer Feuerwehr nicht ausrücken, weil sie unter der Woche wie viele andere auch mit Personalmangel zu kämpfen hat. „Zwischen 7 und 17 Uhr haben wir Probleme, da ist die Einsatzbereitschaft kritisch“, erklärte Andreas Fliedner. Von der insgesamt 12-köpfigen Einsatzgruppe waren durchschnittlich 8 bis 9 Mitglieder bei Einsätzen dabei – die Ausrückezeit beträgt 6 Minuten. Alles in allem wurden im vergangenen Jahr 1116 Stunden ehrenamtlich abgeleistet.

Gut aufgestellt ist die Jugendfeuerwehr des Ortes unter Leitung von Karin Fliedner. Elf Mitglieder zählt die Nachwuchsabteilung, von der 2015 ein Feuerwehrmann in die aktive Wehr aufgenommen wurde.

Der Feuerwehrverein unter Leitung von Dominik Barth sorgte unterdessen dafür, dass im vergangenen Jahr ein Gasmessgerät angeschafft werden konnte. Darüber hinaus übernahmen die Mitglieder unter anderem die Versorgung der aktiven Einsatzkräfte bei Lehrgängen – und machten das Feuerwehrgerätehaus winterfest, geht aus dem Rechenschaftsbericht hervor.

Bei der finanziellen Anerkennung in Höhe von 75 Euro für jedes aktive Mitglied gestandFrank Geißler (CDU), Vorsitzender der Geratalgemeinschaft, sich diesmal weit aus dem Fenster zu lehnen: Ohne genehmigten Haushalt „dürfte ich das eigentlich nicht“, sagte er.Geißler bedankte sich ebenso wie Bürgermeister Günter Hedwig (parteilos) bei der Arbeit der Feuerwehrleute. Zwar gehe es im Haushalt von Martinroda immer enger zu – Abstriche aber an der Unterstützung der Feuerwehr werde man aber nicht machen, sagte der Ortschef. Die Brandschützer seien im schlechtesten Fall die letzten, denen Mittel gestrichen werden, erklärte Hedwig sinngemäß. Explizit hob er die Nachwuchsarbeit hervor: „Das läuft fantastisch“, fand der Bürgermeister.

Auszeichnungen

  • Beförderung zum Feuerwehrmannanwärter: Dominic Militzer und Christian Schreyer
  • Beförderung zum Oberfeuerwehrmann /-frau: Patrick Wolf, Maria Rose und Mario Schelle
  • Ausgezeichnet für 60 Jahre Dienst in der Feuerwehr: Peter Geiß
  • Anerkennung für ihr Engagement beim Dienstsport: Robin und Patrick

Arne Martius / 11.01.16 / TA

Martinroda hat eine aktive und erfolgreiche Jugendfeuerwehr

21.01.2015 

Martinroda (Ilm-Kreis). Karin Fliedner gab als Jugendwartin einen Rückblick auf das Jahr 2014 mit Sternmarsch, Kreisfeuerwehrtag und Jugendcamp.
 
 
Auch im Januar 2014 trafen sich die Mitglieder der Jugendwehr wie gewohnt jeden Sonntag zur wöchentlichen Ausbildung. Archivfoto
Spontan 100 Euro gab Bürgermeister Günter Hedwig aus seiner Kasse an die Martinrodaer Jugendfeuerwehr, nachdem Jugendwartin Karin Fliedner auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehrwehr über die Aktivitäten der Jugend im Jahr 2014 berichtet hatte.
 
Den Worten von Karin Fliedner war zu entnehmen, dass für die Jugend das vergangene Jahr ein spannendes war mit zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen.
 
Auch im Januar 2014 trafen sich die Mitglieder der Jugendwehr wie gewohnt jeden Sonntag zur wöchentlichen Ausbildung. Nachdem zwei Mädchen aus den Reihen der Jugendwehr verabschiedet worden waren, kamen in den ersten Monaten jeweils sonntags zwei Mädchen und acht Jungs zwischen 9 und 16 Jahren zur Ausbildung. Zum Jahresende zählte die Jugendwehr elf aktive Mitglieder.
 
Im März mussten die Mitglieder beim Sternmarsch in Rudisleben ihre Kenntnisse im feuerwehrtechnischen Bereich unter Beweis stellen. Daneben war auch Wissen in Naturkunde gefragt und sie mussten beweisen, dass sie zusammenarbeiten können. "Aber irgendetwas klappte nicht so richtig, denn wir belegten nur den 16. Platz", sagteKarin Fliedner.
 
Auch rund um das Osterfest war die Jugend aktiv - sammelte Holz, betreute das Osterfeuer, backte Waffeln, verkaufte Getränke und half bei der Tombola. Alle Lose wurden verkauft.
 
Im Juni fand in Plaue der Kreisjugendfeuerwehrtag statt. "Die kniffeligen Spiele, wie zum Beispiel Spaghetti in Makkaroni einfädeln und das noch mit dem Mund, waren nicht unsere Stärke - leider belegten wir nur Rang 21. Aber wir verzagen nicht, denn Übung macht ja bekanntlich den Meister", erklärte Karin Fliedner.
 
Kurz vor den schulischen Sommerferien sausten die Mitglieder der Jugendwehr mit ihren Betreuern die Ilmenauer Rennschlittenbahn herab. Wer liegt am besten in der Kurve, wer lenkt am geschicktesten? Am Schluss wurde der Sieger ermittelt, das Eis jedoch gab es, wie es sich für einen Mannschaft gehört, für alle.
 
Kaum hatte die Schule wieder begonnen, mussten die Jugendlichen beim Sportwettkampf in Marlishausen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Nach dem Urlaub waren alle ausgeruht und gut in Form. Hindernislauf, Sack hüpfen, Korb werfen, Schlauchkegeln und Kleiderbügelzielwurf waren für sie keine große Hürde - Martinroda erreichte den dritten Platz.
 
Bald darauf ging es übers Wochenende zum Feuerwehrjugendcamp nach Geraberg ins Schullandheim. Dort kam der gesamte Feuerwehr-Nachwuchs aus der Verwaltungsgemeinschaft Geratal und aus Lahnau zusammen. Eine große Übung gehörte zum Programm: Die Mitglieder der Jugendwehren spielten die Verletzten, und die Frauen und Männer der Einsatzabteilungen trainierten ihr Zusammenwirken.
 
Karin Fliedner bedankte sich zum Abschluss ihres Berichtes bei allen, die das rege Jugendfeuerwehrleben ermöglichen.
 
Hanns Stamm 21.01.15 TA

 

Feuerwehr von Martinroda erhält eine neue Pumpe

12.01.2015

Martinroda (Ilm-Kreis). Auf der Jahreshauptversammlung blickte der Wehrleiter auf 2014 zurück. Sensibler Brandmelder im Seniorenheim Geraberg.

 

Die Beförderten und Ausgezeichneten der Martinrodaer Feuerwehr: Andreas Fliedner, Patrick Wolf, Hartmut Brehm, Robin Fliedner, Mario Schelle, Frank Elle und Maria Rose. Foto: Hanns Stamm

Verkehrsunfälle, Fehlalarme und ein stecken gebliebenes Löschfahrzeug - das waren die hauptsächlichen Erinnerungen, die Wehrleiter Andreas Fliedner auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Martinroda seinen Mitstreitern nochmals ins Gedächtnis rief.

Bevor der Wehrleiter auf das Jahr 2014 zurückblickte, begrüßte er im Schulungsraum der Wehr unter anderem Frank Geißler (CDU), Chef der Verwaltungsgemeinschaft Geratal,Günter Hedwig (Freie Wähler), Bürgermeister von Martinroda, Stefan Sandmann, Kreisbrandmeister, und Ortsbrandmeister Matthias Schneider.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wurden im vergangen Jahr zu elf Einsätzen gerufen. So erfolgte unter anderem am 19. Juli, 4. August, 9. Oktober und am 8. Dezember eine Alarmierung durch die Brandmeldeanlage des Seniorenheimes in Geraberg in der Leitstelle des Ilmkreises. Schnell eilten die Einsatzkräfte in ihr Gerätehaus, doch noch vor dem Ausrücken gab es Entwarnung. Es war ein Fehlalarm.

Die Agrargenossenschaft Martinroda plante die Inbetriebnahme einer Biogasanlage, deshalb war es im Vorfeld nötig, dass die Wehren aus dem Geratal und aus Ilmenau eine gemeinsame Übung durchführten. Angenommen wurde ein Brand an der Biogasanlage, der sich auf einen Stall ausweitet. Getestet wurde die Ergiebigkeit der Zisterne, die Förderung des Wassers über eine lange Wegstrecke sowie das Abschalten der Solaranlage.

Einige kleine Probleme machten während der Übung deutlich, was bei gemeinsamen Übungen und Einsätzen noch zu verbessern ist, hieß es von Andreas Fliedner. Als größtes Problem hat sich die Martinroda Wasserpumpe entpuppt, die nach gut 20 Minuten ihren Geist aufgab. Ein alte Pumpe aus den Jahren vor 1989 übernimmt derzeit deren Aufgabe.

Gemeinsam mit den Mitgliedern der Martinrodaer Jugendwehr war die aktive Wehr für die Wasserversorgung bei der zweiten gemeinsamen Übung der Geratalwehren und des Jugendcamps im Geraberger Schullandheim zuständig.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Martinroda, so Andreas Fliedner, nehmen regelmäßig an Standortausbildungen teil, ebenso an Kreisausbildungen und absolvierten erfolgreich verschiedene Lehrgänge und beteiligen sich mehr oder minder aktiv am Dienstsport.

Auch bei Festen im Ort sind die Mitglieder der Feuerwehr aktiv, egal ob beim Osterfeuer, Sandhasenlauf oder bei Martinsfeuer.

Derzeit sind 13 Frauen und Männer Mitglied der aktiven Wehr, 11 Mitglieder hat die Jugendwehr und 5 die Alters- und Ehrenabteilung. Insgesamt wurden 1331 Stunden geleistet.

Nachdem auch die Jugendwartin und der Vereinsvorsitzende über die Aktivitäten innerhalb des Jahres 2014 informiert hatten, dankte Frank Geißler den Mitgliedern der Wehr für ihre Einsatzbereitschaft und erklärte, dass die Feuerwehr bald ihre neue Pumpe zur Verfügung habe.

Auch Bürgermeister Hedwig ging auf die defekte Pumpe ein und lobte den guten Umgang und die gute Pflege der Technik insgesamt. Denn dadurch könne man ja derzeit auf die bewährte und funktionierende russische Technik zurückgreifen.

Ortsbrandmeister Matthias Schneider warnte vor der Gefahr, einen Alarm nicht ernstzunehmen. Die Brandmelder im Seniorenheim seien, so Schneider, sehr empfindlich. Die schlagen sogar an, wenn dort jemand ein Haarspray benutzt. Sein Fazit: Lieber einmal zu oft ausgerückt, als Leben zu riskieren.

Am Ende der Jahreshauptversammlung wurden Maria Rose zur Feuerwehrfrau befördert,Patrick Wolf zum Feuerwehrmann, Frank Elle und Robin Fliedner zum Oberfeuerwehrmann und Hartmut Brehm zum Oberlöschmeister. Andreas Fliednerwurde mit dem Feuerwehrehrenkreuz des Ilm-Kreises in Bronze geehrt. Als neues Mitglied wurde Mario Schelle in die aktive Wehr aufgenommen.

Hanns Stamm / 12.01.15 / TA

 

Jugendarbeit wird groß geschrieben 

Die Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr Martinroda zählt derzeit beachtliche elf Mitglieder. Das mag wohl auch an der intensiven Nachwuchsarbeit liegen, in die viel Zeit investiert wird.


Stolze elf Mitglieder zählt die Jugendwehr in Martinroda.
Foto: b-fritz.de

 Martinroda - Für einen kleinen Ort wie Martinroda ist die Zahl derer, die sich in der Feuerwehr engagieren, doch recht hoch. Zwölf Aktive zählt die Erwachsenenwehr, hinzu kommen fünf Altersveteranen. Und währen andere Gemeinden damit zu kämpfen haben, Nachwuchs für ihre Truppe zu finden, kann man sich in Martinroda eigentlich nicht beklagen: Elf Kinder und Jugendliche im Alter von derzeit neun bis 16 Jahren - zwei Mädchen und neun Jungs - treffen sich jeden Sonntag um zehn Uhr zu Übungen in Theorie und Praxis.

"Gut eineinhalb Stunden lang lernen wir Gerätekunde, Knoten und vieles mehr", erklärt Jugendwartin Karin Fliedner. Die 23-jährige Informatikstudentin kümmert sich um die Kids, sie ist selber schon viele Jahre als Mitglied in der Feuerwehr aktiv.

Einmal im Monat wird für den Feuerwehrnachwuchs nun immer donnerstags ein Spieleabend veranstaltet, bei dem es mal nicht vorrangig um Feuerwehrarbeit, sondern mehr um die Geselligkeit geht.

"Die Kinder spielen für ihr Leben gerne. Unsere nächste Anschaffung soll deshalb auch eine Tischtennisplatte oder ein Kickertisch sein, damit sich die Kids beschäftigen können", sagen Karin Fliedner und ihr Vater, Wehrleiter Andreas Fliedner, der dieses Amt seit 2007 innehat.

"Wir geben uns sehr viel Mühe bei der Nachwuchsarbeit", sagt Fliedner und fügt hinzu: "Wir gehen regelmäßig in die Kitas und Schulen und machen dort Schauübungen, um den jungen Leuten die Arbeit unserer Wehr näherzubringen", meint er.

Zudem besuche man einmal im Jahr mit dem Nachwuchs das Jugendfeuerwehrcamp in Geraberg, veranstalte zu Weihnachten und anderen besonderen Anlässen Feiern und lade die Kinder regelmäßig zu Ausflügen ein.

Junge engagierte Mitglieder suche die Feuerwehr in Martinroda immer, schließlich weiß Fliedner, dass auch einige derer, die jetzt noch aktiv sind, zur Ausbildung oder zum Studium möglicherweiseden Wohnort wechseln müssen und dann nicht mehr dabei sein können.

Wer sich über die Feuerwehr Martinroda informieren möchte, der kann das bei der Erwachsenenwehr immer freitags ab 19 Uhr tun. Der Nachwuchs trifft sich sonntags 10 Uhr. "Vorbeischauen ist immer möglich. Wir freuen uns über Interessierte und geben gerne einen Einblick in unsere Arbeit", so der Wehrleiter. Für Fragen steht Andreas Fliedner telefonisch unter 0157/71725569 zur Verfügung.

Ehrenamtliches Engagement soll in der Aktion "Goldener Daumen" anerkannt werden. Finanzielle Zuwendungen für Projekte sind über die gemeinsame Aktion von Freies Wort und der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau möglich. Monatlich werden drei Ehrenamtliche geehrt und erhalten 1000, 500 oder 250 Euro für ihre Projekte. Wenn auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, aktive ehrenamtliche Frauen und Männer kennen, dann schreiben Sie uns. Vorgestellt werden sie alle, die Jury entscheidet über die Preisvergabe.                                                  

Von Jennifer Brüsch

Quelle: inSüdthüringen.de

 

Sternmarsch der Jugendfeuerwehren aus dem Ilmkreis

Aus dem einst eher unansehnlichen und undichten Feuerlöschteich wurde mit Hilfe von Geldern aus der Dorferneuerung ein Böhlener Schmuckstück, das noch nie von soviel Jugend eingerahmt wurde wie zum Jugendfeuerwehr-Sternmarsch am Samstag. Foto: Gerd Schmidl
  • Aus dem einst eher unansehnlichen und undichten Feuerlöschteich wurde mit Hilfe von Geldern aus der Dorferneuerung ein Böhlener Schmuckstück, das noch nie von soviel Jugend eingerahmt wurde wie zum Jugendfeuerwehr-Sternmarsch am Samstag. Foto: Gerd Schmidl
Beim Sternmarsch der Jugendfeuerwehren des Ilmkreises waren die gastgebenden Böhlener nicht zu schlagen. 345 Kinder und Jugendliche plus Helfer aus 29 Jugendfeuerwehren gingen bei den Wettbewerben an den Start.
Böhlen. Rot und Blau waren am Samstagvormittag die dominierenden Farben rund um den Dorfteich. Der war von Mitgliedern der Ilmkreis-Jugendfeuerwehren komplett eingeschlossen. 345 Teilnehmer plus Helfer aus 29 Jugendfeuerwehren - von Riechheim im Norden bis Böhlen im südöstlichsten Zipfel des Ilmkreises - verkündete Kreisjugendfeuerwehrwart Rene Sieber mit sichtlich zufriedener Miene. "Wir werden wieder mehr", so sein Fazit. Landrat Benno Kaufholdwarf schon einmal einen Blick in die Zukunft, wenn alle, die hier dabei sind, später in die aktive Wehr wechseln, dann sei das Nachwuchsproblem gelöst. Dass sich diesem die Wehren erfolgreich annehmen, dafür sind die Gastgeber beredtes Beispiel. Bei der Auszeichnung von Ricardo Bergmann mit dem Brandschutzabzeichen in Bronze wurde dessen Engagement für die Böhlener Jugendfeuerwehr gewürdigt. 130 Euro gab es zudem von der Sparkasse. Die Mitarbeiter der Böhlener Filiale hatten entschieden, den Erlös der traditionellen Kalenderaktion der Jugendfeuerwehr zur Verfügung zu stellen. Der Kreisfeuerwehrverband hatte zudem für den Nachwuchs Helme und Jacken zur Verfügung gestellt, und Landrat Kaufhold legte spontan noch 100 Euro drauf. 35 Mannschaften sollten schließlich den Sternmarsch unter die Schuhe nehmen. In der Vergangenheit knirschte bei dieser Veranstaltung nicht selten darunter der Schnee. Doch diesmal herrschten strahlender Sonnenschein und schon sommerliche Temperaturen. Das große Teilnehmerfeld war auch eine Herausforderung für die Organisatoren, denn eine solche Großveranstaltung ist auch für die Böhlener Feuerwehr nicht alltäglich. Die hatte sich aus anderen Vereinen des Ortes Unterstützung geholt.
An zwölf Stationen musste der Feuerwehrnachwuchs seinen Ausbildungsstand in Theorie und Praxis oder seine Geschicklichkeit nachweisen. Gleich am Anfang kam der Erste-Hilfe-Test. Bei den Arnstädtern klappte da eigentlich alles wie am Schnürchen. "Sieht nicht schlecht aus", so das Lob für den Druckverband, nur war in der Eile die Wundabdeckung vergessen worden. Das bedeutete Punktabzug. Gleich neben der Kirche mussten die Teams einen Golfball durch einen 20 Meter langen Schlauch "fädeln". Die mit Abstand interessanteste Technik boten die Martinrodaer. Robin Fliedner pustete buchstäblich den Schlauch auf. Binnen drei Minuten schaffte die Truppe gute 50 Meter. In der Endabrechnung landete Martinroda auf dem 2. Platz, vor Marlishausen I und hinter den Gastgebern, der Mannschaft Böhlen I.
Gerd Schmidl / 30.04.12 / TA

 

Osterfeuer in Martinroda

Blauer Himmel und Sonnenschein begrüßten am Ostersamstag die Gäste zum Martinrodaer Osterfeuer. Gegen 17.00 Uhr trafen die ersten Besucher am Parasierand ein; angelockt vom Bratwurstduft und einem großen Stapel Holz für das Osterfeuer. Es dauerte nicht lange, und  schon tummelten sich die kleineren Gäste rund um die Bastelstraße. Dort  standen die Kindergärtnerinnen des Martinrodaer Kindergartens mit  flotten Bastelideen für die Osterzeit bereit. Und wer sich als Feuerwehrmann mal ausprobieren wollte, konnte mit der Kübelspritze auf Dosen spritzen. Als dann das Osterfeuer endlich angebrannt wurde, waren alle Tische besetzt und am Bratwurststand wurde die Schlange immer länger. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Martinroda  grillten wie die Weltmeister und auch das Bier am Getränkestand ging schnell über den Tisch. Später am Abend hat beim gemütlichen Beisammensein rund um das Feuer auch die Gitarre nicht gefehlt und so klang der Tag am Paradiesrand erfolgreich und rundum gemütlich aus.

Für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Osterfeuers bedankt sich die Feuerwehr ganz herzlich bei den Kindergärtnerinnen des Martinrodaer Kindergartens sowie der Gemeinde Martinroda.

Grundschule trifft Feuerwehr

Die Schüler der Martinrodaer Grundschule besuchten vom 01. März bis 03. März im Rahmen der Brandschutzerziehung klassenweise die Feuerwehr in Martinroda. Uwe Nüchter begeisterte mit vielen Experimenten, Modellen und Videoclips die Schüler im Alter von 6 bis 10 Jahren. Mit viel Eindruck vermittelte er, welche Folgen eine alleingelassene Kerze oder ein falsch angezündetes Streichholz haben kann. Doch damit so etwas nicht passiert, zeigt er gleich, wie das Streichholz richtig angezündet wird. Und natürlich nur, wenn eine erwachsene Person aufpasst, betont Kamerad Nüchter immer und immer wieder. Zum Schluss der Brandschutzerziehung gibt es natürlich eine Führung durch das Feuerwehrhaus. Und wer noch nicht genug hat, kann gerne zum Training der Jugendfeuerwehr wiederkommen.

 

Mehr Nachwuchs als Aktive

Die Feuerwehr Martinroda blickt auf ein ruhiges Jahr zurück und kann sich über den Nachwuchs nicht beklagen.

Martinroda - Wenn in der Einsatzstatistik der Freiwilligen Feuerwehr Martinroda, die jetzt in der Jahreshauptversammlung vorgestellt wurde, für das Jahr 2010 von anderthalb Einsätzen die Rede ist, dann ist das kein Rechenfehler, sondern eher ein Kuriosum, dass sich sinnigerweise auch noch am 11. 11. ereignete. Am Abend war ein Baum auf die L3004 nahe der Reichenbachtalbrücke gestürzt. Doch als die Martinrodaer Kameraden fertig gerüstet im Fahrzeug saßen, blies die Leitstelle den Einsatz ab. Der Baum lag nicht mehr im Zuständigkeitsbereich der Martinrodaer Feuerwehr. Ob man das nicht hätte vorher wissen können?

Auch der einzig richtige Einsatz des letzten Jahres war einem Sturm geschuldet. Am 28. Februar hatte der Sturm das neugedeckte Dach der Sporthalle beschädigt, einige Firstteile abgerissen. Später musste man noch einer Bürgerin helfen, deren Dach durch den Sturm ein Loch bekommen hatte.

Auch wenn es also nur wenige Einsätze gab, auf der faulen Haut lagen die Kameraden bestimmt nicht. Zum einen besteht im Geratal mittlerweile eine gemeinsame Tageseinsatzbereitschaft, will heißen, bei Alarm rücken alle in der Nähe arbeitenden Kameraden der Orte gemeinsam aus. Zum anderen wäre manches Fest ohne die Unterstützung der Wehr nicht denkbar. Und schließlich gibt es auch noch all die Stunden, die in Ausbildung, Übungen und die Pflege der Technik investiert werden. Alles in allem kamen so 1150 Stunden zusammen, welche die Kameraden 2010 leisteten. Und auch 2011 war man schon wieder aktiv, als es darum ging, die Einläufe ins Regenrückhaltebecken zu säubern, um Hochwassergefahr vorzubeugen.

Neun Kameraden und eine Kameradin hat die Martinrodaer Einsatzabteilung nur noch. Doch mit elf Kindern und Jugendlichen, darunter drei Mädchen, macht die Jugendfeuerwehr Hoffnung auf die Zukunft. Auch hier schaut man schon längst über den Ort hinaus, sind Kinder aus anderen Gemeinden mit dabei und reicht es trotzdem nicht, eine eigene Mannschaft aufzustellen, tut man sich bei Wettbewerben auch mal mit anderen Wehren zusammen. Beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Arnstadt waren wir die beste Wehr aus dem Geratal", berichtete Jugendwart Karin Fiedler stolz. Und auch der erstmals durchgeführte Tag der offenen Tür im Gerätehaus erwies sich als Erfolg. Drei Kinder fanden danach den Weg in die Jugendwehr.

"Macht weiter so", bat VG-Vorsitzender Frank Geißler anschließend die Kameraden. Wie Bürgermeister Günther Hedwig wollte er "Dank sagen für die geleistete Arbeit. Es gibt nur positive Dinge". Die Gemeinde, so versprach Hedwig, wird die Wehr auch weiterhin unterstützen. 13 000 Euro stehen im Haushalt. "Es fällt auf fruchtbaren Boden", betonte er.

Kreisbrandmeister Joachim Brummundt und Ortsbrandmeister Mathias Schneider lobten vor allem die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren und die gute Jugendarbeit. Es gäbe nur noch zwei Jugendwehren, da sei es wichtig, dass die Kinder aus den anderen Orten mitmachen könnten. Und bei den Einsatzabteilungen sollte jeder mit der Technik der anderen Wehren vertraut sein. Deshalb hatte man innerhalb der VG im letzten Jahr auch die Atemschutzgerätetechnik vereinheitlicht. Die Martinrodaer gingen mit gutem Beispiel voran und veranstalteten gemeinsame Ausbildungen mit Neusiß. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Dieter Barth nach rund 20 Jahren im aktiven Dienst der Feuerwehr in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet. Felix Schrickel erhielt die Beförderung zum Feuerwehrmann.

Quelle: Freies Wort/19.01.2011-Berit Richter

 

Verstärkung am liebsten aus den eigenen Reihen

MartinrodaWenn sich Nachwuchs ankündigt, dann ist das für die meisten Menschen ein Grund zur Freude. Was für werdende Mamis und Papis

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Kontrast: Die Martinrodaer Kameradinnen und Kameraden mit alter Technik vor ihrem schmucken Gerätehaus. Dieses Bild können Sie unter www.freies-wort.de/feuerwehr oder mit dem Coupon auf dieser Seite bestellen. Fotos: b.fritz.de
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gilt, trifft aber durchaus auch auf Wehrführer von Freiwilligen Feuerwehren zu. Über gleich vierfachen Zuwachs konnte sich in diesem Jahr Andreas Fliedner, Chef der Martinrodaer Kameraden, freuen. Drei kamen aus der eigenen Jugendwehr, ein Kamerad zog von Plaue nach Martinroda. Damit erhöhte sich die Einsatzabteilung von sieben auf elf Mitglieder. Zwei Kameradinnen und neun Männer versehen nun ihren Dienst.

Tagesbereitschaft eingeführt

Wie so viele Wehren im ländlichen Raum plagt die Martinrodaer dabei vor allem ein Problem. „Nur drei Kameraden arbeiten im Ort“, erläutert Fliedner. Die meisten Kameraden sind also tagsüber nicht erreichbar. Deshalb hat die Verwaltungsgemeinschaft Geratal, zu der außerdem Geratal, Elgersburg, Neusiß und Angelroda gehören, eine gemeinsame Tagesbereitschaft eingeführt. Brennt es irgendwo in den Orten oder wird technische Hilfe benötigt, alarmiert man alle gemeinsam.

Manchmal sind aber trotz allem Einsatzes selbst die Feuerwehren machtlos. Wie beim Hochwasser am 21. Juli letzten Jahres. „Wir konnten nur noch hinterher die Keller auspumpen“, so Fliedner. Zu schnell kam das Wasser angeschossen, ließ unter anderem auch die Kegelbahn absaufen. 102 Stunden waren die Feuerwehrleute damals im Einsatz.

Sogar noch mehr als bei Sturm Kyrill. Der hatte „nur“ 56 Einsatzstunden beschert. Als im gesamten Ort der Strom ausfiel, blieb den Kameraden nicht mehr viel übrig als zu warten und regelmäßig die Straßen nach umgestürzten Bäumen ab zu fahren. „In den Wald zu sehen, wäre Wahnsinn gewesen“, erinnert sich Fliedner.

Eher ruhig nimmt sich das aktuelle Jahr aus. Nur dreimal musste man ausrücken. Am spektakulärsten war der Bahndammbrand am 6. Juni, da die Einsatzstelle nicht ganz einfach zu erreichen war. Doch trotzdem gelang es, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. „Durchschnittlich haben wir fünf bis sechs Einsätze im Jahr“, so Andreas Fliedner.

Darauf vorbereiten tun sich die Kameraden jeden Sonntag. Mittlerweile finden sie im neuen Gerätehaus optimale Bedingungen. Das wurde 2005 eingeweiht und ist mit seiner kühnen Architektur ein wahrer Blickfang. In den Innenausbau und die Umfeldgestaltung haben die Kameraden selbst unzählige Stunden Arbeiteinsatz investiert.

Werbetrommel gerührt

Auch der Nachwuchs hat hier gute Bedingungen. Fünf Kinder gehören momentan der Jugendwehr an, werden von Elke Hoffmann betreut. Damit es mehr werden, rührte man im letzten Jahr in der Grundschule die

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Hartmuth Brehm (l.) im Gespräch mit Dominik Barth, der die Martinrodaer Wehr bald als Maschinist verstärkt. Der 21-Jährige stammt aus der eigenen Jugendfeuerwehr.
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Werbetrommel. „Wir wollen versuchen, dass auch in diesem Jahr wieder zu machen“, hofft Andreas Fliedner auf weiteren Zuwachs. Das erfreulicherweise sehr rege Martinrodaer Vereinsleben kann da durchaus zum Problem werden, gibt es doch reichlich Konkurrenz um die Freizeit der Steppkes.

Dabei wäre weitere Verstärkung für die Einsatzabteilung auch aus einem anderen Grund wichtig. Viele der hochqualifizierten Kameraden üben Mehrfachfunktionen aus. So auch die Atemschutzgeräteträger. Davon gibt es eh nur drei, eigentlich einer zu wenig. Denn nur zu zweit dürfen sie sich in ein brennendes Haus wagen. Zwei andere Kameraden müssen als Ablösung und möglicher Rettungstrupp bereit stehen. Da unter den Atemschutzgeräteträgern aber der Wehrführer und der Maschinist sind, wären sie mit anderen Aufgaben gebunden.

Beamer statt Polylux

„Ich hätte nichts dagegen, wenn morgen ein Kamerad oder eine Kameradin hier stehen, gut ausgebildet, Atemschutzgeräteträger und sagt: Ich will bei euch mitmachen“, wagt Andreas Fliedner ein bisschen zu träumen von etwas, dass für eine Feuerwehr wohl einem Sechser im Lotto entspricht.

Wenigstens in Sachen Fahrzeugführung braucht der Wehrführer sich künftig etwas weniger Sorgen zu machen. Dominik Barth absolviert in diesen Wochen seine Ausbildung zum Maschinisten. Der 21-Jährige entstammt den Reihen der eigenen Jugendwehr. „Damit hätten wir dann drei Maschinisten, einer sollte immer da sein“, hofft Fliedner.

Ansonsten sieht er seine Wehr vor allem vor einem Generationenproblem. „Uns fehlen die Leute zwischen 25 und 45 Jahren.“, erläutert er. Drei Kameraden gehören schon der Generation 50 plus an, die meisten anderen sind noch recht jung und stehen entsprechend erst am Beginn ihrer Ausbildung.

Mit der Ausbildung der Kameraden hängt auch ein Wunsch des Wehrführers zusammen. „Ein Beamer wäre schön.“ Noch muss die Theorie mit dem alten DDR-Polylux absolviert werden. Alles erst auf Folie zu übertragen, das stört doch. Auch Piepser zur Alarmierung wären nicht schlecht. Wenn in Martinroda die Sirene geht, dann zieht es doch die Neugierigen an. „Da brauchen wir manchmal eine ganze Truppe, um die Leute fern zu halten“, so Fliedner.

Sein allergrößter Wunsch aber ist und bleibt aber unbestritten weiterer Nachwuchs. Dieser darf natürlich auch gern schon ausgewachsen sein.
Quelle:Freies Wort