Ilm-Kreis: Vier Möglichkeiten, für Schüler in den Ferien mobil zu sein
Ilm-Kreis. Im Ilm-Kreis gibt es für Schüler in den Sommerferien verschiedene Möglichkeiten, im Linienverkehr mobil zu sein. Welche das sind?
Von Maik Ehrlich, Lokalreporter im Ilmkreis
02.07.2026, 07:00 Uhr
Ein Linienbus der 350 verlässt Ichtershausen Richtung Erfurt. Die Linie 350 verbindet Arnstadt mit der Landeshauptstadt und wird sehr gut von den Fahrgästen genutzt.
© Archiv | Maik Ehrlich
Zwischen dem letzten Schultag des alten Schuljahres am 3. Juli und dem ersten Schultag des neuen Schuljahres am 17. August haben Kinder und Jugendliche im Ilm-Kreis vier Möglichkeiten, selbstständig mit Linienverkehren mobil zu sein. Möglichkeit eins: Der Ilm-Kreis bietet ab Juli ein Kinder- und Jugendticket auf Basis des Deutschlandtickets an.
Für Schüler kostet es 34 Euro pro Monat und gilt über die Ferien hinaus bis zum Jahresende. Die Preisdifferenz in Höhe von 29 Euro pro Monat übernimmt der Ilm-Kreis und nutzt dafür ohne Eigenmittel Fördermittel vom Freistaat Thüringen. Die Kinder und Jugendlichen können mit diesem subventionierten Deutschlandticket Bus und Bahn deutschlandweit nutzen, wie mit einem normalen Deutschlandticket.
Schüler-Ferien-Ticket im Ilm-Kreis anerkannt
Der Verein Bus und Bahn Thüringen und der Verkehrsverbund Mittelthüringen bieten mit mehr als 40 Thüringer Verkehrsunternehmen das Schüler-Ferien-Ticket (SFT) in zwei unterschiedlichen Varianten an. Beide Varianten gelten vom 4. Juli bis zum 16. August. Das normale SFT kostet 32 Euro. Damit können Schüler in ganz Thüringen Bus, Bahn und Straßenbahn nutzen.
Das SFT-Mini kostet 16 Euro und ermöglicht Schülern, während der Ferien mit dem Bus in vielen Regionen in Thüringen unterwegs zu sein. Im Ilm-Kreis werden beide Varianten des SFT anerkannt und verkauft, wie Sarah Höring, Geschäftsführerin IOV Omnibusverkehr Ilmenau, bestätigt.
Mit dem SFT-Mini-Ticket können Schüler aus dem Ilm-Kreis bis auf wenige Ausnahmen zum Beispiel in den Nachbarlandkreisen Gotha, Saalfeld-Rudolstadt und Weimarer Land sowie in Erfurt oder Suhl mobil sein. Weitere Informationen zum SFT und zum SFT-Mini gibt es im Internet unter: www.sft-thüringen.de.
Interessant ist die Preisentwicklung beim Schüler-Ferien-Ticket. Vor 10 Jahren kostete das normale SFT 24 Euro und das SFT-Mini 12 Euro. Der aktuelle Preis für SFT und SFT-Mini ist damit moderat angestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 hat der Liter Diesel im Bundesdurchschnitt 1,072 Euro gekostet. Laut Statista liegt der Bundesdurchschnitt beim Dieselpreis in diesem Jahr für die Monate Januar bis Mai bei 1,9677 Euro pro Liter.
Und dann gibt es noch eine vierte Variante, in den Ferien mit Linienverkehren mobil zu sein: Sie betrifft allerdings nur die Schüler im Ilm-Kreis, die als Fahrschüler nach dem Schulgesetz anerkannt sind: Das Deutschlandticket, das sie für das Erreichen der Bildungseinrichtung vom Landkreis kostenlos zur Verfügung haben, gilt auch über die Ferienmonate. Da es in diesen Sommerferien keinen kompletten Ferienmonat gibt, läuft dieses Deutschlandticket für die Fahrschüler durch.
Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/lokales/ilm-kreis/article412445486/ilm-kreis-vier-moeglichkeiten-fuer-schueler-in-den-ferien-mobil-zu-sein.html
Ein Ort im Ilm-Kreis stellt Hitzerekord auf
Ilm-Kreis. Eine extreme Hitzewelle hat im Ilm-Kreis einen neuen Temperaturrekord aufgestellt – und das Wetter bleibt gefährlich.
Von Antonia Pfaff, Leiterin Lokalredaktion im Ilmkreis
27.06.2026, 21:30 Uhr
Strahlend blauer Himmel und Sonne satt: Die Hitzewelle ist seit Tagen auch im Ilm-Kreis zu spüren.
© Sebastian Willnow/dpa | Sebastian Willnow
Strahlend blauer Himmel und Sonne satt: Die Hitzewelle ist seit Tagen auch im Ilm-Kreis zu spüren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt deshalb noch bis einschließlich Sonntag vor starker bis extremer Wärmebelastung.
Alle wichtigen Informationen aus dem Ilm-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Am Samstagabend, 27. Juni, veröffentlichte der DWD eine Übersicht zu den offiziell gemessenen Höchsttemperaturen. Spitzenreiter ist Artern mit 40,4 Grad. Im Ilm-Kreis wurde in Martinroda eine Höchsttemperatur von 37,8 Grad gemessen. Damit wurde dort der absolute Stationsrekord erreicht. Am 27. Juni 2001 hatte der bisherige Tagesrekord bei 29,8 Grad gelegen. Der bisherige Juni-Rekord stammte vom 30. Juni 2019 und lag bei 35,8 Grad.
Die hochsommerlichen Temperaturen halten auch am Sonntag an. Am Abend und in der ersten Nachthälfte besteht zudem ein hohes Unwetterrisiko. Erwartet werden verbreitet schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, schweren Sturmböen bis hin zu Orkanböen sowie Hagel.
Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/lokales/ilm-kreis/article412411460/ein-ort-im-ilm-kreis-stellt-hitzerekord-auf.html
Umstrittener Funkmast
Martinroda stellt sich hinter Bürgerinitiative
Karl-Heinz Veit 24.06.2026 - 13:17 Uhr
Eine Bürgerinitiative will den Bau eines 48 Meter hohen Funkmastes zwischen Angelroda und Neusiß verhindern – und erhält dafür Rückhalt vom Gemeinderat.
In Martinroda soll ein neuer Funkmast gebaut werden – in einem Tal in der Sichtachse zwischen zwei Ortschaften. Dagegen regt sich Protest.
Foto: picture alliance/dpa
Quelle: https://www.insuedthueringen.de/inhalt.umstrittener-funkmast-martinroda-stellt-sich-hinter-buergerinitiative.f84d1f5a-00eb-4e11-8518-c3d9b7eb68a1.html
Premiere für Hofflohmarkt in Martinroda
Marina Hube 05.05.2026 - 15:00 Uhr
Bunte Luftballons und selbst gemalte Schilder wiesen auf die Teilnehmer am ersten Hofflohmarkt in Martinroda. Das herrliche Wetter und die netten Gastgeber luden zum Stöbern ein.
Schilder und Luftballons wiesen den Weg zu den Teilnehmern am Hofflohmarkt. Foto: Marina Hube
Quelle: https://www.insuedthueringen.de/inhalt.martinroda-premiere-fuer-hofflohmarkt-in-martinroda.9eadf05c-83c9-41b6-99db-517b97877da0.html
Maier kommt mit Geschenk und geht mit Sorgenliste
Evelyn Franke 16.03.2026 - 08:00 Uhr
Erst die Freude über eine Finanzspritze, dann klare Worte: Beim Besucher einer Feuerwehr im Geratal wurde Innenminister Georg Maier eine lange Liste mit Problemen vorgelegt.
Die Feuerwehr ist rund um die Uhr zur Stelle, wenn sie benötigt wird. Doch dafür braucht es auch die richtige Ausrüstung. Foto: dpa/Michael Matthey, Quelle: https://www.insuedthueringen.de
Tempo 30-Zone in Geratal-Ort ist illegal
Yvette Schleußinger 06.03.2026 - 16:00 Uhr
Jetzt ist es offiziell: Viele Schilder rund um Schule und Kita wurden nie genehmigt. Deshalb muss Martinroda seine Verkehrsregelung neu ordnen – doch wie?
Die Tempo 30-Zone in der Waldstraße in Martinroda wurde offenbar nie offiziell genehmigt. Foto: Yvette Schleußinger, Quelle: https://www.insuedthueringen.de
Neue Strategie bei der TMG in Martinroda
Marina Hube 21.01.2026 - 16:00 Uhr
Mit neuen Produkten will die Temperaturmeßtechnik Geraberg ihre Gewinne steigern.
Dafür sind Strategien gefragt, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben.
Die Geschäftsführer der TMG: Barbara Irrgang, Holger Födisch und Andreas Heinz (von links).
Foto: Marina Hube, Quelle: https://www.insuedthueringen.de
Feuerwehr Martinroda
Warten aufs Löschfahrzeug
Karl-Heinz Scherer 12.01.2026 - 14:00 Uhr
Die Jahreshauptversammlungen von Wehr und Verein bilanzieren eine Menge unspektakuläre, aber überaus notwendige ehrenamtliche Arbeit, für die es viele Dankesworte gibt.

Beim Sternmarsch beweist die Jugendfeuerwehr Martinroda ihr Können, hier etwa an der Tragkraftspritze. Foto: Karl-Heinz Scherer Quelle: https://www.insuedthueringen.de/
Fortschreibung Radverkehrskonzept Ilm-Kreis
Öffentlichkeitsbeteiligung
Für die Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes für den Ilm-Kreis bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Welche Routen befahren Sie regelmäßig mit dem Fahrrad oder wo wünschen Sie sich eine neue Radverkehrsverbindung? Welche touristischen oder Alltagsziele sollten ans Radwegenetz angebunden werden? Wo fühlen Sie sich unsicher, wenn Sie mit dem Fahrrad fahren? Wo fehlen Fahrradabstellanlagen, Ladestationen für E-Bikes oder Rastplätze? In dem Sie diese und weitere Fragen beantworten, helfen Sie uns, ein hochwertiges Konzept für eine sichere, attraktive und komfortable Radverkehrsinfrastruktur für den Ilm-Kreis zu erstellen und nehmen aktiv an der Gestaltung und Optimierung des Radverkehrsnetzes teil.
Mit einem Klick gelangen Sie zur interaktiven Karte der Online-Beteiligung. Die Teilnahme ist vom 28.04. bis 30.06.2026 möglich.
Die zweite Stufe der Online-Beteiligung wird voraussichtlich im Herbst 2026 stattfinden. Dabei können Sie die im Konzept erarbeiteten Maßnahmen einsehen, bewerten und kommentieren.
Hintergrund und Ziel
Das Fahrrad ist in den vergangenen Jahren in Deutschland zu einem immer beliebteren und wichtigeren Verkehrsmittel geworden und hat sowohl im Alltagsverkehr als auch im touristischen und im Freizeitverkehr zunehmend an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung stellt neue Anforderungen an eine hochwertige Radverkehrsinfrastruktur.
Mit der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes für den Ilm-Kreis sollen die Bedingungen für den Radverkehr an aktuelle Entwicklungen und Trends angepasst und weiter verbessert werden. Ziel ist die Optimierung und der Ausbau der bestehenden Infrastruktur (Radwege, Abstellanlagen, Service-Stationen, Rastplätze usw.), um die Sicherheit und Attraktivität für alle Radfahrer zu erhöhen und gleichzeitig einen Beitrag zu klimafreundlichem und kostengünstigem Verkehr sowie zu sozialer Teilhabe zu leisten. Der Fokus liegt hierbei weniger auf der innerörtlichen Infrastruktur, sondern vor allem auf den Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden des Ilm-Kreises untereinander sowie mit den benachbarten Kreisen und Gemeinden.
Ausgewiesene Windvorranggebiete
Die Regionale Planungsgemeinschaft Mittelthüringen legt für die Planungsregion Mittelthüringen die räumliche und strukturelle Entwicklung fest. Dies ist im §13 Abs. 3 Thüringer Landesplanungsgesetz (ThürLPIG) in Verbindung mit §5 Abs. 1 ThürLPIG geregelt. Die Planungsregion Mittelthüringen umfasst die kreisfreien Städte Erfurt und Weimar sowie die Landkreise Ilm-Kreis, Gotha, Sömmerda und Weimarer Land.
In der Planungsversammlung der regionalen Planungsgemeinschaft Mittelthüringen am 12.12.2023 wurde der Beschluss zur Veröffentlichung des Entwurfs des 2. Sachlichen Teilplanes „Windenergie“ und zur Durchführung der Beteiligung gefasst.
In dem Planentwurf sind zeichnerische und textliche Festlegungen zur Steuerung der Windenergienutzung und die Ausweisung von Windvorranggebieten enthalten.
Lt. §9 Raumordnungsgesetz (ROG) / zuletzt geändert durch Artikel 1 dieses Gesetzes vom 22.03.2023 in Verbindung mit §3 ThürLPIG (zuletzt geändert 07.12.2022) sind die Öffentlichkeit und öffentlichen Stellen (solang deren Belange berührt werden) zu beteiligen und haben die Möglichkeit zur Stellungnahme.
Die Unterlagen zum Entwurf des 2. Sachlichen Teilplans „Windenergie“ Mittelthüringen werden bis einschließlich 25.04.2024 auf der Internetseite www.regionalplanung.thueringen.de/mittelthueringen veröffentlicht und stehen zur Einsichtnahme und zum Herunterladen bereit.
Alternativ können die Unterlagen in Papierform (und über ein digitales Lesegerät) bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Mittelthüringen eingesehen werden.
Regionale Planungsstelle Mittelthüringen
(beim Thüringer Landesverwaltungsamt)
Jorge – Semprún – Platz 4
99423 Weimar
Haus II / Montag – Donnerstag 8:30 – 12:00 Uhr und 13:30 – 15:30 Uhr / Freitag 8:30 – 12:00 Uhr
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter 0361 57 332 – 1600 wird gebeten.
Außerdem können die Unterlagen in Papierform (und über digitales Lesegerät) im Landratsamt Ilm – Kreis eingesehen werden.
Landratsamt Ilm-Kreis
Kreisplanung / Raum 110
Ritterstraße 14
99310 Arnstadt
Dienstag 8:30 – 11:30 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag 8:30 – 11:30 Uhr und 13:00 – 14:00 Uhr
Um eine vorherige Terminvereinbarung unter 03628 738 230 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.
Stellungnahmen können bis einschließlich 25.04.2024 direkt an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
gesendet werden.
Gern können Stellungnahmen ach bei Ihrer jeweiligen Gemeinde (zu den Sprechzeiten des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin) oder bei der Verwaltungsgemeinschaft Geratal / Plaue abgegeben werden. Wir werden diese dann gesammelt und fristgerecht einreichen.
Windvorranggebiete im Bereich der
Verwaltungsgemeinschaft Geratal / Plaue
Für den Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Geratal / Plaue wurden zwei Vorranggebiete ausgewiesen. Das Vorranggebiet W 32 – Heyda betrifft eine Waldfläche zwischen Martinroda und Heyda und das Vorranggebiet W 33 – Liebenstein / Angelroda. Dieses Gebiet betrifft eine Fläche die sowohl in der Gemarkung Martinroda OT Angelroda und der Stadt Plaue OT Rippersroda liegt.
Aus diesem Grund hat die Gemeinde Martinroda eine gemeinsame Stellungnahme mit der Stadt Plaue verfasst.
Stellungnahme Gemeinde Martinroda + Stadt Plaue
zum Windvorranggebiet
W 33 – Liebenstein / Angelroda
Da das ausgewiesene Vorranggebiet Windenergie W-33 Liebenstein / Angelroda sowohl die Stadt Plaue als auch die Gemeinde Martinroda betrifft, haben wir uns entschlossen, eine gemeinsame Stellungnahme zu diesem Vorranggebiet abzugeben.
Mit der Ausweisung der Fläche W-33 sehen wir Beeinträchtigungen für die Bevölkerung sowie für Flora und Fauna und lehnen die ausgewiesene Fläche als Vorranggebiet Windenergie ab.
Das Vorranggebiet W-33 betrifft den „Kammberg“, dieser Bereich besteht sowohl aus Waldflächen als auch aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Die Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergie hat weitreichende Folgen, die über die unmittelbaren Auswirkungen auf die Landschaft hinausgehen. Insbesondere bedauern wir den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen, die eine stabile Nachversorgung gewährleisten, insbesondere durch die Gasgewinnung im Biogaswerk Martinroda.
Diese landwirtschaftlichen Flächen spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der Nahrungsmittelproduktion und der Erhaltung der lokalen Wirtschaft. Das Biogaswerk in Martinroda ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Energieinfrastruktur, das auf die Nutzung von Biomasse angewiesen ist, um umweltfreundliches Gas zu produzieren.
Darüber hinaus werden durch die Errichtung von Windparks erhebliche infrastrukturelle Änderungen notwendig sein, einschließlich der Verlegung von Leitungen zu Versorgungsanlagen. Diese Änderungen könnten das Landschaftsbild erheblich verändern und haben potenziell negative Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden und die Umwelt.
Es ist daher unerlässlich, dass bei der Planung von Windenergieprojekten alle Aspekte sorgfältig abgewogen werden, um sicherzustellen, dass die langfristige Nachhaltigkeit der Region gewahrt bleibt und die Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften berücksichtigt werden. An den Kammberg und damit direkt an das Vorranggebiet grenzen die Ortschaften Angelroda als Ortsteil von Martinroda, Rippersroda als Ortsteil der Stadt Plaue, Liebenstein und Geschwenda als Ortsteile der Gemeinde Geratal.
Der Ort Rippersroda liegt auf einer Hochfläche zwischen den Tälern der Zahmen (im Osten) und der Wilden Gera (im Westen) 400 m über NN.
Angelroda liegt im Tal der Zahmen Gera, umgeben von Muschelkalkbergen.
Das gesamte Gebiet weist eine sehr hohe Landschaftsbildqualität auf und liegt im geplanten Landschaftsschutzgebiet Arnstädter Hügelland.
Lt. Prüfbericht S. 205: „Im vorliegenden Fall gewichtet der Plangeber das Ziel der Verteilung der Vorranggebiete Windenergie höher als die sehr hohe Landschaftsbildqualität, das bedeutsame Landschaftsbild und das geplante Landschaftsschutzgebiet, da es sich um einen Teilraum handelt, in dem insgesamt nur wenige Flächen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden können“.
Durch die Errichtung von Windenergieanlagen in diesem Bereich wird das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigt und die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet hinfällig. Dies wiederum beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und den Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Ebenfalls auf Seite 205 des Gutachtens: „Im Norden des Untersuchungsgebietes befindet sich eine Grünlandfläche mit Heckenstrukturen, die unmittelbar an einen ökologisch wertvollen Wald angrenzt. Die Plangeberin sieht diese naturräumliche Situation als ökologisch besonders sensibel an und hält aus diesem Grund einen Abstand von 85 m ... zum Waldrand ein.“
Auch bei Einhaltung eines Abstandes von 85 m zum Waldrand befürchten wir massive Auswirkungen auf den Lebensraum der Tierwelt. Im Bereich Liebenstein befindet sich ein Dichtezentrum des Uhus, zudem wurde in diesem Bereich ein Brutvorkommen windkraftempfindlicher Vogelarten festgestellt und im Bereich Angelroda hat sich in den letzten Jahren der Schwarzstorch angesiedelt.
Weiterhin befürchten wir, dass das ausgewiesene Gebiet aufgrund der Lärmbelastung nicht mehr als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung genutzt werden kann. Bereits heute müssen die Einwohner von Angelroda und Rippersroda mit einer starken Lärmbelastung leben, die das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden beeinträchtigt. Zum einen verursacht die Bahnlinie Ilmenau - Erfurt, die über das Viadukt die Ortslage Angelroda quert und weiter an Rippersroda vorbeiführt, Lärm, zum anderen werden die Täler der Zahmen und der Wilden Gera durch die Brücken der Autobahn 71 überquert.
Ebenso werden Auswirkungen auf das Klima durch die Errichtung von Windkraftanlagen befürchtet.
Durch Angelroda führt der Gera-Radweg vom Rennsteig kommend weiter über Plaue nach Erfurt. Zwischen Angelroda und Plaue kann eine Etappe über Rippersroda gewählt werden.
Durch die Anbindung an den Radweg sind die Orte auch touristisch interessant und können mit einigen Sehenswürdigkeiten aufwarten. So zum Beispiel in Rippersroda die Kirche, die 1369 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sowie das alte Backhaus, das alljährlich zu Himmelfahrt befeuert wird.
Die Kirche in Angelroda wurde im 12. Jahrhundert erbaut und enthält in der Turmkammer das älteste noch erhaltene Mauerwerk. Auf dem Gelände befindet sich eine für die Familie von Witzleben erbaute Kapelle. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Gutshof der Familie von Witzleben, von dem noch das Gutsverwalterhaus, das Wirtschaftsgebäude (heute Heimatstube) und ein Pferdestall (Dorfgemeinschaftshaus) erhalten sind.
Der Radweg führt unter dem 1878 erbauten Viadukt hindurch.
Auch bei Wanderern ist die Region beliebt. So die nahe gelegenen Kammerlöcher, aber auch der Thüringenweg oder der Wanderweg von Goethe nach Bach, der von Ilmenau kommend über den Veronikaberg (FFH-Gebiet) Martinroda weiter über Kleinbreitenbach (FFH-Gebiet mit seltenen Orchideenvorkommen) nach Plaue und weiter nach Arnstadt führt. Mit Blick auf die Windkraftanlagen laden die vielen Rastplätze nicht mehr zum Verweilen ein und stellen einen tiefen Einschnitt in die touristischen Wandermöglichkeiten dar.
Dass die Zukunft den erneuerbaren Energien gehört und wir auf die Ressourcen der Natur wie Sonne und Wind angewiesen sind, steht außer Frage. Aus unserer Sicht ist es aber nicht zielführend, vorgegebene Klimaziele mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste für Umwelt und Mensch durchzusetzen.
Zumal einige Aspekte im 2. sachlichen Teilplan „Windenergie“ nicht diskutiert wurden. So fehlen z.B. Aussagen zur erhöhten Flächenversiegelung durch den Bau von Windkraftanlagen inkl. Zuwegungen und den Ausbau der Stromnetze. Wohin mit dem erzeugten Strom? Was passiert mit den Windkraftanlagen nach Ablauf ihrer Lebensdauer? Ungeklärt ist auch, wo die Ausgleichsflächen für die Vorranggebiete liegen sollen.
Solange diese und weitere Fragen nicht geklärt sind, können wir dem geplanten Vorranggebiet W-33 nicht zustimmen.
Unser Wald ist der größte CO²-Speicher und O²-Produzent. Ihn und unsere Natur und Landschaft gilt es zu erhalten und zu schützen.
Christian Janik Babett Morgenbrod
Bürgermeister Stadt Plaue Bürgermeisterin Martinroda
Sie möchten sich unserer Stellungnahme anschließen und mit Ihrer Unterschrift unterstützen? Dann können Sie dies gern zu den Sprechzeiten im jeweiligen Gemeindebüro oder in der Verwaltungsgemeinschaft Geratal / Plaue umsetzen.
Weiterhin findet am 08.04.2024 18:00 Uhr eine Informationsveranstaltung im Schützenhaus Plaue zum geplanten Windpark bei Rippersroda statt.
Am 11.04.2024 wird es eine Informationsveranstaltung im Kultursaal Martinroda geben.
Beide Veranstaltungen organisiert die Wald-Bürgerinitiative Ilm-Kreis in Abstimmung mit der Stadt Plaue und der Gemeinde Martinroda, wozu wir Sie recht herzlich einladen.
Alle Pläne können unter https://regionalplanung.thueringen.de/mittelthueringen/regionalplan-mittelthueringen/aufstellung-2stpwind/entwurfsstand-2stpwind-122023
eingesehen werden.
Stellungnahme Vordruck
Prüffläche 086W33
Prüffläche 083W32
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Am Maiholz
Werte Anwohnerinnen und Anwohner der Straße „Am Maiholz“ in Angelroda,
werte Verfasser der anonymen Schreiben vom 04.01.2023 und 02.02.2023 (jeweils die Posteingänge), adressiert an mich als Bürgermeisterin.
In Ihren Schreiben thematisieren Sie die ständig falsch parkenden Fahrzeuge und das auf Grund dieser, weder die Müllabfuhr noch Rettungs- / Einsatzfahrzeuge durchkommen würden und somit Gefahr für Leib und Leben bestehen würde.
Weiterhin beziehen sie sich darauf, dass die Straße „Am Maiholz“ eine Spielstraße sei. Dies muss ich hiermit klar verneinen. Bei der Straße „Am Maiholz“ handelt es sich um einen „verkehrsberuhigten Bereich“.
Ein verkehrsberuhigter Bereich, ist in Deutschland eine mit Verkehrszeichen 325.1 beschilderte Straße oder Verkehrsfläche. In diesem Bereich gelten nach Anlage 3 zu §42 Absatz 2 StVO folgende Verhaltensregeln:
- Fahrzeuge müssen mit Schrittgeschwindigkeit bewegt werden
- Fußverkehr darf nicht durch den Fahrzeugverkehr gefährdet oder behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrzeugverkehr warten.
- Der Fußverkehr darf den Fahrzeugverkehr nicht unnötig behindern.
- Fahrzeuge müssen innerhalb gekennzeichneter Flächen geparkt werden. Ausgenommen davon das Ein- und Aussteigen sowie das Be- und Entladen.
- Der Fußverkehr darf die ganze Straßenbreite benutzen. Spielende Kinder sind überall erlaubt.
(Quelle: Wikipedia)
In einer echten Spielstraße mit dem runden, rot-weißen Verbotsschild plus Zusatzzeichen darunter ist der Verkehr komplett ausgeschlossen.
Hier dürfen weder motorisierte Fahrzeuge noch Fahrradfahrer fahren und parken. Die Spielstraße ist allein für spielende Kinder und Fußgänger gedacht.
(Quelle: adac.de)
Hiermit wäre die Begrifflichkeit einmal geklärt und klargestellt. Danach gebe ich Ihnen recht, dass sich im öffentlichen Bereich „Am Maiholz“ keine parkenden Fahrzeuge auf der Verkehrsfläche befinden dürften, da es im gesamten Bereich keine ausgewiesenen Parkflächen gibt. Die nächste Parkmöglichkeit ist die nahegelegene „Geschwendaer Straße“.
Sowohl das Ordnungsamt, als auch meine Stellvertreterin und ich, haben uns an verschiedenen Tagen, zu verschiedenen Uhrzeiten ein „Bild“ der Situation vor Ort gemacht. Dies geschah, sowohl tagsüber, als auch abends nach 16:00 Uhr und 18:00 Uhr. Und auch am Wochenende.
Wenn dort widerrechtlich geparkt wurde, wurde dies auch geahndet. Allerdings hat sich für uns zu keinem Zeitpunkt, eine so dramatische Situation, wie von Ihnen beschrieben, dargestellt.
(wir stellten lediglich 1 max. 2 Fahrzeuge fest)
Wie von Ihnen beschrieben, handelt es sich bei den „Falschparkern“ um einzelne Bewohner die zu „faul“ wären, ein paar Meter zu laufen! Vielleicht erreiche ich mit diesem Artikel, nicht nur Sie als Verfasser, sondern auch die „Falschparker“, mit der Bitte zukünftig möglichst in der „Geschwendaer Straße“ zu parken, das schont auch Ihre Geldbörse!
Und zum Abschluss noch an den / die Verfasser der Schreiben; mehr wie in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und „Knöllchen“ zu verteilen können wir leider nicht. Und das wir prüfen, ob wir durch aufstellen entsprechender Schilder das parken gestatten, ist sicherlich auch nicht in Ihrem Sinn. Weiterhin möchte ich Ihnen hiermit mitteilen, dass dies meine Erste und auch Letzte Reaktion auf anonyme Schreiben ist.
Ihre Bürgermeisterin
Babett Morgenbrod
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