Geschichte des Viaduktes

 

Geschichtlicher Ablauf des Viaduktes

  • August 1876: erste Planungen vor Ort
  • 14.11.1877: Grunderwerb zum Bau der Eisenbahn
  • 1878: Mauerarbeiten der Widerlager
  • 1878/1879: Montage der Stahlsegmente
  • Frühjahr 1879: Brückenbelastungsprobe
  • 1905: Um/Neubau der Brücke für größere Lasten
  • 2012: Generalüberholung der gesamten Brücke

Bild von der Brückenbelastungsprobe

Bauarbeiten um 1900

Umbau der Brücke um 1905

Bauarbeiten 2012

alte Postkarte von 1940

 

Das Viadukt im Detail

Das Bauwerk ist 26,5m hoch über der Zahmen Gera. Es ist 100,4m lang und besteht aus 3 Öffnungen mit 30m Spannweite.

Das Gleis, welches auf den 3 Stahlfachwerkträgern im Radius von 329m verlegt ist, hat eine Steigung in Richtung Martinroda von 1:70. Insgesamt wurden von der "Gute Hoffnungshütte in Oberhausen" 253t Stahl verbaut.

Die filigranen Stahlpfeiler wurden 1905 in Beton eingegossen, um die Tragfähigkeit der Brücke zu erhöhen. Diese jetzigen Pfeiler haben ein Volumen von ca. 7.000 Kubikmetern. Die Brücke ruht auf den Widerlagern durch 4 Stahlgusspendellager. Die terrassenförmige Verkleidung des Dammabschlusses ist selten oder gar einmalig.

Die größte Achslast auf der Brücke beträgt 20 Mp, die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h für Triebwagen und 30 km/h für Züge. Die Pfeiler und Widerlager sind zur Aufnahme eines zweiten Gleises vorbereitet. Das Bauwerk steht in der Liste der "erhaltungswürdigen Bauwerke" des Landes Thüringen!

Aktuell wird das Viadukt komplett renoviert. Dazu werden alle 3 Brückenteile herunter gehoben und überholt.

Text und Bilder aus dem Buch "125 Jahre Eisenbahn in Ilmenau"

Mit freundlicher Genehmigung von Stefan Wespa(Autor/Herausgeber)