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Schnelles Datennetz für Martinroda

Martinroda. Die "Ilm-Provider" aus Frankenhain sind doch noch erfolgreich gewesen. Nachdem sie seit Monaten auf Stimmenfang für den Anschluss für eine schnelle DSL-Leitung im Ort waren, sind mittlerweile 54 von angepeilten 90 Anträgen bei ihnen eingegangen. Mit dieser Zahl stimmte der Gemeinderat Martinroda am Freitag zu, für die fehlenden Gelder zunächst in Vorleistung zu gehen. Dabei waren die erforderlichen 15 000 Euro noch einmal von der Firma selbst halbiert worden. Auch wird die Gemeinde für die Firma eine Lizenz für eine Richtfunkstrecke bei der Bundesnetzagentur beantragen, das wiederum ist für die Kommune kostenlos, Ilm- Provider hätte aber dafür zahlen müssen. Drei Monate soll das Genehmigungsverfahren dauern, bevor dann die Arbeiten für die Breitbandversorgung beginnen können, es soll sich um eine Ausbausumme von 60 000 Euro handeln. Dabei kommt eine Spülbohrung zum Einsatz.

Immer wieder betonte Christian Knöfel von Ilm-Provider vor dem Gemeinderat, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird, wenn man noch auf die restlichen Anschlussnehmer warten wolle. Außerdem habe Mitbewerber Telekom auf dem Land den Ausbau eingestellt. Er ist der Meinung, dass sich ab Baubeginn, wenn Bagger und Bohrer zu sehen und zu hören sind, weitere Kunden melden werden. Das hätten die Erfahrungen gezeigt. Im Vorhinein gab es in Martinroda zwei Informations-Veranstaltungen zu diesem Thema. Bürgermeister Günther Hedwig (FWG) zeigte sich mit dem Beschluss zufrieden. In Martinroda gibt es 350 Telefonanschlüsse, da kann die Firma weiter Hoffnung haben, dass sich der Ausbau für alle Seiten rentieren wird.

 

André Heß / 30.05.11 / TA