Aktuelles

LANDESPOLIZEIINSPEKTION GOTHA

LPI-GTH: Ergänzungsmeldung zu Einbruch in Einfamilienhaus - Zeugen gesucht

05.12.2017 – 12:01

Großenlupnitz -Wartburgkreis (ots) - Im Zusammenhang mit dem Einbruch in ein Einfamilienhaus in der Eisenacher Straße gestern, gegen 12.00 Uhr, sucht die Kriminalpolizei Gotha nach einer unbekannten Frau, welche in Begleitung eines Kindes am Tatort gesehen wurde. Die Frau soll zirka 1,70 m groß und schlank gewesen sein. Sie trug einen grauen Mantel und eine schwarze Mütze. Das zirka 10 Jahre alte Kind soll schlank und mit einer weißen Bommelmütze, einer grauen Hose und Stiefel bekleidet gewesen sein. Zeugenhinweise an Telefon 03691/6010 unter der Bezugnummer 09-025782. (aha)

Eisenach - Kreisfreie Stadt, Emleben - Landkreis Gotha, Großenlupnitz - Wartburgkreis, Martinroda - Ilmkreis - Insgesamt vier Einfamilienhäuser waren gestern tagsüber das Ziel unbekannter Täter im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Gotha. In Großenlupnitz, Eisenach, Emleben und Martinroda hebelten sie am helllichten Tag die Terrassentüren bzw. Kellerfenster auf, betraten die Häuser und entwendeten Uhren, Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro. Zudem verursachten sie Sachschaden von mindestens 5200 Euro. Die Kriminalpolizei Gotha hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise bitte an die zuständigen Polizeidienststellen in Eisenach unter 03691/2610, in Gotha unter 03621/781124 und in Ilmenau unter 03677/6010. (aha)

Rückfragen bitte an:

Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Gotha
Pressestelle
Telefon: 03621/781805
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/
Original-Content von: Landespolizeiinspektion Gotha, übermittelt durch news aktuell

Senioren feiern Weihnachten

05. Dezember 2017 / 01:01 Uhr

Geratal. Gleich mehrere Seniorenweihnachtsfeiern finden in der Verwaltungsgemeinschaft Geratal statt. Am Donnerstag eröffnen die Neusißer den Festreigen. Ab 14 Uhr kommen sie im Kultursaal der Gemeinde zusammen.

In Martinroda wird am Sonntag ab 15 Uhr in der Gaststätte „Zum Veronikaberg“ gefeiert.

Die Senioren aus Elgersburg sind am Sonntag, dem 17. Dezember, ab 15 Uhr in die Gaststätte „Zum Hirtenberg“ recht herzlich eingeladen.

Und die Senioren aus Geraberg feiern am Freitag, dem 15. Dezember, ab 15 Uhr in der Geratalhalle miteinander.

Die Besucher können sich auf schöne Stunden mit weihnachtlichen Leckereien, Musik und der einen oder anderen Überraschung freuen.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/TA / 05.12.17

Ehrenamt ist Freude und Verpflichtung gleichermaßen

Zum Tag des Bürgers wurden gestern fünf Projekte im Rahmen des Wettbewerbs „Stark im Verein“ ausgezeichnet

02. Dezember 2017 / 01:01 Uhr
Die Ehrenamtler freuten sich riesig über ihre Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Stark im Verein". Sie können nun neue Projekte umsetzen, für die bislang mitunter das Geld fehlte. Dedr erste Preis ging an den BSSV Arnstadt.Foto: Hans-Peter Stadermann

Die Ehrenamtler freuten sich riesig über ihre Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Stark im Verein". Sie können nun neue Projekte umsetzen, für die bislang mitunter das Geld fehlte. Dedr erste Preis ging an den BSSV Arnstadt.Foto: Hans-Peter Stadermann

Arnstadt. Sie sind die stillen Helden des Alltags. Bescheiden, aber dennoch rührig, wenn es darum geht, Lücken zu schließen. Das, was Ehrenamtler tun, könnte man mit Geld nicht bezahlen. Umso wichtiger ist es, ihnen zu danken für ihr Engagement.

Seit Jahren richtet der Ilm-Kreis daher in der Vorweihnachtszeit den Tag des Bürgers aus, um die stillen Helden des Alltags in den Mittelpunkt zu rücken. So auch gestern Abend in der Arnstädter Stadthalle.

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Im Rahmen des Empfangs zeichneten Sparkasse Arnstadt-Ilmenau und Thüringer Allgemeine die Teilnehmer der letzten Runde des Wettbewerbs „Stark im Verein“ in diesem Jahr aus.

Der recht junge Wander- und Freizeitverein Arnstadt wurde gegründet, um Kinder weg vom Fernsehen locken. Nicht nur eine Sportgruppe für die Jüngsten gibt es. Regelmäßig zieht es Jung und Alt auch gemeinsam in die Natur. Jahreshöhepunkt war eine Wanderung in den Sommerferien auf dem Rennsteig. Zwei Wochen ohne Handy – und doch gab es nur strahlende Kindergesichter. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein solches Camp geben. 200 Leser gaben dem Wander- und Freizeitverein ihre Stimme, so dass die nächste Tour mit 200 Euro unterstützt wird.

Seit nunmehr 18 Jahren gibt es das Kick-Box-Team Arnstadt. Viele Menschen aus dem Ilm-Kreis haben die Mitglieder schon in Aktion erlebt. Denn werden irgendwo große Feste gefeiert, sind sie oft mit Aufführungen vertreten. Sportlich haben die Mitglieder schon zahlreiche Podeste erobert. Neun Weltmeistertitel wurden bereits geholt. Wo viel trainiert wird, gibt es allerdings auch Verschleiß. Das Kick-Box-Team möchte neue Trainingsmatten anschaffen. 316 Stimmen sammelten die Sportler und sicherten sich damit eine Unterstützung in Höhe von 250 Euro.

„Ohne Jugend stirbt irgendwann die Feuerwehr“, sagt Thomas Ollenburg vom Jugendfeuerwehr-Förderverein Geratal. Die Kameraden der Wehren Geraberg, Martinroda, Elgersburg und Neusiß haben schon vor Jahren erkannt, dass sie aktiv den Nachwuchs fördern müssen, um später gut besetzte Einsatzabteilungen zu haben.

Geld für Jugendarbeit und Sportgruppe

Der Verein engagiert sich nicht nur bei der Ausbildung der Jungen und Mädchen, sondern bietet auch so manches Freizeitangebot, das die Kameradschaft stärkt und die Motivation der Kinder und Jugendlichen hoch hält. Die Feuerwehrcamps, Feiern und Co. kosten allerdings etwas Geld, so dass Spenden unabdingbar sind. 424 Stimmen sammelte der Jugendfeuerwehr-Förderverein bei unserem Wettbewerb. Das bedeutet einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für die nächsten Aktivitäten.

Ruhig und beschaulich liegt das kleine Örtchen Liebenstein. Doch sollte man nicht annehmen, dass dort nichts los ist. Dafür sorgen seit dem Jahr 2000 unter anderem die Mitglieder des Rasselbockvereins. Arbeitseinsätze im Dorf leisten sie ebenso, wie sie kulturelle Veranstaltungen auf die Beine stellen. Das Sport- und Kinderfest, das Parkfest, das Martinsfest oder auch die Märchentheateraufführungen sind nur einige Höhepunkte im Dorfleben, die hier genannt werden sollen. 467 Stimmen sammelten die Rasselböcke. Das bedeutet 750 Euro für die Vereinskasse, um weitere Feste auf die Beine stellen zu können.

Eine wertvolle Arbeit leistet der Behinderten- und Seniorensportverein Arnstadt. Menschen mit einer Behinderung trainieren in den Sportgruppen ebenso wie Patienten, die durch Sport ihre Gesundheit stabilisieren wollen. Ganz neu ist ein Angebot, das sich an Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen richtet. Sie leiden unter chronischen Schmerzen, trauern, sind depressiv. So unterschiedlich ihre Diagnose auch sein mag, so ähneln sich doch die Auswirkungen: Die Betroffenen schotten sich ab, ziehen sich aus dem Leben zurück, vereinsamen.

In der neuen Sportgruppe können sie nicht nur wieder Kontakte knüpfen. Gezielte Übungen helfen ihnen auch dabei, die Psyche wieder zu stabilisieren, offener, positiver gestimmt in die Zukunft zu schauen. Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden, dafür fehlen bislang aber noch einige Sportgeräte. 870 Leser stimmten für den Behinderten- und Seniorensportverein ab. Dafür gibt es einen Zuschuss von 1000 Euro.

Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 02.12.17

Einzelne Ortschaften direkt anklicken

TA testet Internetseiten Heute: www.geratal.de - Mittelmäßige Seite zwischen schlechter Übersicht und schneller Geschwindigkeit

28. November 2017 / 01:01 Uhr
Das Bild gehört zum Auftritt der Verwaltungsgemeinschaft Geratal. Screenshot: Marvin Reinhart

Das Bild gehört zum Auftritt der Verwaltungsgemeinschaft Geratal. Screenshot: Marvin Reinhart

Ilm-Kreis. Der TA-Internetseitentest der Städte und Verwaltungsgemeinschaften des südlichen Ilm-Kreis nähert sich langsam dem Ende zu. Heute steht die Seite der Verwaltungsgemeinschaft Geratal zum Test.

Rein optisch macht die Homepage einen mittelmäßigen Eindruck. Vor allem ist dabei die dargestellte Größe der Seite fraglich, da sich die Seite nur in einem kleinen Ausschnitt präsentiert. Weiter ist das Bild auf der Startseite etwas ausdruckslos. Dafür werden die Unterseiten der Ortschaften Angelroda, Elgersburg, Geraberg, Martinroda und Neusißrecht hübsch illustriert. Insgesamt gibt es dafür drei von fünf Punkte.

Auch ist die Übersicht etwas kompliziert, da sich die Untermenüs erst öffnen, wenn der Besucher die jeweiligen Kategorien angeklickt hat. Eine seiteninterne Suchfunktion gibt es leider nicht. Viele Informationen werden erst gefunden, wenn die einzelnen Ortschaften direkt angeklickt werden. In der Kategorie Übersicht gibt es deswegen nur zwei Punkte.

Inhaltlich stellt die Seite alle gängigen Informationen bereit. Jedoch ist sie überhaupt nicht aktuell. Die letzte Bekanntmachung ist aus dem Jahr 2011. Öffnet man die Unterseiten der einzelnen Ortschaften, präsentiert sich ein unausgewogenes Bild. Während bei manchen Ortschaften aktuelle Veranstaltungen geteilt werden, liegt die Rubrik bei anderen brach. Dafür gibt es aber reichlich Text -und Bildmaterial zu Themen wie Geschichte, Tourismus und auch Sport.

In Sachen Interaktion bietet die Seite eine interaktive Karte und eine Webcam. Ebenso ist ein Kontaktformular integriert. Leider ist aber auch diese Seite nicht barrierefrei. Dafür lädt die Seite recht flott, ist jedoch nicht für mobile Nutzung optimiert.

Die TA testet in dieser Serie Internetseiten von Kommunen. Zuletzt: Gehren am 22.11.2017. In jeder Kategorie können bis zu fünf Punkte vergeben werden. Bei der Bewertung unterstützt Experte Ludwig Hubert von der Agentur „webfellows“ aus Würzburg.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/Marvin Reinhart / 28.11.17

Busverkehr wird nicht durch private Gelder finanziert

28. November 2017 / 01:01 Uhr

Arnstadt. Wie finanziert sich die Regionalbus GmbH? Mit dieser Frage wandte sich Frank Kuschel, Landtagsabgeordneter der Linken, vor wenigen Wochen an die Landesregierung. Ihm sei es dabei nicht darum gegangen, Öl ins Feuer zu gießen. „Mir geht es um eine Versachlichung der Debatte“, betonte er.

Denn im Nachgang des Kreistagsbeschlusses, dass der Busbetrieb IOV zum Jahreswechsel kommunalisiert wird und ab Mitte 2019 auch im nördlichen Ilm-Kreis die Buslinien übernehmen soll, machen immer wieder heftige Vorwürfe die Runde.

Unter anderem habe Knut Gräbedünkel, der Geschäftsführer der Regionalbus Arnstadt GmbH, mehrfach geäußert, dass die ebenfalls geplante Kommunalisierung des RBA quasi eine Enteignung eines Familienbetriebes sei.Doch um einen Familienbetrieb im klassischen Sinne, der sich über private Gelder finanziert, handele es sich beim RBA gar nicht, betonte Kuschel. Das beweise sowohl die Antwort der Landesregierung als auch ein Blick in die öffentlich zugänglichen Beteiligungsberichte des Landkreises.

Zur Finanzierung RBA kämen keine privaten Gelder zum Einsatz, gab Kuschel gestern die Aussage der Landesregierung weiter. Ausgenommen seien die 60 000 Euro Gesellschafteranteil, die 1999 im Rahmen der Teilprivatisierung durch den Gesellschafter Siegfried Gräbedünkel einmalig eingezahlt wurden. Mit dieser Summe habe er 66 Prozent Anteil an einem Unternehmen erworben, dessen Bilanzwert deutlich im einstelligen Millionenbetrag lag, so Kuschel. „Auch der Beteiligungsbericht des Ilm-Kreises für 2016 bestätigt den Fakt, dass sich die RBA ausschließlich aus Erlösen aus dem Fahrscheinverkauf und Steuergeldern finanziert“, so der Abgeordnete.

Fördergeld wurde auch in 20 Busse investiert

2016 habe die Bilanzsumme der RBA rund 5,2 Millionen Euro betragen. Das Eigenkapital betrage fast eine Million Euro und das zu 90 Prozent aus Gewinnen der Vorjahre. 1,33 Millionen Euro Fördermittel des Landes seien zudem noch in der Bilanz verbucht. Die Kreditsumme liege bei rund zwei Millionen Euro, der Jahresumsatz bei sechs Millionen Euro. Davon seien fast drei Millionen Euro Zuschüsse des Landkreises. 90 Prozent des Umsatzes mache die RBA im Auftrag des Landkreises. Zehn Prozent Umsatz sind Gelegenheitsverkehre und sonstige Einnahmen. Seit 2010 habe die RBA rund 2,25 Millionen Euro Fördermittel für Investitionen erhalten. Damit wurde auch der Kauf von 20 Bussen gefördert.

„Klarzustellen ist, dass die RBA kein Familienunternehmen ist, das im Wettbewerb zu anderen Marktteilnehmern steht. Der Betriebshof und die Busse sind kein Familieneigentum, sondern Eigentum der Gesellschaft. Wird die Eigentümerstruktur geändert, hat dies auch Auswirkungen auf das Vermögen und die Schulden“, so Kuschel. Nach derzeitiger Beschlusslage werde der Ilm-Kreis seine 34-prozentige Beteiligung an der RBA aufgeben. Der private Gesellschafter werde den Landkreis im erheblichen Maße entschädigen müssen, weil das Vermögen mehr als doppelt so hoch ist, als die Kreditbelastung.

Die Betriebsstätte in Arnstadt, die aus Fördermitteln finanziert wurde, falle an den Landkreis zurück, wenn die RBA keinen öffentlichen Personennahverkehr mehr erbringen sollte.

Beigelegt ist der Streit noch nicht. Gegen Landrätin Petra Enders (Linke) läuft eine Dienstaufsichtsbeschwerde der CDU-Fraktion im Kreistag. Noch hat das Landesverwaltungsamt nicht darüber befunden, ob sie im Kreistag nicht hätte mit abstimmen dürfen, da ihr eigener Mann Reiseunternehmer und sie möglicherweise befangen ist..

Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 28.11.17

Ilm-Kreis: Diskussion im Busstreit

Auch die IHK schlägt vor, den Südkreis vom kommunalisierten Omnibusverkehr Ilmenau befahren zu lassen. Regionalbus Arnstadt mit Chance bei einer Ausschreibung

18. November 2017 / 06:23 Uhr
Auch, wenn sich niemand in die ersten beiden Reihen traute: Die Aula des ehemaligen Neideckgymnasiums war während der Verkehrskonferenz voll. Hier diskutieren Felix Schmigalle, Eckhard Bauerschmidt, Herbert Windmiller, Ralf Pieterwas, Erik Pelizäus, Georg Bräutigam und Andreas Beyersdorf (von links) über die Vor- und Nachteile einer Privatisierung des öffentlichen Personennahverkehrs im Ilm-Kreis. Foto: Britt Mandler

Auch, wenn sich niemand in die ersten beiden Reihen traute: Die Aula des ehemaligen Neideckgymnasiums war während der Verkehrskonferenz voll. Hier diskutieren Felix Schmigalle, Eckhard Bauerschmidt, Herbert Windmiller, Ralf Pieterwas, Erik Pelizäus, Georg Bräutigam und Andreas Beyersdorf (von links) über die Vor- und Nachteile einer Privatisierung des öffentlichen Personennahverkehrs im Ilm-Kreis. Foto: Britt Mandler

Arnstadt. Einen Kompromiss im Busstreit forderte Ralf Pieterwas, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), vom Kreistag am Donnerstagabend im Rahmen einer Verkehrskonferenz. Am Beschluss, den Busbetrieb IOV Ilmenau zu privatisieren, gebe es wohl nichts mehr zu rütteln. Um die Gemüter zu beruhigen, könne man den IOV ab Mitte 2019 aber mit der Erbringung von Busdienstleistungen nur im Südkreis beauftragen. Im Gegenzug sollten die Busleistungen im Nordkreis beim Regionalbus Arnstadt (RBA) verbleiben. Die Chancen, dass sich das Unternehmen in einer Ausschreibung durchsetzt, stünden gut.

Genau diesen Antrag will die CDU auch im kommenden Kreistag stellen, kündigte Fraktionschef Andreas Beyersdorf in der Podiumsrunde an. Ob sich die Fraktion damit durchsetzt, ist derzeit nicht absehbar.

Existenzängste plagen die Mitarbeiter

Anberaumt wurde die Konferenz vor allem, um der Bevölkerung zu vermitteln, warum eine Kreistagsmehrheit für eine Kommunalisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs gestimmt hat. Denn einfach so weiter machen wie bisher – das geht aus EU-Sicht nicht, da sich diverse Vorschriften geändert haben.

Ob das tatsächlich so ist: Auch darüber gehen die Auffassungen auseinander. Verschiedene Juristen bewerten derzeit die Pläne.

Landrätin Petra Enders (Linke) ist allerdings überzeugt, dass der Kreis den richtigen Weg eingeschlagen hat. Sowohl eine europaweite Ausschreibung als auch die Vergabe der Busdienstleistungen im Zuge eines so genannten eigenwirtschaftlichen Antrags bergen ihrer Ansicht nach das Risiko, dass Drittfirmen den Auftrag gewinnen und der Kreis finanzielle Verluste erleidet, weil er Anteile an IOV und RBA hält.

Seit Jahren schon sei daher die Kommunalisierung vorbereitet worden. Plan war, den privaten Gesellschaftern ihre Anteile auszuzahlen. Die Geschäftsführer wären ebenso im Amt geblieben wie die Mitarbeiter. Dazu habe es auch entsprechende Gesellschafterbeschlüsse gegeben.

Mit der IOV sei eine Einigung erzielt worden. Mit der RBA aber nicht. Was dazu führte, dass im Kreistag beschlossen wurde, dass die IOV ab Mitte 2019 die Buslinien im kompletten Kreis übernehmen soll.

Bei den RBA-Mitarbeitern weckt das natürlich Existenzängste. Das machten sie in der Konferenz auch deutlich. Auch gab es kritische Stimmen, die hinterfragen, ob man private Gesellschafter per Auszahlung ihrer Anteile quasi so einfach vor die Tür ihres eigenen Unternehmens setzen kann. Eine befriedigende Antwort bekamen sie auf diesen Vorwurf nicht.

Erik Pelizäus, ein Hamburger Rechtsanwalt, der den Landkreis im Zuge der Kommunalisierung berät, machte aber klar, dass es dem Kreis frei stehe, welche Weg der Auftragsvergabe er wählt. Ob es alles so kommt, wie es der Kreistag beschlossen hat, ist allerdings mit Fragezeichen versehen. Denn der Kreis muss die Direktvergabe der Fahrdienstleistungen an den IOV im EU-Amtsblatt anzeigen. Zum selben Zeitpunkt haben Unternehmer, die der Meinung sind, dass sie diese Leistungen ohne die staatlichen Zuschüsse erbringen können, die Möglichkeit, sich beim Landesverwaltungsamt um den Auftrag zu bewerben. „Wenn das passiert, müssen wir sehen, wie entschieden wird“, sagte Pelizäus.

Für allzu wahrscheinlich halten die Befürworter der Kommunalisierung dies aber nicht. Denn der öffentliche Personennahverkehr ist trotz Einnahmen etwa aus Fahrkartenverkäufen ein Zuschussgeschäft.

Investitionen in Busse und Betriebshof nötig

In diesem Jahr macht der Kreis dafür 3,6 Millionen Euro locker. Bei Übertragung an ein eigenwirtschaftlich arbeitendes Unternehmen fiele die 100-Prozent-Finanzierung weg. Lediglich feste Zuschüsse, die aber das Defizit nicht voll decken, könnten genehmigt werden.

Vor allem Flexibilitätsgründe führen die Befürworter in Sachen Kommunalisierung an. Denn bei anderen Vergabeformen binde man sich vertraglich recht starr. Müssten innerhalb der Vertragslaufzeit Linien geändert werden, gehe dem ein langwieriger bürokratischer Prozess voraus. Mehr Einfluss könne der Kreis nehmen, wenn er selber der Besitzer des Busbetriebs ist. Optimierte Linienführungen werden da ebenso genannt wie Investitionen in moderne Techniken. Busse mit Elektroantrieb sind gemeint, perspektivisch auch autonom fahrende Fahrzeuge.

Noch steckt diese Technologie zwar in den Kinderschuhen. So sehe aber die Zukunft aus, sind die Diskussionsteilnehmer überzeugt.

Blicken sie ein paar Jahre voraus, unterscheiden sich ihre Ansprüche an einen modernen Personennahverkehr gar nicht so sehr. Und doch: Über das Hier und Jetzt und Wie streiten sie trefflich.

Ralf Pieterwas wettert, dass man die Privatwirtschaft nicht so verteufeln dürfe, wie es im Ilm-Kreis gerade geschehe. Pelizäus und die Anwälte der RBA liefern sich juristische Spitzfindigkeiten. Immer wieder andiskutiert wird auch die Frage, was es den IOV denn kostet, wenn er bis zu 37 neue Busse braucht. Pieterwas stellt eine Summe von 8,5 Millionen Euro in den Raum. Auch ein neuer Betriebshof kostet viel Geld.

Die höheren Ausgaben seien aber nur temporär, hält Linken-Fraktionschef Eckhard Bauerschmidt dagegen. In neue Busse werde ohnehin regelmäßig investiert, auch könne man vorübergehend Fahrzeuge leasen. Stellen werden im kommenden Jahr ausgeschrieben, betont er.

Bewerbungen von RBA-Mitarbeitern seien ausdrücklich willkommen. Georg Bräutigam (Pro Arnstadt) schüttelt da nur den Kopf. Der Stadt sei daran gelegen, dass die RBA überlebt. Das Unternehmen gehöre nach Arnstadt und sei ein verlässlicher Partner. Das spielte erst jüngst im Stadtrat eine Rolle.

Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 18.11.17

Löchriges Wegenetz schließt sich

Zwischen Angelroda und Neusiß wurde ein Radweg eingeweiht, der nicht nur Einheimischen zugute kommen soll

07. November 2017 / 01:01 Uhr
Gut einen Kilometer lang ist der gestern eingeweihte neue Radweg bei Angelroda. Foto: Arne Martius

Gut einen Kilometer lang ist der gestern eingeweihte neue Radweg bei Angelroda. Foto: Arne Martius

Geratal. Angeroda und Neusiß eint die Tatsache, dass sie zwei idyllische Orte in einer malerischen Landschaft sind. Was die beiden Gemeinden aber noch gemeinsam haben, ist ein Einwohnerverlust: Angelroda verlor seit dem Jahr 2000 bis Mitte 2016 über 90 Bürger und zählte zur jüngsten Erhebung laut Landesamt für Statistik 363 Einwohner. Die Zahl der Bewohner in Neusiß sank im gleichen Zeitraum von 280 auf 227.

Gerade hatte der Ort am Wochenende 590. Geburtstag. Für Bürgermeister Ralf Hühn (parteilos) ist das Jubiläum eine große Verpflichtung. „Wir müssen stärken und erhalten, was wir von unseren Vorfahren geerbt haben“, findet er. Er will die Infrastruktur verbessern, um für Zuzüge zu sorgen und für Urlauber attraktiv zu sein.

Deswegen bedeutet die Einweihung des neuen Radwegs zwischen Angelroda und Neusiß mehr als nur die Übergabe einer 1,1 Kilometer langen Strecke. Für Neusißbedeutet der Abschnitt gleichzeitig den Anschluss an den beliebten Gera-Radweg. Bürgermeister Hühn hofft nun darauf, dass dieses Wegenetz noch weiter in Richtung Plaue und Martinroda ausgebaut werden kann.

Sein Angelrodaer Amtskollege sieht das ähnlich. „Das Geld ist da, es wird nur nicht richtig verteilt“, ärgert sich Udo Lämmer. Für die beiden kleinen Gemeindehaushalte waren die Anteile an den Gesamtkosten in Höhe von knapp 77 000 Euro nicht mal eben so zu stemmen. Zur Unterstützung gab es 15 000 Euro Fördermittel, jeweils 5000 Euro steuerten Landkreis und Sparkasse bei.

Landrätin Petra Enders (Linke) sieht in der gestrigen Freigabe des Weges noch eine andere Bedeutung: Sie steht stellvertretend für die Umsetzung des Radverkehrskonzepts des Landkreises, an der sich mehrere Hundert Bürger beteiligten. Ziel sei es, möglichst vorhandene Wege zu nutzen, meint die Landrätin. „Durch große Infrastrukturprojekte mussten die Landwirte schon genug Flächen abtreten“, fügt sie hinzu.

Auch im Fall der Rad- und Fußverbindung zwischen Neusiß und Angelroda diente ein ursprünglich vorhandener Feldweg als Vorlage für die Strecke.

Als i-Tüpfelchen würde es VG-Chef Frank Geißler (CDU) noch empfinden, wenn dem Weg eine Asphaltdecke spendiert würde. Denn die bisher eingebracht wassergebundene Decke benötigt mehr Pflege.

Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemeine.de/web/Arne Martius / 07.11.17

Konferenz in Sachen Bus

06. November 2017 / 03:36 Uhr

Ilm-Kreis. Die nächste Verkehrskonferenz will Landrätin Petra Enders (Linke) dazu nutzen, um über die geplante Kommunalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs zu informieren. „Es wird das Gerücht gestreut, auf den Kreis kommen dadurch Millionenkosten zu. Das stimmt aber nicht. Der Kreishaushalt wird nicht belastet“, sagt Enders.

Spätestens bis zum Jahresende soll per Notarvertrag der Kauf der privaten Firmenanteile am Busbetrieb IOV durch das kreiseigene Unternehmen IKPV geregelt werden. Parallel dazu widme man sich schon dem Liniensystem. Momentan gebe es im Nord- und Südkreis noch verschiedene Fahrplansysteme. Würden die enger aufeinander abgestimmt, ergäben sich auch Synergien. Unterm Strich benötige man weniger Busse als bisher mit zwei Unternehmen.

Die Busflotte der IOV werde aber natürlich bis Mitte 2019, wenn die Linien im Nordkreis übernommen werden, aufgestockt – durch ohnehin geplante Anschaffungen sollen bis dahin 14 Busse angeschafft werden. Fehlen dann noch Fahrzeuge, werden diese vorübergehend geleast, so Enders. Zusätzlich benötigte Stellen sollen im Sommer 2018 ausgeschrieben und ab Anfang 2019 schrittweise besetzt werden.

In Arnstadt werde es auch weiterhin einen Betriebshof geben, kündigte sie an. Zwei Varianten gibt es: Entweder übernimmt der IOV den jetzigen Betriebshof. Oder der Kreis nutzt eine vorhandene Fläche samt geeignetem Gebäude als neuen Betriebshof um. „Die Investitionen werden ausschließlich über die IOV und die IKPV getätigt. Eine direkte Belastung des Kreishaushaltes gibt es nicht“, so Enders.

Die Verkehrskonferenz will die Landrätin am 16. November ab 18.30 Uhr im ehemaligen Gymnasium am Schlossplatz in Arnstadt durchführen. Nicht nur Informationen etwa zu rechtlichen Fragen der Kommunalisierung soll es geben, sondern auch eine Podiumsdiskussion. Eingeladen sind dazu auch Kritiker der Pläne, etwa Vertreter der CDU-Fraktion und Freien Wähler im Kreistag.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/Britt Mandler / 06.11.17

Kindergarten soll vergrößert werden

30. Oktober 2017 / 01:01 Uhr

Martinroda. In der Gemeinderatssitzung Ende voriger Woche in Martinroda informierte Bürgermeister Günther Hedwig (parteilos), dass der Kindergarten um einen Anbau für rund eine halbe Million Euro vergrößert werden solle.

Die derzeitige Betriebserlaubnis sei für 70 Kinder ausgestellt, doch die Nachfrage sei größer. Ein Architekturbüro habe einen Entwurf erarbeitet. Allerdings habe die Verwaltungsgemeinschaft, nicht die Gemeinde, die Oberhand für die Kindergärten in Martinrodaund Elgersburg. Keine Kitas gebe es in Angelrodaund Neusiß. Für den gewünschten Anbau sei bereits ein Fördermittelantrag beim Land Thüringen gestellt worden. Ob es aber, wie in zurückliegenden Jahren, 90 Prozent Zuschuss gebe, bezweifelt Hedwig.

Sollte die Förderquote geringer ausfallen, wächst automatisch der Eigenanteil – und dann würde sich die Frage stellen, ob sich Martinrodaeine solche Vergrößerung der Kindereinrichtung noch leisten könnte.

Im Gemeinderat wurde zudem mitgeteilt, dass Bernd Hornaff (Linke) seine Tätigkeit im Gemeinderat beendet hat. Hornaff vertrat eine Ein-Mann-Fraktion, zu der sich Linke und CDU zusammengeschlossen hatten. Für Hornaff, der aus Martinroda wegzieht, gebe es keinen Nachrücker. Hornaffs Platz im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft übernimmt Babett Morgenbrod.

Ratsmitglied Georg Schramm informierte anschließend, dass sich der Revierförster bei der Waldwegabnahme dafür ausgesprochen habe, dass am Oberen Weg der Durchlass teilweise geöffnet wird. Grund: Der Graben stehe häufig voller Wasser.

Im weiteren Verlauf ging es um rechtliche Probleme, wenn zum Beispiel ein Baum auf ein Nachbargrundstück fällt, und um Baumschnitt im Ort.

Bürgermeister Hedwig berichtete zum Abschluss auch über eine Zusammenkunft des Gemeinde- und Städtebundes. Dabei habe nicht unbedingt die Gebietsreform in Thüringen im Vordergrund gestanden. Vielmehr habe Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) die Entwicklung in Thüringen „in den höchsten Tönen“ gelobt. Diese Einschätzung teilte Hedwig nicht. Kleine Kommunen hätten gegenüber großen Städten einen schweren Stand, sagte er.

Quelle: http://ilmenau.thueringer-allgemeine.de/web/Hanns Stamm / 30.10.17

 

Ilmkreis leistet sich seinen eigenen Busstreit

Der Busstreit machte den Kreis Gotha bundesweit berühmt. Nun bricht der benachbarte Ilmkreis seinen "Busstreit" vom Zaun: Landrätin Enders möchte die Mehrheit an zwei privat kontrollierten Busfirmen, die den öffentlichen Nahverkehr abwickeln - doch die Unternehmer spielen nicht mit.

von Matthias Thüsing
Linienbusse der Gesellschaft Regionalbus Arnstadt GmbH in Arnstadt.

Linienbusse der Gesellschaft Regionalbus Arnstadt (RBA) in Arnstadt.Bildrechte: MDR/Matthias Thüsing

Alles geschah in großer Heimlichkeit. "Internes Material" steht in großen Lettern auf einer fünfseitigen Vorlage an den Kreistag des Ilmkreises, erstellt vermutlich irgendwann im Dezember 2016. Die parteilose Landrätin Petra Enders schlug dem Kreistag vor, die Gesellschafterverträge des Kreises mit den beiden privaten Busgesellschaften für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu kündigen. In der Begründung findet sich eine Art Fahrplan zur Kommunalisierung der Busflotte.

Die beiden Gesellschaften Regionalbus Arnstadt (RBA) und Ilmenauer Omnibusverkehr (IOV) sind seit ihrer Gründung vor einem guten Vierteljahrhundert Gemeinschaftsunternehmen des Kreises mit zwei privaten Unternehmern. Die Firmen halten bis Mitte 2019 die Linienkonzessionen für den ÖPNV auf den Straßen des Kreises. Der Ilmkreis selbst hält - über eine Tochtergesellschaft - an den beiden Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung von jeweils 34 Prozent. Seit drei Jahren versucht Landrätin Enders, diesen Anteil auf mehr als 50 Prozent zu erhöhen. Doch die privaten Gesellschafter lehnten alle entsprechenden Offerten ab.

Jetzt werden keine Angebote mehr gemacht

Enders zog nun andere Saiten auf. Am 14. Dezember 2016 bekam sie von der rot-rot-grünen Mehrheit im Kreistag freie Hand, um die Gesellschafterverträge zu kündigen. Drei Tage vor Weihnachten lagen die Schreiben auf den Tischen der Geschäftsführer, die zugleich Mehrheitsgesellschafter sind. Begründet wurden die Kündigungen mit dem Wunsch des Ilmkreises, die Konzessionen ab Mitte 2019 direkt an ein mehrheitlich kreiseigenes Unternehmen zu vergeben. Nur als Hauptgesellschafter könne das Landratsamt bei der nächsten Ausschreibung für den ÖPNV im Kreis auf eine europaweite Ausschreibung verzichten.

Enders Kalkül: Den drohenden Konzessionsverlust vor Augen, geben die privaten Mehrheitsgesellschafter klein bei und verkaufen ihre Anteile. Doch zumindest bei RBA-Geschäftsführer Knut Gräbedünkel erreichte die Landrätin das Gegenteil: Gräbedünkel nutzte einen Passus im Gesellschaftervertrag, wonach er bei einem Verlust der Konzession die Anteile des Kreises einziehen kann. Anfang Juli drängt Gräbedünkel den Kreis aus der Gesellschaft. Über die Summe, die das Landratsamt als Abfindung bekommt, verhandeln beide Seiten. Im nördlichen Ilmkreis, wo die RBA fährt, ist der Busverkehr damit bis auf weiteres vollständig privatisiert.

Ilmkreis privatisiert versehentlich Nahverkehr

Im Ilmkreis streiten sich kommunale und private Partner darüber, wer den Nahverkehr in der Hand hat. Mit skurrilen Folgen: Statt bei der Kommune ist der Busverkehr im nördlichen Ilmkreis nun vollständig privatisiert.

CDU/FDP frotzelt: VEB Kraftverkehr wird wohl kaum günstiger

Zu den Auseinandersetzungen äußern mögen sich weder Gräbedünkel noch sein IOV-Pendant Matthias Höring. Auch Landrätin Petra Enders mochte am Montag keine Stellungnahme zu ihren Plänen abgeben. Eine Entscheidung zur Zukunft des ÖPNV müsse im September besprochen werden. Dafür redet die Opposition im Kreistag: Andreas Beyersdorf, der Chef der CDU/FDP-Fraktion, hält die Kündigung für falsch. "Hier werden zwei gut funktionierende Unternehmen ohne Not in ihrer Existenz gefährdet", sagt er. Der Kreis besitze weder eine Busgesellschaft mit dem entsprechenden Personal, noch verfüge das Landratsamt über Busse und ein Busbetriebsgelände. Beyersdorf: "Ich glaube nicht, dass es billiger werden kann, wenn die Landrätin den VEB Kraftverkehr wieder ins Leben rufen will". 

Quelle: http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/ilm-kreis-nahverkehr-kommunalisierung-100.html

 

Bauausschuss ebnet Weg für neuen Supermarkt an der Erfurter Straße

Es gibt eine Ergänzung im Bebauungsplan für eine 800 Quadratmeter große Verkaufseinrichtung. Keine Sorgen um Interessenten.

24. Mai 2017 / 15:13 Uhr
Auf der Freifläche unterhalb der Erfurter Straße könnte ein Einkaufsmarkt gebaut werden. Mindestens ein Interessent hat sich bislang gemeldet. Foto: Ralf Ehrlich

Auf der Freifläche unterhalb der Erfurter Straße könnte ein Einkaufsmarkt gebaut werden. Mindestens ein Interessent hat sich bislang gemeldet. Foto: Ralf Ehrlich

Ilmenau. Ein neuer Supermarkt für die Ilmenauer Oberstadt rückt in greifbare Nähe: Der Bauausschuss gab am Montag grünes Licht für eine entsprechende Ergänzung im Bebauungsplan für das Wohngebiet "Am Friedhof Ost". Demnach soll auf einem 8500 Quadratmeter großen Areal unterhalb der Erfurter Straße die Möglichkeit geschaffen werden, einen Einkaufsmarkt mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zu errichten.

"Die Ergänzung im Bebauungsplan ist deswegen nötig, weil zur Zeit der Erstellung nicht absehbar war, dass wenig später zwei Verkaufseinrichtungen in der Nähe schlossen", schilderte Dorit Held vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Ilmenau. Zuerst gab Penny die Filiale in der Erfurter Straße auf, wenig später folgte Tegut mit der Schließung des Standorts in der Goethepassage.

Auf den ersten Blick ist die Fläche oberhalb des neuen Wohngebiets nicht ideal: Zwar lebt in dem mit 120 Bauplätzen inzwischen ausverkauften Viertel eine kritische Anzahl an Personen. Hinzu kommen die Bewohner der Mehrfamilienhäuser darüber. Doch für einen Einkauf zu Fuß von der Innenstadt aus sei die Entfernung grenzwertig, schätzten begutachtende Behörden ein. Positiv aber wirkt sich aus, dass auch die Einwohner aus dem Ortsteil Roda und aus dem benachbarten Martinroda eine näher an ihren Dörfern gelegene Einkaufsmöglichkeit erhalten, fügte Dorit Held hinzu.

Damit aber kommen auf die Planer neue Herausforderungen zu. Weil das zuständige Straßenbauamt eine eigene Zufahrt für den Supermarkt von der Erfurter Straße her ablehnt, bleibt nur eine Zuwegung von der Blumenstraße aus. Das aber wiederum bedeutet höhere Verkehrsströme. Nicht nur, dass die Zufahrt am Ende der Blumenstraße so ausgelegt werden muss, dass sie problemlos von 18 Meter langen

Verschiebebahnhof beim Containerstellplatz

Lastwagen befahren werden kann. Hinzu kommen auch die Belastungen der Anwohner mit den Autos der Einkaufenden. Stadtrat Stefan Sandmann (parteilos) befürchtete, dass es zu kleineren Staus kommen könnte: Im Berufsverkehr bildeten sich seinen Beobachtungen zufolge jetzt schon lange Schlangen bis in das Wohngebiet hinein, wenn jemand nach links in die Erfurter Straße abbiegen will.

Als Auflage wurde den Planern daher schon ein Anlieferungsverbot in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr auferlegt. Um Lärm von den unter dem Supermarkt befindlichen Wohnhäuser fernzuhalten, ist eine Emissionsschutzwand geplant.

Was die Ansiedlung einer Supermarktkette anbetrifft, darüber macht sich die Stadtverwaltung keine Sorgen. Mindestens ein Interessent hat sich bislang gemeldet, sagte Bauamtsleiter Uwe Wolf auf Anfrage von Rainer Röhner (FWG). Hinzu kommen die Aktivitäten von Stadträten, die ebenfalls bereits Anbieter auf das neue Baufeld in Ilmenau aufmerksam gemacht haben, fügte er hinzu.

Eine weitere Änderung im Bebauungsplan "Am Friedhof" betrifft den Stellplatz für die Müllcontainer: War erst ein Standort in der Mitte des Wohngebiets geplant, wurde der zwischenzeitlich an die Verlängerung der Wiesenstraße verschoben. Inzwischen wurde nun ein endgültiger Stellplatz auf einer Grünfläche am Eingangsbereich von der Oberpörlitzer Straße gefunden. Stadtrat Reinhard Mahlendorf (CDU) äußerte sein Unverständnis über die mehrfache Verschiebung. "Ich bin der Meinung, so eine Sammelstelle gehört in ein Wohngebiet hinein. Wir spielen doch Schach auf dem B-Plan", fand er.

Bauausschussvorsitzender Kurt Retzlaff (CDU) sagte, dass dieses Thema auch bei der Erweiterung des Wohngebiets in Richtung Westen kommen werde. "Das ist so ein bisschen wie mit der Autobahn. Alle brauchen sie, aber keiner will sie vor seiner Tür haben", sagte er.

Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/Arne Martius / 24.05.17

Martinroda stellt Antrag zur Eingemeindung nach Ilmenau 

 Martinroda. Die letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr am Montag in Martinroda endete mit einem Paukenschlag, als Bürgermeister Günther Hedwig mitteilte, dass der "Gemeinderat für Martinroda die Zukunft in Ilmenau sieht". 

Der Gemeinderat hatte zuvor seinen nicht öffentlichen Teil absolviert und dabei einen Tagungsordnungspunkt in den öffentlichen verlegt. Das war die Erklärung des Bürgermeisters. Wie Hedwig sagte, glaube der Gemeinderat, dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Weg mitgehen wird. Es habe dazu aber keine Einwohnerversammlung gegeben. Jedoch hätten Bürger diesen Wunsch an den Gemeinderat herangetragen.

Martinroda werde nun einen Antrag auf Eingemeindung an die Stadt Ilmenau stellen, erklärte Hedwig. Acht der neun anwesenden Gemeinderäte stimmten dem Beschluss der Antragsstellung zu. Hedwig sagte nicht, ob er schon mit dem Ilmenauer Oberbürgermeister darüber gesprochen habe, dieser hatte zuletzt mehrmals betont, dass für ihn die Aufnahme von Orten in der Freiwilligkeitsphase der Gebietsreform abgeschlossen ist.

Geht der Wunsch dennoch in Erfüllung, bedeutet das die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft "Geratal" und ein Zusammengehen aller Orte mit dem "Oberen Geratal" wäre für Martinroda zumindest vom Tisch. 

Hanns Stamm 07.12.16